Abschlussarbeiten

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Bachelorarbeiten 2016

Identifizierung und Analyse eines metallenen Objektes aus Bodenfelde/ Niedersachsen -Restauratorische Maßnahmen–
Bachelorarbeit von Katharina Riederer, 2016
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachterin: Diplom–Restauratorin Ulrike Uhlig

Das Thema dieser Arbeit ist die Identifizierung und Analyse eines metallenen Objektes aus Bodenfelde/ Niedersachsen, sowie die Erarbeitung konservatorischer Maßnahmen. Das Objekt mit der Fundnummer 5960 stammt aus dem Kontext einer mittelalterlichen Waldglashütte im Kreickgrund des Weserberglandes. Durch optische Analyseverfahren wird nachgewiesen, dass es sich bei dem Objekt um einen mittelalterlichen eisernen Axtkopf handelt. Mittels eingehender Analysen der möglichen Funktionen und Formen, wird unter zu Hilfenahme von Vergleichsobjekten eine typologische Einordnung vorgenommen. Hierdurch wird gezeigt, dass es sich bei dem Axtkopf um einen Teil einer Zimmermanns Bart-Handaxt aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts handelt. Zur übersichtlichen Darstellung des Eingangszustandes des Objektes wurde eine vollständige fotografische Dokumentation, sowie eine Zustandsbeschreibung und Visualisierung des Abbaugrades durch Röntgenbilder und Kartierungen angefertigt. Durch Analytik und Bodenchemische Untersuchungen, werden Maßnahmen für die Restaurierung und Konservation vorbereitet. Die Zusammenführung der Informationen erlaubte weiterführende Interpretationen des Axtkopfes und eine Einbettung in den kulturhistorischen Kontext. Abschließend wird für die Konservierung und Restaurierung des Objektes ein Konzept vorgestellt.

Bachelorarbeiten 2015

Die Entwicklung eines Zwei–Kammern–Systems für eine synchrone Behandlung von archäologischem Eisen und Holz: Am Beispiel eines mittelalterlichen Messers mit Holzgriff aus Mecklenburg-Vorpommern
Bachelorarbeit von Diana Azarova, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachter: Dipl.- Restaurator (FH) Michael Sietz

Im Rahmen der Bachelorarbeit wird ein Konzept für die Bearbeitung eines mittelalterlichen Messers mit Holzgriff erstellt.  Archäologische Kompositobjekte aus Eisen und Holz stellen in der Restaurierung eine große Herausforderung dar. Die individuell anfallenden konservatorischen Maßnahmen, sind oft nicht miteinander kompatibel und können das Material schädigen. So bedarf die Entsalzung von Eisen stark alkalischer Lösungen, die die Holzsubstanz schädigen. Im Gegenzug würde eine Extraktion von eisenhaltigen Komponenten aus der Holzoberfläche, durch eine Komplexbildnerbehandlung, das Metall bis auf den Kern auflösen. Um eine gleichgerechte Behandlung von beiden Materialien zu ermöglichen, wurde ein Zwei – Kammern – System entwickelt, welches die Behandlung der beiden Komponenten separat voneinander und dennoch zeitgleich ermöglicht. Für die Umsetzung werden verschiedene Materialien für ein geeignetes Dichtungssystem getestet und ein Konstruktionsvorschlag erstellt.
In einer weiteren Probereihe wird die Extraktion von Eisenverbindungen aus Holzoberflächen getestet. Dabei wird der Extraktionserfolg von DTPA, bekannt aus jüngsten Forschungsergebnissen, mit gängigen Komplexbildnern untersucht und verglichen.

Klebung und Ergänzung eines Keulenglases aus Braunschweig
Bachelorarbeit Nele
van den Brandt, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin Olga Emgrung

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Konservierung und Restaurierung eines Keulenglases aus dem 15. bis 16. Jh.n.Chr., welches aus einer 1985 bis 1990 in Braunschweig durchgeführten Stadtgrabung stammt. Weil das Objekt stark fragmentiert geborgen wurde, beschäftigt sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Klebung und Ergänzung aus reversiblen und alterungsbeständigen Materialien. Für die stabilisierenden Ergänzungsmaßnahmen wurden Proben zur Herstellung und Anpassung von Folien aus dem Acrylat Paraloid angefertigt.

Ein Rosenkranz aus Messing und Knochen von einer Grabung in Karlstadt - Auswirkungen der Bodenlagerung und Vakuumverpackung, sowie Entwicklung eines restauratorisch/ konservatorischen Konzeptes
Bachelorarbei
t von Roxane von der Beek, 2015

1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin Britt Nowack-Böck

Im Zuge dieser Bachelorarbeit wurde ein restauratorisch- konservatorisches Konzept für die Bearbeitung eines in Karlstadt gefundenen Rosenkranz entwickelt. Das Kompositobjekt aus Messing und Knochen wurde im Laufe des Bearbeitungszeitraums beschrieben, kartiert und dokumentiert. Durch entsprechende Probereihen und mikroskopische Betrachtungen wurde das Konzept erarbeitet. Die konservatorischen Empfehlungen stützen sich auf die naturwissenschaftlichen Untersuchungen, den Oddytest und einen Schwefelnachweis. Einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die Beschreibung und Erklärung des Erhaltungszustandes. Dabei wird besonders auf die Abbaumechanismen im Boden und in der Vakuumverpackung eingegangen.

Konservierung und Restaurierung einer bleiglasierten Keramik aus dem Museum Folkwang in Essen. Untersuchungen zur temporären Sicherung und halbautomatisierten Entsalzung.
Bachelorarbeit von Marina Gerhards, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachter: Dipl.-Restaurator Rainer Geschke

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der konservatorischen und restauratorischen Bearbeitung sowie der Erfassung einer bleiglasierten Keramik aus dem Museum Folkwang in Essen. Bei der Keramik handelt es sich um eine zweihenklige Vase mit viereckigem Profil und vermeintlich chinesischer Herkunft. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine an den Zustand des Objektes angepasste Konzeptentwicklung zur Chloridminderung. Dafür werden Probereihen zum Prinzip eines halbautomatisierten Entsalzungsbades mit Ionenaustauschern durchgeführt. Erforderlich ist es zudem, ein temporäres Sicherungssystem zu entwickeln, welches die Risikobereiche der fragilen Bleiglasur während der Wasserlagerung schützen kann. Hierzu werden besonders die Eignung von technischer Gelatine und Polyvinylbutyral Mowital® B30H untersucht.

Postmeroitische Pfeilspitzen aus Wadi Abu Dom, Sudan. Konzept zu konservatorisch – restauratorischen Maßnahmen.
Bachelorarbeit von Patrycja Gornik, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin Ulrike Uhlig

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Konzepterstellung für konservatorisch – restauratorische Maßnahmen an vier postmeroitischen Pfeilspitzen aus Wadi Abu Dom im Sudan. Die Pfeilspitzen werden auf das 4. – 5. Jahrhundert n. Chr. datiert. Das Ziel dieser Arbeit ist die Dokumentation der Pfeilspitzen sowie die Erstellung eines Konzepts zu erhaltenden Maßnahmen. Über eine Probereihe wurde ein Stabilisierungssystem zur temporären Sicherung der Objekte, während einer mechanischen Freilegung, ermittelt. Über eine mechanische Freilegung soll eine bessere Lesbarkeit und der langfristige Erhalt der Pfeilspitzen gewährleistet werden.

