Abschlussarbeiten

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Bachelorarbeiten 2016

Methoden zur Festigung beschichteter Schallplatten
Bachelorarbeit von Larissa Kischk, 2016

1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Magister Nadja Wallaszkovits

Die Arbeit beschäftigt sich mit Methoden zur Festigung von delaminierenden beschichteten Schallplatten aus einer Cellulosenitrat-Schicht und einem Metallträger aus einer Aluminium-Legierung.
Hierfür sind Probereihen an zweien der sechs zur Verfügung gestellten beschichteten Schallplatten aus dem Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt worden. Die Zersetzungserscheinungen der Schallplatten sind mittels digitaler Fotografien, mikroskopischer Aufnahmen, Zustandskartierungen und schriftlicher Beobachtungen genau dokumentiert und der aktuelle Forschungsstand zu den Zersetzungsmechanismen der Materialien sowie den konservatorischen Möglichkeiten recherchiert worden. Die Probereihen dienen der Ermittlung einer geeigneten, restauratorisch vertretbaren Festigung zwischen Schicht und Träger der beschichteten Schallplatten. Hierfür sind Lösemittel und Klebstoffsysteme sowie die Applikation durch Lösemittel-Bedampfung in einem geschlossenen System und durch Injektion des Klebstoffs/Lösemittels getestet worden. Die Ergebnisse wurden anschließend durch mikroskopische Aufnahmen sowie notierte Beobachtungen festgehalten und ausgewertet. Das Ergebnis der Arbeit liefert eine geeignete Festigungsmethode mit einem niedrigviskosen Lösemittelklebstoff, welcher in einem Lösemittel löslich ist, worin sich Cellulosenitrat nicht löst. Allerdings kann die Wahl der Instrumente für die Injektion des Klebstoffs optimiert werden, um die Festigung schonungsvoller für das Objekt zu gestalten.


B
earbeitung und Stabilisierung von Knicken in einem 50x60 Farb-Polaroid
Bachelorarbeit von
Lisa Koletzki, 2016
1. Gutachter: Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Rüdel, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin Gisela Harich

Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über die möglichen Bearbeitungstechniken von Knicken und Brüchen in Farb-Polaroids. Dabei wird einleitend die geschichtliche Entstehung, sowie das chemische Prinzip des Farbstoff-Diffusions-Verfahrens veranschaulicht. Um verschiedene Methoden zu Bearbeitung von Schäden in der Polaroid-Oberfläche zu ermitteln, musste die vorder- und rückseitigen Kunststoffe mit Hilfe einer Infrarotspektroskopie analysiert werden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden mit ausgewählten Lösemittelklebstoffen drei unterschiedliche Techniken, die Injektion von Klebstoffen, das kontrollierte Quellen der Oberfläche und anschließende Planlegen und Stabilisieren mit Japanpapier, sowie die Kaschierung auf Museumskarton getestet. Die Wirksamste soll am Originalobjekt umgesetzt werden.

Bachelorarbeiten 2015

Die fotochemische Restaurierung einer abgebauten Stummfilmkopie: Eine Studie über die Wahl der Verfahren und Materialien für eine analoge Filmrestaurierung
Bachelorarbeit von Thorir Ingvarsson, 2014
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber; 2. Gutachter: Jon Wengström

Alle analogen Filmmaterialien zerfallen im Laufe der Zeit unter Verlust der Bildinformation. Um den Bildinhalt für ein zukünftiges Publikum zu erhalten ist deshalb eine Migration der Inhalte erforderlich. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Herausforderungen, die bei der Kopierung einer abgebauten Stummfilmkopie auf einen neues analoges Trägermaterial hinsichtlich Erhaltung und Präsentation entstehen, zu beschreiben, und die Vor- und Nachteile verschiedener Kopierverfahren und Filmmaterialien darzustellen.
Die untersuchten Probleme werden am Beispiel der fotochemischen Restaurierung einer Unikatkopie der Wochenschau Kring fursteförlovningen aufgezeigt. Der Film wurde durch das Swedish Film Institute (SFI) zur Verfügung gestellt.

