Der Studiengang Konservierung/Restaurierung und Grabungstechnik der HTW Berlin bildet seit 1993 Spezialisten für die Restaurierung von Kulturgütern aus. Solche können im Boden liegen, in Archiven und Museen geborgen sein oder als historische Anlage in der Landschaft stehen. Auch Filme, Fotografien und andere mit technischen Medien gemachte Aufzeichnungen können Kulturgüter sein, um deren Erhaltung man sich kümmern muss.
Der Studiengang hat vier Schwerpunkte: Archäologisch-Historisches Kulturgut (AHK) und Grabungstechnik (GT), Moderne Materialen & Technisches Kulturgut (MMTK) und Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut (AVF).
Aufbauend auf kultur- und naturwissenschaftlichen sowie anwendungspraktischen Grundlagen fördert die Ausbildung das eigenständige systematische Denken und Handeln der Studierenden, die später in Museen, Archiven und Galerien, in Behörden oder der Privatwirtschaft Beschäftigung finden.
Wer zum Studium der Restaurierung/Grabungstechnik zugelassen werden möchte, muss nicht nur ein einjähriges Vorpraktikum nachweisen, sondern auch seine Eignung. Jeweils zum Wintersemester werden 40 Studierende (maximal 10 je Schwerpunkt) aufgenommen. Schon im Grundstudium wird in den Laboren des Studiengangs an historischen Originalobjekten gearbeitet. Dabei erste Erfahrungen für die spätere verantwortungsvolle Tätigkeit gesammelt.
Das unabhängig von der Spezialisierung gemeinsame Grundstudium ruht auf drei Säulen. Da sind erstens die naturwissenschaftlichen Grundlagen, denn wer antike Tongefäße und Mauerreste ausgraben oder historische Fotos restaurieren möchte, muss Zerfallsprozesse im Boden, Wasser und an der Luft kennen und einschätzen können. Da sind zweitens die geisteswissenschaftlichen Grundlagen, also Kenntnisse der Archäologie, Technik-, Kunst- sowie Foto- und Filmgeschichte. Und da sind drittens die technischen Grundlagen, Methoden und Ästhetischen Ansätze der Restaurierung selbst.
Die Spezialisierung in die vier Schwerpunkte erfolgt mit Beginn des Hauptstudiums im 3. Semester. In den höheren Semestern werden die Kenntnisse im jeweiligen Spezialgebiet vertieft und die manuellen Fertigkeiten weiter verfeinert. Den Abschluss des Studiums bildet eine Bachelor-Arbeit.