Die Konservierung und Restaurierung von en bloc geborgenem Schmuck aus dem sächsischen Gräberfeld bei Immenbeck, Buxtehude.
Bachelorarbeit von Julia Hammerschmied, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin Maja Ossig

Inhalt dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung einer Blockbergung aus dem Körpergrab 216 vom sächsischen Gräberfeld (4.-6. Jahrhundert) in Immenbeck bei Buxtehude, Landkreis Stade in Niedersachsen. Zielsetzung war die Freipräparierung und die Entwicklung eines konservatorisch-restauratorischen Konzepts zur Erhaltung der en bloc geborgenen Objekte in Form zweier Bronzefibeln, eines Silberrings, einer Ringöse, einer großen Zahl Glas- und Bernsteinperlen sowie verschiedene organische und anorganische Objektfragmente unsicherer Zuordnung. Das Konzept basiert im Wesentlichen auf der Oberflächenreinigung der Glas- und Bernsteinperlen sowie auf konsolidierenden Maßnahmen der Metallobjekte, die darauf abzielen anhaftende Textilreste für weitergehende Forschungsvorhaben zu bewahren. Die Mütze wurde aus Wolle gehäkelt und durch einen mit Leinwandgewebe bespannten Karton verstärkt. Für die Konservierung und Sicherung der Fragmente wurde ein Konzept erstellt.

Konservierung und Restaurierung eines frühneuzeitlichen Kompositobjektes. Zur Problematik der Salzreduzierung mittels Kompressen an archäologischem Eisen.
Bachelorarbeit von Mark Langer, 2015
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann; 2. Gutachterin: Dipl. Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Bearbeitung eines frühneuzeitlichen, in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) geborgenen Klappmessers. Das Messer ist aus Eisen gefertigt und im Bereich des Zierblechs mit einem Messingblech verziert. Die Griffschalen sind aus Geweih. Es datiert ins 18. /19. Jahrhundert. Das Ziel der Bachelorarbeit beinhaltet neben der Konservierung und wissenschaftlichen Erforschung des Objekts eine Verbesserung der Lesbarkeit der Verzierungen. In Probereihen wurde das Diffusionsverhalten von Chloriden aus dem Werkstoff in Kompressen getestet, sowie Kappensysteme zum Schutz der Organik vor Feuchteeintrag durch Entsalzungsmaßnahmen am Objekt.


Freilegen – Analysieren - Erforschen - Zwei Eisenobjekte mit Glasanhaftungen aus dem Mittelalter
Bachelorarbeit von Beate Lubinsky, 2015

1. Gutachter: Prof. Dr. Thomas Schenk; 2. Gutachter: Dr. Wolfgang Müller

In der vorliegenden Arbeit soll anhand zweier archäologischer Eisenobjekte mit anhaftendem Glas die Form und Dimension beider Objekte durch eine Freilegung erschlossen werden. Darüber hinausgehend soll durch Untersuchungen des Sedimentes eine mögliche Umweltschädigung bodengelagerter archäologischer Objekte nachgewiesen werden. Durch Untersuchungen der beiden Objekte sollen Herstellungs-, Bearbeitungs-, Benutzungs- und auch Reparaturspuren sichtbar gemacht werden, damit eine wissenschaftlich fundierte Einordnung in die Typologie der Glasherstellung im frühen bis späten Mittelalter im Bereich des Sollings, in Niedersachsen, erfolgen kann.

Eine Hinterglasmalerei aus der Mitte des 19. Jahrhunderts - Konzeptentwicklung zu deren Konservierung und Restaurierung
Bachelorarbeit von Julia-Kristin Menning, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Konservierung und Restaurierung einer Hinterglasmalerei aus dem Kunsthandwerk der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Kompositobjekt wird im Laufe der Arbeit in seinen einzelnen Komponenten beschrieben, kartiert und dokumentiert. Darüber hinaus erfolgt zur Bestimmung einzelner Materialien und zur Weiterentwicklung des Konzeptes eine ausführliche naturwissen-schaftliche Untersuchung. Durch verschiedene Probereihen wird anschließend ein auf das Objekt zugeschnittenes Erhaltungskonzept erarbeitet und vorgestellt. Die Schwerpunkte der Arbeit bilden dabei Reinigungs- und Freilegungsmaßnahmen, die Konsolidierung loser Malschichten sowie die Klebung des Glases.

Möglichkeiten der Trocknung eines nassgelagerten Birkenrindenobjektes aus Stralsund
Bachelorarbeit von Johanna Reisener, 2015
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2. Gutachter: Dipl.- Restaurator (FH) Michael Sietz

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Entwicklung eines Konservierungskonzeptes für ein mittelalterliches nassgelagerten Birkenrindenobjektes aus Stralsund. Dafür werden verschiedene Trocknungsmethoden aus der Nassholzkonservierung untersucht, zu denen die überkritische Trocknung, die Lösungsmitteltrocknung, die Gefriertrocknung und die kontrollierte Lufttrocknung gehören. Um zu verhindern, dass das Objekt sich während der Trocknung verformt, wird für das Objekt ein geeignetes Sandwichsystem erstellt. Daraufhin folgen die Untersuchungen zu der kontrollierten Lufttrocknung bei verschiedenen Temperaturen und die Gefriertrocknung. Nach der Auswertung der Untersuchungen folgt die Erstellung eines Konservierungskonzeptes. Abschließend werden die Ergebnisse und die Bachelorarbeit kurz diskutiert.

Konservierung und Restaurierung eines Fayencekrugs mit Zinndeckel aus dem Museum Angewandte Kunst Frankfurt/ Main.
Bachelorarbeit von Rebecca Röstel, 2015
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelman; 2. Gutachterin: Sabine Maurischat M.A.

Thema dieser Bachelorarbeit ist die Bearbeitung eines bereits behandelten Fayencekrugs mit Zinndeckel aus dem „Museum Angewandte Kunst Frankfurt“. Der Umgang mit Altrestaurierungen und das Erstellen eines konservatorisch restauratorischen Konzepts, sowie die erneute Restaurierung des Objekts standen im Mittelpunkt. Andererseits sollte das Objektmaterial genauer untersucht werden, um die Bestandteile der Fayence und des Zinndeckels näher bestimmen zu können.

Sarstedter Geweihhacke mit erhaltenem Holzschaftrest Materialanalysen und Konzeptentwicklung zur Konservierung eines Kompositobjektes aus Geweih und Holz.
Bachelorarbeit von
Melanie Selinger, 2015
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelman; 2. Gutachter: Diplom-Restaurator Michael Sietz

Die Grundvoraussetzung für ein adäquates Konservierungskonzept ist das Erschließen der Materialität und des kulturhistorischen oder archäologischen Kontextes eines Objektes, um es authentisch für die Zukunft bewahren zu können. Dabei gilt es die chemischen und physikalischen Materialeigenschaften und Veränderungen so zu erfassen, dass eine Entscheidung getroffen werden kann, wie und welche Objektkonservierung durchgeführt werden sollte. In dieser Arbeit erfolgt demnach die genaue Dokumentation des Erhaltungszustandes von archäologischem Nassgeweih und Nassholz, am Beispiel der Sarstedter Geweihhacke mit Holzschaftrest. Im Einzelnen werden mittels archäometrischen Untersuchungsmethoden die Materialveränderungen am archäologischen Nassgeweih und Nassholzmaterial während der Feuchtbodenlagerung untersucht. Um darauf aufbauend einen ganzheitlichen Ansatz zur Konservierung der Geweihhacke mit Holzschaftrest als Kompositobjekt zu diskutieren.