Bachelorarbeiten 2014

Die korrosiven Abbauprodukte des Glases in Interaktion mit der Fotoschicht bei Glasdiapositiven von Alfred Ehrhardt  - Wechselwirkungen, Konservierung und Restaurierung.
Bachelorarbeit von Rosaria Russo, 2014

1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Die Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit S/W Silbergelatine Glasdiapositiven von Alfred Ehrhardt, die von korrosiven Abbauerscheinungen am Deck- und Trägerglas betroffen sind. Die alkalischen Korrosionsprodukte haben die Glasflächen opak, rau und rissig werden lassen und wirken in Interaktion auf die Fotoschicht zersetzend: Ein matter Schleier benetzt die Fotoschicht mit feinen opak wirkenden Verästelungen. Korrosive Ablagerungen verursachen die Quellung der Fotoschicht und die lokale Transparenzwerdung der fotografischen Abbildung im Durchlicht. Die elementare Zusammensetzung des Korrosionsproduktes wird analytisch identifiziert und die chemischen und physikalischen Wechselwirkungen in Interaktion mit der Fotoschicht erläutert. Der Gesamtbestand von 124 Glasdia-positiven zum Werkthema Island war in einem Holzkasten viele Jahre in einem vermutlich feuchten Keller aufbewahrt und war von Insekten- und Schimmelbefall betroffen. Anhand von drei ausgewählten Glasdiapositiven, die charaktertypische Vorzustände im Extrem repräsentieren, werden entsprechende Modelle der präventiven Konservierung ausgearbeitet, die darauf abzielen, Glasdiapositive für die Zukunft bestmöglich zu bewahren.

Bestand - Nachlass Kaiserin Auguste Viktoria Haus – Archivierungskonzept, restauratorische und konservatorische Maßnahmen an ausgewählten Fotografien.
Bachelorarbeit von Lukas Steiner, 2014

1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

In dieser Bachelor Abschlussarbeit werden stark verblasste und vergilbte Fotoschichten von Auskopierpapieren und Entwicklungspapieren des frühen 20. Jahrhunderts behandelt. Wechselwirkungen mit dem Montierungsklebstoff Wasserglasleim lösten Reaktionen mit den Silberbildern in den Bindemitteln Gelatine und Kollodium aus und führten bis zu partiellem Komplettverlust. Die Bindemittel der Silbergelatine Auskopierpapiere liegen in stark depolymerisiertem Zustand vor und weisen erhöhte Wasserlöslichkeit auf. Naturwissenschaftliche Untersuchungen und die Dokumentation dieser Zustandsbilder dienen als Basis für die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen für den möglichst langzeitigen Erhalt. Die Fotografien befinden sich in den so genannten Grünen Mappen des Bestandes Kaiserin Auguste Viktoria Haus und sollen darin weiterhin präsentiert werden. Die Rückmontage der Fotografien in die originalen Mappen unter konservatorischen und präventiven Gesichtspunkten stellt eine der Hauptherausvorderung dar.

Bachelorarbeiten 2013

Temporäres Festigen von Stempelfarbe auf Schicht- und Rückseite von Silbergelatinefotografien
Bachelorarbeit von Nicole Rakow, 2013

1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Erhaltung von wasserlöslicher Stempelfarbe auf Schicht- und Rückseite von Fotografien bei restauratorischen Nassbehandlungen. In einer Probereihe verschiedener Silbergelatinefotografien mit wasserlöslicher Stempelfarbe soll deren Festigung durch das Bindemittel Cyclododecan erprobt werden. Anders als bspw. in der Papier- und Gemälderestaurierung, ist die Anwendung Cyclododecans an Fotografien bisher weitestgehend unerforscht. Diese Arbeit soll einen Anstoß in diese Richtung geben. Dazu wird zunächst ein Einblick in die Eigenschaften der an der Probereihe beteiligten Stoffe gegeben: Dem Bindemittel Cyclododecan, dem Entwicklungspapier der Fotografien sowie der wasserlöslichen Stempelfarbe. Den Hauptteil der Arbeit bildet die Darlegung der Planung, Durchführung und Auswertung der Probereihe. Abschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung von Cyclododecan für die Fotorestaurierung aufgezeigt.