Bachelorarbeiten 2014

Identifizierung, Analyse und Konservierung von Textilfragmenten aus einer bergmännischen Bestattung aus Hettstedt, Sachsen-Anhalt
Bachelorarbeit von Dorothea Habel, 2014

1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin Gabriele Zink

Das Thema dieser Arbeit ist die Identifizierung, Analyse und Konservierung von Textilfragmenten einer bergmännischen Bestattung, die in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert wird. Sie stammt aus Hettstedt in Sachsen-Anhalt und wurde im Block geborgen. Die Textilfragmente, die unter der Schulter der Bergmannsuniform lagen, konnten nach vorbereitenden Maßnahmen als Mütze identifiziert werden. Mögliche Funktionen der Mütze, wie Hauskappe oder Rauchermütze, wurden aufgezeigt und vor dem Hintergrund der Bedeutung von Kopfbedeckungen im 19. Jahrhundert diskutiert. Die Mütze wurde aus Wolle gehäkelt und durch einen mit Leinwandgewebe bespannten Karton verstärkt. Für die Konservierung und Sicherung der Fragmente wurde ein Konzept erstellt.

Konzept zur Konservierung und Restaurierung eines Geschützrohres mit silbernen Motiv
Bachelorarbeit von Anna Eliese Puntigam, 2014

1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann; 2.Gutachterin: Dipl.-Restaurator (FH) Ulrike Uhlig

Die vorliegende Bachelor-Arbeit erarbeitet ein Konzept zur Restaurierung und Konservierung eines japanischen Geschützrohres mit silbernem Motiv. Das Geschützrohr wurde im Zuge von Bauerarbeiten der Uferböschung an der Spree am Monbijoupark in Berlin-Mitte geborgen. Das Geschützrohr befindet sich im Privatbesitz von G. Jendritzki. Die Arbeit umfasst die Ersterfassung des Objekts sowie dessen naturwissenschaftliche Analyse. Mittels einer Probereihe zur Freilegung und Reinigung und den Ergebnissen der Erfassung und wissenschaftlichen Analysen konnte ein konservatorisch-restauratorisches Konzept erstellt werden.

Eine Gürtelschnalle des sächsischen Gräberfeldes bei Immenbeck – Freilegung und Bergung sowie konservatorisch-restauratorische Maßnahmen
Bachelorarbeit von Katharina Steegmanns, 2014
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachter: Michael Sietz

Die Arbeit befasst sich mit der Bearbeitung einer Blockbergung aus einem sächsischen Gräberfeld bei Immenbeck, einem Ortsteil der Stadt Buxtehude. Sie wurde vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in den Jahren 2000 bis 2004 ausgegraben. Bei dem Fund, der etwa ins 4. bis 6. Jahrhundert n.Chr. datiert werden kann, handelt es sich um eine Gürtelschnalle aus Eisen. Vereinzelt haben sich auf der Metalloberfläche der Schnalle ehemals organische Materialien erhalten.

Gegenüberstellung der Möglichkeiten und Grenzen zeichnerischer und photogrammetrischer Dokumentationsverfahren während der Bearbeitung einer Blockbergung aus Niedersachsen, Immenbeck
Bachelorarbeit von Florian Westphal, 2014
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachter: Arie Kai-Browne, M.S.

Am Beispiel einer Blockbergung aus Niedersachsen, Immenbeck werden die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Dokumentationsverfahren in der Konservierung und Restaurierung gegenübergestellt und miteinander verglichen. Zum Einsatz kommt dabei die klassische Dokumentation mittels zeichnerischem Verfahren, die 2D-Photogrammetrie mittels AutoCAD und Adobe Photoshop sowie die 3D-Photogrammetrie mittels Agisoft Photoscan basierend auf dem Verfahren Structure from Motion. Ein quantitativer Vergleich und eine tabellarische Auswertung sollen Aufschluss über die Möglichkeiten und Grenzen geben.

Restauratorische Maßnahmen an einer neuzeitlichen Porzellanfigur aus dem Museum Angewandte Kunst, Frankfurt
Bachelorarbeit von Stefanie Wojtalla, 2014
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien; 2.Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Elke Kiffe

In dieser Bachelorarbeit geht es um die Restaurierung einer Porzellanfigur mit reversiblen Materialien. Bei der Figur handelt es sich um eine Figurengruppe aus fünf Putti mit dem Titel „Musizierende Engel“. Zu einer Objekterfassung wurden Untersuchungen zu den verwendeten Materialien von vorausgegangenen Restaurierungsarbeiten gemacht. Des Weiteren wurden Probereihen mit einem Acrylatesterpolymerisat als reversiblen Ersatzstoff zu den üblichen für Porzellanrestaurierung verwendeten Epoxidharzen getestet. Er soll bei einer Neurestaurierung für Klebung und Ergänzung verwendet werden.

Bachelorarbeiten 2013

Arsenbronzen – Identifizierung und Umgang
Bachelorarbeit von Janina Burkart, 2013
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Prof. Dr. Kay Kohlmeyer

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung einer Arsenbronze in Hinblick auf ihre Materialität und der damit zusammenhängenden Toxizität. Dabei wird auf die Möglichkeiten der Identifizierung, sowohl forensisch als auch instrumentell, und über Risiken einer Vergiftung hingewiesen. Die Untersuchungen wurden an einer unklassifizierte Arsenbronze vorgenommen, welche bei Ausgrabungen des DAIs in Tayma´ geborgen und in Kooperation an die HTW Berlin übergeben wurde. Zunächst wird dabei auf den archäologischen Kontext eingegangen und über Arsen und seine Risiken aufgeklärt. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten des qualitativen sowie quantitativen Nachweises vorgestellt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zusammengefasst und in Hinblick der Gefährdung ausgewertet.

Konservierung und Restaurierung einer Blockbergung aus Immenbeck
Bachelorarbeit von Laura Eberts, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Michael Sietz

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Bearbeitung einer Blockbergung aus dem alt-sächsischen Gräberfeld bei Immenbeck in Niedersachsen. Die enthaltenen Funde eines Messers mehrere Eisenringfragmente sowie eines Bronzeobjektes datieren ins 4.-6. Jahrhundert n. Chr. An allen Objekten haben sich Reste organischer Anhaftungen erhalten. Ziel der Arbeit ist die Dokumentation der einzelnen Plana, die Erfassung und Einordnung der beinhaltenden Objekte, deren Zusammenhang im Befund sowie Aussagen zu Herstellungstechnik und Rekonstruktion zu treffen. Die Auswertung des Objekt- zustandes sowie die Herleitung der Zustandsursachen mit Hilfe von naturwissen-schaftlichen Untersuchungen bieten die Grundlage des konservatorisch-restauratorischen Konzeptes. Hierbei wird die Problemstellung einer Befundsituation mit übereinander lagernden Einzelobjekten, sowie anhaftender Organik und die Auswirkungen einer Objekttrennung behandelt. Konservatorische Maßnahmen mit dem Augenmerk auf Stabilisierung chloridbelasteter Metalle, Schutz der Organik bei der Metallfreilegung und Einstellung der Umweltparameter bei der Lagerung werden diskutiert und dargelegt.