Konservierung und digitale Sicherung des Tons zum Filim “ Ich glaub`nie mehr an eine Frau“
Bachelorarbeit von Regina Wellen, 2013

1. Gutachter: Prof. Martin Koerber M.A., 2. Gutachterin Frau Magister Nadya Wallaszkovits

Diese Arbeit befasst sich mit der Konservierung des Tons zum Film „Ich glaub´nie mehr an eine Frau“, der auf elf Schellackplatten des Labels Tri-Ergon-Musik-AG Berlin vorliegt. Bild und Ton dieses Films waren verloren, so dass die vorrangige Aufgabe darin besteht, den Ton adäquat zu sichern und zugänglich zu machen. Die verschiedenen Ebenen des Objekts in Materialität, Technologie und Inhalt werden erfasst. Es wird versucht zu erklären wie und wo die Schellackplatten hergestellt wurden, unter Anwendung welcher Methoden der Tonaufzeichnung. Die durchgeführten konservatorischen Maßnahmen zum Erhalt der Schellackplatten sowie zum Erhalt des Tons in digitaler Form und deren Ergebnis werden dokumentiert.

Bachelorarbeiten 2012

Die Restaurierung stark gerollter Albuminpapiere- Mögliches Erhalten und Montieren
Bachelorarbeit von Sabrina Heckert, 2012

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A.

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung stark gerollter Fotografien auf Albuminpapier. Die Fotografien stammen aus dem Kunsthistorischen Institut zu Köln. Um die Fotografien langfristig zu erhalten, wurde nach der Dokumentation des Erhaltungszustands und der Darlegung des Forschungsstands unterschiedliche Restaurierungsmethoden an Probematerialien untersucht. Abschließend wurde die ermittelte Methode auf eine ausgewählte Albuminfotografie angewandt und das Ergebnis ausgewertet.

Bachelorarbeiten 2011

Untersuchung der Restaurierungsmethode Wärmebehandlung (Backen) bei klebrigen Magnettonbändern mit Polyesterurethan-Bindemittel
Bachelorarbeit von Katrin Abromeit, 2011

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Dr. Elena Gómez-Sánchez

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen zersetzter, klebriger Magnetschichten moderner Tonbänder. Nach Darlegung des aktuellen Forschungstands wurden die Erscheinungsbilder von 18 klebrigen Magnetbändern untersucht, ihr Abspielverhalten und Charakteristika dokumentiert. Es wurde eine Testreihe zur Erforschung der gängigen Praxis Wärmebehandlung aufgestellt mit dem Ziel, einen systematischen und wissenschaftlichen Ansatz auf dieses Problem anzuwenden. Dabei sollte die Wirkung von unterschiedlichen Behandlungszeiten auf ein rückseitig beschichtetes Magnetband mit Polyesterurethan-Bindemittel untersucht werden. Um Auswirkungen, die die Wärmebehandlung auf klebrige Magnetschichten hat, messen zu können, wurden neue Bewertungsparameter erprobt. Mikroskopaufnahmen und Rauheitsmessungen lieferten gute Ergebnisse über die Oberflächenveränderungen. Es konnte die Verbesserung der Audioqualität nach der Behandlung mit Digitalisierungen bewiesen werden. Allerdings wurden auch unkontrollierbare Verluste in latent geschädigten Bandbereichen verzeichnet.