Identifizierung eines Pasticcio und Konzeptentwicklung zu dessen Konservierung und Restaurierung – eine altägyptische Osirisstatuette aus der Sammlung Joseph-Ferdinang von Österreich-Toskana.
Bachelorarbeit von Alexander Gatzsche, 2013
1. Gutachter: Prof. Dr. Kay Kohlmeyer, 2. Gutachter: Dr. Pavel Onderka

Die Osirisstatuette P 6169 des Prager Naprstek Museum weist ein sehr ungewöhnliches Erscheinungsbild auf: Neben einer auffälligen Oberflächenkorrosion entspricht vor allem seine krumme Form im Vergleich zu seinen feinen Oberflächendetails nicht anderen Exemplaren seiner Zeit. Erst in jüngster Zeit kam durch die Betrachtung von Vergleichsstucken der Sammlung des Joseph Ferdinand von Osterreich-Toskana der Verdacht auf, dass es sich bei diesem Objekt um ein Pasticcio handelt. Die besondere Herausforderung des Objektes ist dabei vor allem die Gewissheit zu schaffen, dass es sich bei dem Stuck um eine Statuette handelt, welches womöglich aus unterschiedlichen antiken Fragmenten in moderner Zeit zusammengesetzt wurde. Ziele der Bachelorarbeit sind zum einen die Entscheidungsfindung ob es sich P 6169 um ein Pasticcio handelt und zum anderen eine daraus abzuleitende Konzeptentwicklung von Konservierungs- und Restaurierungsmassnahmen. Neben der naturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Analyse des Objektes liegen die Schwerpunkte der Arbeit vor allem auf der ethischen Diskussion zur Herangehensweise an solch ein Objekt und die daraus resultierenden Anforderungen des Objektes an seine Erhaltung.

Festigung von Wachsbeschreibstoffen mittels PEG – Verschiedene Applikationsverfahren
Bachelorarbeit von Alena Körting, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Antonia Hoffman

Die folgende Arbeit befasst sich mit der Konservierung und Restaurierung zweier Wachsschreibtafeln des späten Mittelalters aus dem Besitz des Archäologischen Landesamtes für Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Diese wurden bei einer Stadtgrabung in Stralsund am 29.06.2008 in einem Holzschacht geborgen und als Forschungsobjekt an die HTW übergeben. Die natürlich auftretenden Abbauprozesse sowie der Befall durch Stachybotrys chartarum und dessen Sterilisation mittels Gammastrahlung führten zu einer Veränderungen der chemischen und physikalischen Eigenschaften des Originalmaterials. Aus diesen Gründen ist ein sachgerechtes Konservierung und Restaurierung der Objekte nötig. Der Schwerpunkt wird anlässlich des instabilen Originalmaterials auf den Applikationsverfahren für eine wirksame Konsolidierung mit Polyethylenglykol liegen. Basierend auf der Recherche möglicher Methoden werden theoretisch Ansätze entwickelt und hinsichtlich ihrer Eignung praktisch untersucht. Zusätzlich werden weitere notwendige konservatorische und restauratorische Maßnahmen ausführlich diskutiert.

Ein postmeroitischer Glasteller aus dem ägyptischen Wadi Qitna des Náprstek Museum Prag. Untersuchungen zu Klebung und Ergänzung
Bachelorarbeit von Irene Pamer, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Dr. Wolfgang Müller

Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem gravierten Glasteller aus der 1. Hälfte des  4.Jh.n.Chr., welches bei archäologischen Ausgrabungen des ägyptischen Instituts der Karlsuniversität Prag in den 1960er Jahren im ägyptischen Wadi Qitna gefunden wurde. In den Folgejahren wurde der Glasteller restauriert und im Náprstek Museum Prag ausgestellt. Nach nun mehreren Jahrzehnten sind er Überzug und die Klebungen der Altrestaurierung vergilbt und versprödet. Daher wird im Zuge einer neu geplanten Ausstellung im Museum die neue restauratorische und konservatorische Bearbeitung des Glastellers in dieser Bachelorarbeit geplant. Im Vordergrund dabei liegen die Klebung und Ergänzung des Glastellers mit reversiblen und langzeitstabilen Klebstoffen und Materialien, um ein ästhetisch ansprechendes und stabiles Ausstellungsobjekt wieder präsentieren zu können.

Die Konservierung und Restaurierung eines provinzialrömischen tauschierten Dosenortbandes aus Eisen aus Stappenbeck, Sachsen-Anhalt
Bachelorarbeit von Anna-Elisabeth Reide, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Dipl.- Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Bearbeitung eines provinzialrömischen Dosenortbandes aus Stappenbeck, Sachsen-Anhalt. Das Ortband ist aus Eisenblechen hergestellt und mit Messingtauschierungen verziert. Es datiert in die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. Das Ziel der Bachelorarbeit beinhaltet neben der Konservierung und wissenschaftlichen Erforschung des Objekts eine Verbesserung der Lesbarkeit der Tauschierung. In einer Probereihe wird das Acrylatesterharz Paraloid™B72 als Bindemittel mit verschiedenen Füllstoffen versetzt, um ein geeignetes Ergänzungsmaterial für die Fehlstellen auf der Vorderseite des Objekts zu ermitteln, die eine Erfassung der Tauschierungen beeinträchtigen.

Analyse, Bergung und Konservierung einer bergmännischen Kopfbedeckung aus Hettstedt, Sachsen-Anhalt
Bachelorarbeit von Nicole Rische, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Prof. Dr.-Ing. Thomas Schneider

Im Rahmen der Bachelorarbeit wird eine bergmännische Kopfbedeckung aus Bodenlagerung analysiert, geborgen und konserviert. Sie stammt aus Hettstedt, Sachsen-Anhalt. Die Analyse umfasst die Bestimmung der technischen Merkmale der Textilien und die Erfassung der Stützkonstruktion sowie die Bestimmung der Oberflächenbehandlung des Lederschirmes. Für eine vollständige Analyse ist es nötig, die Kopfbedeckung vom Schädel, mit dem sie aus der Bergmannsbestattung geborgen wurde, zu trennen. Dafür wird der Komplex gedreht. Um für diesen Vorgang eine stützende Verschalung auf der Oberfläche zu erzeugen, werden Proben zur Anfertigung einer stabilen Form aus einem Gewebe und einem Klebstoff auf Acrylatbasis durchgeführt. Vor der Trennung von Kopfbedeckung und Schädel werden verschiedene Methoden diesbezüglich getestet. Ziel der Analyse ist die deskriptive und zeichnerische Teilrekonstruktion und die typologische Einordnung.

Ein mittelalterliches Inschriftentäfelchen aus Quedlinburg, Sachsen-Anhalt. Lesbarmachung sowie Konservierung und Restaurierung eines Bleiamuletts des 12. Jahrhunderts
Bachelorarbeit von Vanessa Sever, 2013
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Dr. Christian-Heinrich Wunderlich

Die Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse, Lesbarmachung und Konservierung eines mittelalterlichen Inschriftentäfelchen aus Blei. Die innen liegende Inschrift des mehrfach gefalteten Amuletts soll zunächst mit berührungsfreien Methoden analysiert werden. Eine µ-Computertomographie bestätigt die Anwesenheit einer Inschrift, kann diese aber nicht vollständig lesbar machen. Eine Neutronentomographie visualisiert den Verlauf der Faltung, die Inschrift kann mit den gewählten Untersuchungsparametern aber auch nicht sichtbar gemacht werden. Schließlich werden Versuche zur Erhaltung rezenter Versuchskörper durchgeführt. Sie zeigen mögliche materialtechnische Auswirkungen einer Risikominimierung. Abschließend werden Maßnahmen für die Konservierung des  Bleitäfelchens konzipiert und Parameter für den langfristigen Erhalt formuliert.

Bachelorarbeiten 2012

Eine frühzeitliche Eisennadel aus Tayma. Möglichkeiten und Grenzen bei der Freilegung von archäologischem Eisen.
Bachelorarbeit von Daniela Drechsler, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Die Bachelor-Arbeit befasst sich mit der Restaurierung und Konservierung einer Eisennadel der frühen Eisenzeit, die in Folge ausgeprägter Korrosion stark fragmentiert und sehr fragil vorliegt. Die Nadel wurde im Zuge archäologischer Untersuchungen durch das DAI im Jahr 2010 in Tayma, Saudi-Arabien aus der Brandschicht eines vermutlichen Tempels geborgen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Konzepterstellung zur Freilegung des Objektes anhand einer ausführlichen Dokumentation des Erhaltungszustandes, umfassender naturwissenschaftlicher Untersuchungen, sowie Probereihen zur Stabilisierung während der Objektbearbeitung. Daneben werden Überlegungen zu einer geeigneten Verpackung für den Rücktransport nach Saudi- Arabien und die Lagerung vor Ort angestellt, die insbesondere die dortigen Lagerungs- und geografisch bedingten Klimaverhältnisse berücksichtigt. Während der restauratorischen Maßnahmen werden die Grenzen der Bearbeitbarkeit der Nadel aufgezeigt und Schritte der Erhaltung aus dem der starken Fragilität geschuldeten Zustand diskutiert.

Fayence Perlen aus Tayma - Erfassung des Komplexes und Erarbeitung präventiver Maßnahmen
Bachelorarbeit von Bianca Dreisow, 2012
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einem Perlenkomplex aus Tayma (Saudi-Arabien), welcher neben Glas und Stein hauptsächlich aus ägyptischer Fayence besteht. Zu Beginn erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Objektmaterialien, deren Eigenschaften und Zusammensetzungen untersucht werden. Anhand dieser Betrachtung, werden die Erhaltungszustände der insgesamt 37 Perlen erfasst. Dies geschieht durch die Erarbeitung eines Erfassungssystems, durch dem sich jede Perle in eine selbst definierte Kategorie einordnen lässt. Das Ziel der präventiven Maßnahmen, ist es ein geeignetes Verpackungskonzept mit dem Schwerpunkt auf die präventive Konservierung zu erstellen. Die Perlen sind ein Teil eines größeren Komplexes aus Gefäßfragmenten und figürlichen Darstellungen, welcher zusammen zurück nach Tayma transportiert werden soll. Daher setzen sich die Anforderungen an die Verpackung aus der Zusammenführung der Komplexe, der Langzeitaufbewahrung und der Transportsicherung zusammen. Im Rahmen dieser Arbeit erfolgt die Umsetzung für den Perlenkomplex.

Ein Konzept zur Konservierung und Restaurierung glasierter Terrakottareliefs aus Myanmar
Bachelorarbeit von Gina Mimi Franziska Eichmüller, 2012
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Dipl.-Rest. Toralf Gabsch, M.A.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem Restaurierungs- und Konservierungskonzept für den Umgang mit 120 gebrannten und glasierten Tonreliefs aus Myanmar. Die Reliefplatten stammen aus dem 13. Jahrhundert und werden heute im Museum für Asiatische Kunst in Berlin aufbewahrt. Die Arbeit wurde von der Fragestellung geleitet, wie es möglich ist, einen Fundkomplex in dieser Größenordnung konservatorisch und restauratorisch aufzubereiten und handhabbar zu machen. Den Ergebnissen und Empfehlungen dieser Arbeit liegen eine umfassende Zustandsaufnahme und Analyseergebnissen verschiedener naturwissenschaftlicher Untersuchungen zugrunde. Die im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen sind allgemeingültig und lassen sich auf den gesamten Fundkomplex mit seinen unterschiedlichen Erhaltungszuständen anwenden. Ein zentrales Anliegen dieser Arbeit ist es dabei, die entwickelten restauratorischen- und konservatorischen Maßnahmen mit den ästhetischen Ansprüchen an den Fundkomplex in Einklang zu bringen. Zumal der Fundkomplex in den Folgejahren aller Voraussicht nach im zukünftigen Humboldt-Forum ausgestellt wird.

Konzept zur Konservierung und Restaurierung eines frühneuzeitlichen Komposit-Messers aus Ribnitz, Mecklenburg-Vorpommern
Bachelorarbeit von Inci Eroglu, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A.

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Erstellung eines Konservierungskonzeptes für ein frühneuzeitliches  Komposit- Messer aus Eisen und Geweih. Es wurde 1998 in Ribnitz, Mecklenburg- Vorpommern ausgegraben und lagert seit 2004 im Depot der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Grundlage der Konzepterstellung ist eine detaillierte Zustandsdokumentation sowie eine Diskussion der vorhandenen Literatur, die sich mit der Konservierung von Geweihartefakten beschäftigt. Die Priorität soll dabei auf den Maßnahmen für die Erhaltung der Geweih- Komponente, sowie auf den Problematiken der Komposit- Situation im Hinblick auf den Langzeiterhalt des Messers liegen.  Das Konzept umfasst eine Reinigung des Geweihs, die partielle Entfernung der Korrosion, sowie die Festigung des Materials, basierend auf einer Versuchsreihe am Originalmaterial. Sie beinhaltet des weiteren Hinweise für die Verpackung und Lagerung des Objekts.

Restauratorische Maßnahmen an einem Holz-Eisen-Objekt aus Wodarg – Untersuchungen und Konzeptentwicklung
Bachelorarbeit von Maya Görgler, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. (des.) Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Die Arbeit befasst sich mit möglichen Konservierungs- und Restaurierungsmethoden für einen nass gelagerten mittelalterlichen Nierendolch aus Holz und Eisen. Dafür werden an dem archäologischen Kompositobjekt Untersuchungen zum Erhaltungszustand und für mögliche Feuchtreinigungs- und Freilegungsmethoden durchgeführt. Eine Probereihe zur kontrollierten Trocknung von archäologischem Nassholz soll außerdem zeigen, ob ein solches Objekt in gutem Erhaltungszustand ohne Zuhilfenahme von Festigungsmitteln mit befriedigenden Ergebnissen getrocknet werden kann. Die Untersuchungen und Literaturrecherchen münden schließlich in einem Restaurierungskonzept mit Angaben zu den durchzuführenden praktischen Maßnahmen.