Restaurierung einer mechanisch stark beschädigten Fotografie "Leuchtfeuer auf Hörnum a/Sylt"
Bachelorarbeit von Désirée Busch, 2011

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller

Die großformatige Fotografie "Leuchtfeuer auf Hörnum a/ Sylt" stammt aus dem Nachlass des Verkehrs- und Baumuseums Berlin und wird im Fotoarchiv des Deutschen Technikmuseums Berlin verwahrt. Die Fotografie auf Silbergelatinepapier weist deutliche Verschmutzungen und mechanische Verletzungen der Fotooberfläche auf. Ein Riss zieht sich von der linken unteren Ecke in die Mitte des Bildes und gabelt sich dort. Vereinzelt sind Fehlstellen mit Totalverlust des Fotopapiers erkennbar sowie Abrieb und Stauchungen, die den Papierträger freilegen. Aufliegende Kieselsteinchen haben auf der Oberfläche viele kleine Vertiefungen hinterlassen. An den Ecken der Fotografie sind rote Verfärbungen, mittig sind verbräunte Partien zu erkennen. In dieser Bachelorarbeit sollen der Riss und und die mechanischen Verletzungen der zuvor gereinigten Fotooberfläche geschlossen werden. In einer Testreihe wird erprobt, ob die roten Verfärbungen mit Hilfe von Kompressen herausgelöst werden können.

Konzept zur Sicherung und Restaurierung von Gasparcolorfilmen am Beispiel von "Radio Prohaska prophezeit"
Bachelorarbeit von Andrea Krämer, 2011

1. Gutachter: Prof. Martin Koerber M.A., 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Der erste Farbfilm nach dem Silberfarbstoffbleichverfahren, entwickelt von Bela Gaspar, wurde 1933 in Berlin vorgeführt. Die heute noch erhaltenen Gasparcolorfilme haben kaum etwas ihrer ursprünglichen Farbintensität und Brillanz eingebüßt. Diese besondere Farbästhetik geht bei einer Sicherung auf modernen Farbfilmmaterialien häufig verloren. Ziel der Arbeit ist es, analoge und digitale Möglichkeiten zu diskutieren, die zu einer verbesserten Wiedergabe der ursprünglichen Farberscheinung des restaurierten Gasparcolorfilms führen können. Anhand von zwei Gasparcolorkopien des Films "Radio Prohaska prophezeit" wird das Gasparcolorverfahren, sowohl historisch, als auch technisch beschrieben und ein Rekonstruktionskonzept entwickelt.

Drei Hologramme aus dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe: Untersuchungen und Versuche zum Verschwinden der Abbildung
Bachelorarbeit von Christina-Katharina Nitschke, 2011

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Nahid Matin Pour

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Untersuchung des Verschwindens der Abbildung auf Hologrammen und dem Testen verschiedener Techniken, um dieses Phänomen beheben zu können. Bei den Objekten handelt es sich um drei Reflexionshologramme auf Basis einer Dichromatgelatine aus dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. An zwei der drei Objekte wird für die vorgesehenen Testreihen und Versuche invasiv gearbeitet. Ein Objekt ist für (spätere) Restaurierungsmaßnahmen vorgesehen. Besondere Behandlung kommt dem Verstehen des Verschwindens der Abbildung zu: Wieso tritt es auf und wie entsteht es? Wie funktionieren Interferenzphänomene? Anschließend folgen verschiedene Untersuchungen und Testreihen, um eine Methode zu finden, wie dieses Phänomen behoben werden kann. Hierzu werden unterschiedliche Versuche an den zwei Versuchsobjekten durchgeführt.