Entwicklung konservatorischer Ansätze für die Erhaltung eines wassergesättigten organischen Komposit-Fundes aus Pflanzenfasern und Holz des hochmittel-alterlichen Erzbergwerks in Dippoldiswalde
Bachelorarbeit von Henriette Henning, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2.Gutachter: Diplom - Restaurator (FH) Philipp Schmidt-Reimann

Thema der Bachelor-Arbeit ist die Entwicklung konservatorischer Ansätze für die Erhaltung eines wassergesättigten organischen Komposit-Funds aus Pflanzenfasern und Holz des hochmittelalterlichen Erzbergwerks in Dippoldiswalde. Die Arbeit befasst sich mit der Recherche der möglichen Konservierungsmethoden von wassergesättigten Hölzern und Seilen. Auf Grundlage eines Vergleichs der recherchierten Methoden, werden Ansätze zur Konservierung der Materialien im kompositären Verbund gegeben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung eines adäquaten Konsolidierungs- und Trocknungssystems.

Entwicklung einer reversiblen Ergänzung eines Keramikgefäßes
Bachelorarbeit von Caspar-Tom Kern, 2012
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Nina Loschwitz

Das Ziel der Bachelor-Arbeit ist die Konservierung und Restaurierung eines Keramikgefäßes (Kanne) eingetragen in der Sammlung „Antiker Kleinkunst“ Universität Jena, 1. – 4. Jh. n. Chr., Beseitigung der Altrestaurierung, Neurestaurierung bei gleichzeitiger Entwicklung einer reversiblen Ergänzung des Keramikgefäßes. Zunächst wird die Frage nach der Einordnung des historischen Fundes mit anderen Fundstücken verglichen. Danach erfolgt eine Übersicht über unterschiedliche Methoden bei der Beseitigung der Altrestaurierung. Dargelegt werden verschiedene Möglichkeiten, den Sinter auf den Keramikscherben zu beseitigen. Danach wird die Möglichkeit einer reversiblen Ergänzung vorgestellt.

Konservierung und Restaurierung eines Spartanischen-Klingenfragmentes aus Mecklenburg-Vorpommern – Untersuchung zur  Beständigkeit von Stabilisierungsverfahren.
Bachelorarbeit von Sebastian Lang, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig 

Der Hauptbestandteil dieser Arbeit ist über die Problemstellung des stark fragilen Klingenfragments aus Mecklenburg Vorpommern eine Stabilisierungsmaßnahme zu entwickeln, die eine Konservierung standhält und eine restauratorische Nachbearbeitung ermöglicht. Um das Schwertklingenfragment nicht zu beschädigen, ist zu diesem Zweck archäologisches Probenmaterial hinzugezogen worden, das Erkenntnisse über die Verbindungseigenschaften von Technovit 5071 innerhalb der Entsalzungsbäder ergeben soll, sowie ob das Technovit 5071 den Ansprüchen der verschiedenen Entsalzungsmaßnahmen in der chemischen Struktur standhalten kann. Eine Werkstoffprüfung soll zudem weitere aufschlussreiche Beurteilungen erzielen, ob das Kunstharz Technovit 5071 sich unter den genannten Bedingungen, bezüglich der nötigen Festigkeit und Verbindungskraft als geeignet herausstellt.

Ein preußisches Pistolenfragment aus Wismar – Konzepterstellung zur Konservierung und Restaurierung eines wassergelagerten Kompositobjektes aus Buchenholz-Messing-Eisen.
Bachelorarbeit von Kristin Noack, 2012
1. Gutachterin: Prof. Dr. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Dipl. Rest. (FH) Michael Sietz

Die Bachelorarbeit befasst sich mit einer Konzepterstellung, die auf Probereihen aufbaut, welche den Fokus auf feucht gelagerten Kompositobjekte legen. Bei dem Objekt, welches den Hintergrund für die Probereihe bildet, handelt es sich um ein Pistolenfragment mit Schaft aus Holz und Metall. Die Handfeuerwaffe aus der Mitte des 18. Jh. konnte 2001 in Mecklenburg Vorpommern geborgen werden. In den Probereihen werden das Polyethylen Glycol (PEG), die Lactitol – 10% Trehalose Methode, Ethylalkohol – PEG sowie die Lösemitteltrocknung mit Diethylether angewandt und auf ihre Korrosionseigenschaften in Hinblick auf Eisen und Messing überprüft. Abschließend wurde die verlangsamte Trocknung ausgewählt, um einen Vergleich der verschiedenen Konservierungsmethoden zu erhalten. Anhand der Ergebnisse aus den Probereihen konnte eine Behandlung mit Lacitol und Trehalose als geeignete Methode für das Pistolenfragment ermittelt werden. Zudem werden Maßnahmen zur adäquaten Lagerung genannt. Abschließend wird das Konzept für die Konservierung des Pistolenfragmentes vorgestellt.

Fayencen aus Tayma -Untersuchungen zu konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen
Bachelorarbeit von Johanna Pröbstle, 2012
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Konzepterstellung zum Erhalt Ägyptischer Fayencen aus Tayma mittels restauratorischer und konservatorischer Maßnahmen, sowie dessen Umsetzung an den Objekten. Außerdem soll das erstellte Konzept zukünftigen Restaurierungsarbeiten an ähnlichen Objekten in Tayma als Grundlage dienen. Für die Konzepterstellung wurden sowohl makroskopische und mikroskopische Untersuchungen an den Objekten, als auch Röntgenfluoreszenzanalysen zur Ermittlung färbender Bestandteile an den Glasuren durchgeführt. Anhand der Untersuchungen wurde ein Konzept erstellt, welches die Reinigung, Festigung und Klebung mancher Objekte vorsieht. Abschließend wurden diese Maßnahmen an den Objekten umgesetzt.

Bachelorarbeiten 2011

Rekonstruktion des Metallsarkophags von Conrad v. Burgsdorff
Bachelorarbeit von Mercedes Gransow, 2011
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

In dieser Bachelorarbeit wird eine Rekonstruktion des Blei-Zinn-Sarkophag des Conrad von Burgsdorff angestrebt, der auf die Mitte des 17. Jahrhunderts datiert wurde. Der Sarkophag wurde 2009 während einer Grabungskampagne des Landesdenkmalamtes am Schlossplatz Berlin geborgen und in den folgenden Monaten von Studenten der HTW Berlin bearbeitet. Für die Rekonstruktion wurden eine Reihe von Untersuchungen am Sarkophag und Vergleiche mit anderen Metallsarkophagen und Bestattungen des 17. Jahrhunderts durchgeführt. Die Rekonstruktion wird sowohl grafisch als auch digital erarbeitet.

Barockzeitliche Textilien aus einer Bestattung vom Schlossplatz Berlin
Bachelorarbeit von Samy Mahjoub, 2011
1. Gutachterin: Dr. des. Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut

Ziel der BA-Arbeit ist die Klärung der Materialität und Funktion der Textilfragmente. Anhand der Materialbestimmung wird zunächst der Herstellungstechnik nachgegangen und am Kontext die ursprüngliche Funktion des Gewebes bestimmt. Mittels naturwissenschaftlicher Untersuchungen am Material, der Fundumstände und Vergleichsfunden soll ermittelt werden, ob die Textilreste von Kleidungsstücken oder etwa von einer Sargbespannung des kaum erhaltenen Innensarges stammen; letzteres wäre eine wichtige Erkenntnis für eine Rekonstruktion des Sarges mit seinem Innensarg. Nachforschungen über Bestattungsriten, Herstellungstechniken der Särge und der Mode im Barock können hilfreich sein, um diese Frage zu klären. Anhand von Untersuchungen zur Herstellungstechnik sollen möglichst viele Erkenntnisse gesammelt werden, um eine Rekonstruktion des Gewebes zu ermöglichen. Dies soll in dieser Arbeit mit einem 3D-Modell versucht werden. Für eine Ausstellung scheinen die Objekte für sich genommen unscheinbar, jedoch enthalten sie Informationen, die durch heranziehen vergleichbarer Objekte zu weiteren Erkenntnissen führen können.

Konzepterstellung zur Konservierung und Restaurierung eines hölzernen, wassergelagerten Pfeifenfutterals
Bachelorarbeit von Silke Wiedmann, 2011
1. Gutachterin: Prof. Dr. (des.) Alexandra Jeberien, 2. Gutachter: Dipl. Rest. (FH) Michael Sietz

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Konservierung eines wassergelagerten Pfeifenfutterals, welches 2009 in Schwerin geborgen werden konnte. Zunächst wurde das Pfeifenfutteral erfasst und in seinem Zustand dokumentiert. Da das Kompositobjekt aus Holz und Messing nicht mit der üblichen Polyethylenglycol-Tränkung konserviert werden kann, werden aus der gängigen Literatur alternative Methoden vorgestellt und erörtert. Eine Auswahl davon wurde in einer Probereihe zur Nassholzkonservierung getestet. Aus den Ergebnissen der Probereihe konnte anschließend eine Behandlung mit Lactitol und Trehalose als geeignete Methode für das Pfeifenfutteral ermittelt werden. Am Ende dieser Arbeit steht ein Konzept zur Konservierung und Restaurierung des Pfeifenfutterals.

Bachelorarbeiten 2010

Die Lederbespannung eines barocken Sargdeckelfragments einer Adelsgruft aus Berlin-Mitte
Bachelorarbeit von Oliver Baumgart, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin Maya Ossig

Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich mit der Bearbeitung von archäologischem Leder auseinander. Das Objekt, das auf das Ende des 17. Jhs. datiert ist, ist die Lederbespannung eines Eichenholzsarges, der zusätzlich mit Linsenkopfnägeln aus Messing verziert ist. Neben einer kulturhistorischen Zuordnung setzt sich die Arbeit zum Ziel, eine genaue Dokumentation der Lederbespannung zu erstellen, sowie eine Auswertung des Erhaltungszustandes in Vorbereitung auf die anstehende Konservierung durch den Masterstudiengang auszuarbeiten. Unter der Berücksichtigung der Beeinflussung verschiedener Werkstoffe (Holz, Leder, Messing, Eisen) untereinander sollen mögliche Ursachen für den Erhaltungszustand ermittelt werden. Das Objekt soll für die Konservierung basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungen sachgemäß gereinigt und anschließend für die weitere Aufbereitung gelagert werden. Die verschiedenen Reinigungsmethoden werden vorgestellt, diskutiert und wenn möglich am Objekt durchgeführt.

3D-Rekonstruktion eines barocken Kindersarges aus Berlin-Mitte 
Bachelorarbeit von Brit Göring, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Phillip Schmidt

Auf dem Areal der ehemaligen Domkirche in Berlin Mitte wurde 2008 eine Gruft mit Särgen des ausgehenden 17. Jahrhunderts entdeckt. Gegenstand der Bachelorarbeit ist der Sarg von Charlotte Louisa von Canitz - die Tochter eines am Hofe tätigen adligen Diplomaten. Der hölzerne Sarg ist mit Ziegenleder bespannt und mit vergoldeten Linsenkopfnägeln aus Messing beschlagen. Die Eichenbretter und das Leder sind durch die feuchte Erdlagerung stark abgebaut. Die Form des Sarges ist durch aufliegendes Gewicht nicht mehr erhalten. Im Mittelpunkt der Arbeit wird der Frage nach dem ursprünglichen Gesamtbild des Sarges nachgegangen. Dazu werden sowohl Hinweise zu Größe und Gestalt, als auch Informationen zu den verwendeten Materialien gebündelt und ausgewertet. Aus dem noch jungen Gebiet der neuzeitlichen Gruftforschung werden anschließend zahlreiche Vergleichsobjekte vorgestellt. Die Ergebnisse münden in einer dreidimensionalen CAD-Rekonstruktionszeichnung des Sarges, deren Erstellung schrittweise erläutert wird.

Ausgewählte islamische Metallgefäße aus den Staatlichen Museen zu Berlin
Masterarbeit von
Mahmud Ibrahim, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Claus-Peter Haase

Das Objekt meiner Arbeit ist eine Schale, hergestellt aus Bronze, die aus der Region Nischapur im Iran stammt. Sie wurde vom Museum für islamische Kunst Berlin zur Verfügung gestellt. Der Direktor des Museums Herr Prof. Dr. Claus-Peter Haase hat sie für diese Masterarbeit bereitgestellt. Durch einen Schlag an der Unterseite fehlt ein großer Teil des Bodens der Schale. Ziel der Restaurierung ist die Entfernung der Korrosionsprodukte und die Freilegung eines Teils der Schalenoberfläche. Es folgt ein Versuch, das Stück in einigen Bereichen zu ergänzen. Nach der Freilegung und Ergänzung einiger Proben von der Oberfläche wird die Schale mit einem Überzug aus Lack und Wachs vor Neukorrosion geschützt. Dadurch werden verschiedene Materialien und Geräte zur Freilegung, Ergänzung und Konservierung verwendet. Die Arbeit wurde in einem Arbeitsraum der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft durchgeführt.

Stecknadeln einer adligen Kinderbestattung des ausgehenden 17. Jahrhunderts - Untersuchung und Möglichkeiten der Freilegung und Konservierung
Bachelorarbeit von Marianne Landvoigt, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Chrisitian Stadelmann, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Michael Sietz

Ziel der Bachelorarbeit ist es einen weiteren, kleinen Teilaspekt der noch wenig erforschten Sepukralkultur der Neuzeit zu beschreiben. Speziellen Sargbestandteilen, wie Stecknadeln wurde in archäologischen Untersuchen bisher wenig Beachtung zuteil, so dass die veröffentlichten Befunde eher dürftige Informationen liefern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt aus diesem Grund zu einem großen Teil auf der Untersuchung der Herstellung und Verwendung der Nadeln. Die vorgeschlagenen Möglichkeiten zur Freilegung und Konservierung sollen zudem dazu beitragen, fragile Objekte wie diese zu erhalten und weiterhin erfahrbar zu machen. Auf eine Durchführung der restauratorischen Bearbeitung wurde innerhalb der Arbeit zugunsten der intensiven Auseinandersetzung mit kulturgeschichtlichen Aspekten verzichtet.