Bachelorarbeiten 2010

Entwicklung einer Methode zum Ablösen von Selbstklebebändern auf Fotoschichten von Glasplattennegativen
Bachelorarbeit von Elisabeth Härtel, 2010

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Sabine Protze

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Methode zur Entfernung von Selbstklebebändern auf Fotoschichten von Gelatinetrockenplatten. Der Klebstoff ist in die Fotoschicht diffundiert und hat irreversible Veränderungen hervorgerufen. In zahlreichen optischen, physikalischen und chemischen Tests werden die Materialien der Selbstklebebänder und ihre typischen Alterungserscheinungen untersucht. Deren Kenntnis bildet die Grundlage zur Entwicklung einer Methode zum Ablösen der Selbstklebebänder. Das Herauslösen des Klebstoffes wird aufgrund der schon vom Glasträger gelösten Fotoschicht und Korrosionserscheinungen erschwert. Diese Phänomene werden kurz erläutert, bevor an ausgewählten Glasplattennegativen des Focke-Museums Bremens erste Ablösungsversuche vorgenommen werden. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung über die Möglichkeiten der Ablösung, sowie deren Probleme.

Die Cyanotypie am Beispiel eines Lageplanes aus dem Landesarchiv Berlin
Bachelorarbeit von Christin Sager, 2010

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Carola Gerlach

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung eines nach dem Cyanotypie-Verfahren gefertigten Lageplanes (1906) aus dem Landesarchiv Berlin. Der theoretische Teil der Arbeit umfasst das Verfahren der Cyanotypie in seinem kulturhistorischen Kontext, seiner Verwendung und Herstellung. Auf Grundlage der Dokumentation, Zustandsbeschreibung und Materialanalyse des Objektes wird ein geeignetes Restaurierungskonzept entwickelt. Dabei liegt ein Fokus auf der Ergänzung der vorhandenen Fehlstelle im Lageplan. Im praktischen Teil wird, neben der Restaurierung des Lageplanes, ein Papier nach dem Cyanotypie-Verfahren hergestellt, welches für die Fehlstellenergänzung Verwendung findet. Im Rahmen der anschließenden Auswertung wird die Übertragung dieser Technik auf die Restaurierung von Cyanotypien im allgemeinen diskutiert.

Bachelorarbeiten 2009

Rekonstruktion von Tonbildern in modernen Wiedergabesystemen - Theoretische Diskussion und praktische Anwendung
Bachelorarbeit von Dirk Förstner, 2009

1. Gutachter: Prof. Martin Koerber, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Die zwischen 1903 und 1913 von Oskar Messter hergestellten Biophon-Tonbilder können heutzutage nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form aufgeführt werden. Die originalen Wiedergabeapparaturen sind nicht verfügbar und die wenigen überlieferten Biophon- Filmkopien und -Schellackplatten können nicht mehr für Aufführungszwecke verwendet werden. In dieser Arbeit wird ein Rekonstruktionskonzept entwickelt, um die ursprünglich getrennt vorliegenden Bild- und Toninformationen von Biophon-Tonbildern auf einem Träger zusammenzuführen. Ziel hierbei ist es, die Aufführung der Bild- und Toninhalte in modernen Wiedergabesystemen zu ermöglichen. Anhand einer exemplarischen Rekonstruktion eines Biophon Tonbilds wird ein Workflow erstellt, der bei zukünftigen Bearbeitungen von Biophon-Tonbildern angewendet werden kann.

Die Entfernung von Stempelfarben aus Fotoschichten von Silbergelatinepapieren durch Kapillarwirkung und Adsorption 
Bachelorarbeit von Jessica Schreiber, 2009

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Gisela Harich-Hamburger

Die Bachelorarbeit setzt sich mit in Fotoschichten von Silbergelatinepapieren diffundierten Stempelfarben und deren Entfernung auseinander. Das Herauslösen dieser Stempelfarben findet über physikalische Vorgänge mit Hilfe von oberflächenaktiven Substanzen, die ein hohes Adsorptionsvermögen und starke Kapillarkräfte ausüben, statt. Diese oberflächenaktiven Substanzen werden in Form von Lösungsmittel-Kompressen, -Pasten oder -Gelen auf der Fotoschicht angewendet. Nachdem ein Überblick über die allgemeine Zusammensetzung von Stempelfarben und dem Aufbau von Silbergelatinepapieren gegeben wird, wird das Diffusionsverhalten von Stempelfarben in Fotoschichten im Bezug zu den physikalischen Eigenschaften verschieden beschaffener Fotoschichten beschrieben. Anhand einer Versuchsreihe werden mögliche Behandlungstechniken zum Herauslösen der Stempelfarben vorgeschlagen und diskutiert. Abschließend wird eine ausgewählte Technik an einer historischen Silbergelatinefotografie mit aufliegender Stempelfarbe angewendet.

Entfernung von Korrosionsprodukten aus Silbergelatine - Fotopapieren
Bachelorarbeit von Lena Münzner, 2009

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas

In dieser Bachelorarbeit werden Korrosionsprodukte in Fotoschichten von Silbergelatine- Barytpapieren optisch und in ihrer elementaren Zusammensetzung untersucht. Die durch Korrosionsprodukte ausgelösten Abbaumechanismen werden erläutert. Diese Abbaumechanismen, die auf eine Fenton Reaktion zurückzuführen sind, bedingen eine Entfernung der Korrosionsprodukte aus dem Schichtaufbau der Silbergelatine- Barytpapier. Der praktische Teil der Arbeit beinhaltet erste Versuche zur chemisch-pysikalischen Entfernung der Korrosionsprodukte aus der Fotoschicht. Bei der angewendeten Methode handelt es sich um ein rein invasives Verfahren der Korrosionsentfernung.

Die Restaurierung einer auf Schmuckkarton montierten Gedenkfotografie auf mattem Kollodiumpapier (1910)
Bachelorarbeit von Jessica Jantc, 2009

1. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Restaurierung einer auf Karton montierten Gedenkfotografie aus dem Jahr 1910. Der besondere Fokus liegt dabei in der Fragestellung, in wieweit es sinnvoll und notwendig sein kann, die Einheit des Objektes in Bezug auf ein optimales Restaurierungsergebnis temporär oder auch langfristig aufzugeben. Im Anschluss an Dokumentation, Zustandsbeschreibung und Materialanalysen folgt die Auseinandersetzung mit dem Restaurierungskonzept. Der Fokus der Restaurierung wird auf dem Umgang mit Fehlstellen und der Wiederherstellung der Stabilität gelegt, damit die Abbildung wieder unbeeinträchtigt wahrgenommen werden kann. In der Durchführung der Maßnahmen werden Behandlungsmethoden aus zwei Restaurierungsbereichen, Foto- und Papierrestaurierung, verwendet.

Konzept zur Konservierung und Aufführung von Schmalfilmen mit getrenntem Tonträger
Bachelorarbeit von Carsta Knaack, 2009

1. Gutachter: Prof. Martin Koerber, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Die Bachelorarbeit will eine Strategie zur Konservierung und zur Nutzung von Schmalfilmen mit separatem Magnetton erarbeiten. Es handelt sich um das Lebenswerk des Berliner Schmalfilmamateurs Günter Dubiel, dessen Nachlass nach seinem Tod durch die Deutsche Kinemathek Berlin übernommen wurde. Es stellt sich nicht nur die Aufgabe der Konservierung der getrennt vorliegenden Elemente. Bild und Ton müssen auch zusammengeführt werden, um eine adäquate Aufführung von Nutzungskopien zu gewährleisten. Ein Teil der Arbeit widmet sich dem Ausgangsmaterial, der Technik und den Arbeitsmethoden, mit denen Dubiel die Synchronität seiner im Zweibandverfahren präsentierten Filme erreichte. Aus den Erfahrungen und Informationen von bearbeiteten Beispielfilmen wird ein mögliches Vorgehen entwickelt.