Auswertung der Konsolidierung von stark abgebautem Feuchtholz mit Primal WS 24 am Beispiel eines barockzeitlichen Holzsarges
Bachelorarbeit von Susanne Litty, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Konsolidierungsmethode von stark abgebautem Feuchtholz mittels der Acrylharzdispersion Primal WS24 auseinander. Bei dem gefestigten Objekt handelt es sich um einen barocken Kindersarg einer Grabung in Berlin/Mitte. Neben einer detaillierten Darstellung des Objekthintergrunds und der speziellen Problematik bezüglich des sehr stark abgebauten Zustands des Objekts, sollen die Gründe für die Entscheidung einer Festigung mit Primal WS24 genannt werden. Untersuchungen zum Festigungsverhalten und Penetration des Holzes durch die erstmalig bei Feuchtholz angewendeten Konsolidierungsmethode stehen im Vordergrund. In einer abschließenden Zusammenfassung werden die Ergebnisse dieser Analysen im Hinblick auf die weitere Verwendung der Dispersion zur Holzfestigung ausgewertet und kritisch diskutiert.

Reinigung und Verpackungsproblematik mittelalterlicher archäologischer Glasmalerei
Bachelorarbeit von Lony Nickel, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Dr. Wofgang Müller

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Festigung und anschließenden Reinigung von archäologischen Glasmalereifragmenten anhand einiger Glasbruchstücke des ca. 2500 Fragmente umfassenden Fundes aus dem Kloster Zarrentin. Im Vordergrund der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Festigungsmitteln und Reinigungsverfahren. Das Ziel der Untersuchungen war es ferner die Wirkung der gegen die Korrosionskrusten angewandten Mittel zu vergleichen und so die bestmögliche Methode, auch für möglicherweise noch vorhandene Bemalung, zu ermitteln. Ebenso werden die für eine Verpackung von archäologischem Glas im Allgemeinen, als auch eines so umfangreichen Fundes zu berücksichtigenden Parameter und Faktoren betrachtet.

Klebung fragiler vorgefestigter Fragmente aus Grab 374 (Schlossplatz Berlin Mitte)
Bachelorarbeit von Dorte Schaarschmidt, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es einen Vorschlag zu erarbeiten, nachdem die Fragmente des Sarges aus Grab 374 wieder zusammengefügt werden. Die Fragmente gehören zu einem barockzeitlichen Kindersarg aus einer Adelsgruft am Schlossplatz in Berlin Mitte und werden seit ihrer Bergung zu Beginn 2009 restauratorisch betreut. Zunächst werden die bereits durchgeführten restauratorischen Maßnahmen beschrieben und der gegenwärtige Erhaltungszustand erfasst. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der klebetechnischen Problematik des Zusammenfügens der Kompositfragmente. Im Rahmen einer Probereihe werden für die Klebung bzw. Ergänzung geeignete Materialien getestet und bewertet. In der abschließenden Zusammenfassung wird letztlich ein Vorschlag zur Restaurierung des Objektes unterbreitet.

Ein zeitgenössischer Kriegsschild aus Papua Neuguinea, Festigung eines bemalten Metallobjektes 
Bachelorarbeit von Ina Scheunemann, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Konservierung eines bemalten Kriegsschildes aus Metall aus dem Hochland in Papua Neuguinea. Eigentümer ist das Auckland War Memorial Museum in Auckland, Neuseeland. Der Schild wurde ausführlich in seinem Zustand erfasst und untersucht. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden verschiedene Konservierungsmethoden und Materialien vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit überprüft. Der Schwerpunkt in der Konservierung liegt dabei auf der Festigung der durch Korrosion abplatzenden PVAc-Malschicht. Es werden die Schwierigkeiten erörtert und ein geeignetes Konzept entworfen und angewendet. Abschließend erfolgt die Auswertung der Methodik und es werden Hinweise zum Umgang, zur Lagerung und zur Ausstellung des Objektes aufgeführt.

Bearbeitung einer vorderasiatischen Metallarbeit aus dem 19. Jahrhundert
Bachelorarbeit von Franziska Schlicht, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Kay Kohlmeyer, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Iris Hertel

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Restaurierung und Konservierung des Kästchens Opp. 354. Das Sammlungsobjekt stammt aus dem Vorderasien des 19. Jahrhunderts (Iran/Syrien) und wird dem Sammler Oppenheim1 zugeschrieben. Eigentümer des Objektes ist das Museum für Islamische Kunst Berlin. Zwei Themenschwerpunkte werden dabei auf der Erkennung von Bearbeitungsspuren und auf der Analyse der Oberflächenbehandlung des Objektes liegen. Anschließend wird das Vorgehen bei der Freilegung des Objektes unter Berücksichtigung der vorhandenen Schichtreste besprochen. Im Weiteren versucht die vorliegende Arbeit die vorhandenen Bearbeitungsspuren und Ziertechniken zu interpretieren und ihre Herstellung anhand von Fachliteraturbeispielen, Interviews mit ausgebildeten Metallgestaltern und durch Selbstversuche nachvollziehbar zu machen.

Bearbeitung textiler Fragmente aus einer barockzeitlichen Kinderbestattung
Bachelorarbeit von Franziska Schrader, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Britt Nowak Böck

Inhalt dieser Bachelorarbeit ist die Dokumentation von textilen Fragmenten, welche aus einer barockzeitlichen Kinderbestattung stammen. Eingangs wird der archäologische Hintergrund erläutert. Die Fragmente liefern Informationen zu der (Innen-) Ausstattung eines barocken Sarges. Diese Informationen, besonders der textile Charakter der Fragmente ist nur schwer zu lesen, daher liegt das Hauptaugenmerk der Arbeit auf der Analyse und Untersuchung, um so viel Angaben wie möglich zu ermitteln. Dazu gehören auch naturwissenschaftliche Untersuchungen, darunter mikroskopische Analysen,
das Anfertigen von Anschliffen, FTIR und RFA sowie nasschemische Untersuchungen. Am Ende der Arbeit wird ein Ausblick auf kommende Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen gegeben.

Restaurierung und Konservierung der Stirnplatte vom Blei-Zinn-Sarkophag des Conrad von Burgsdorff
Bachelorarbeit von Karol Suchak, 2010
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Die Zielsetzung dieser Bachelorarbeit ist die punktuelle mechanische Freilegung und Konservierung der Oberfläche der Stirnplatte im Kopfbereich des Blei-Zinn-Sarkophags des Conrad von Burgsdorff. Der auf die Mitte des 17. Jahrhunderts datierte Sarkophag wurde während der Grabungskampagne 2009 vom Landesdenkmalamt am Schlossplatz in Berlin-Mitte im Block geborgen und in den folgenden 18 Monaten von Studenten der HTW Berlin bearbeitet. Hierbei wurde auch die Stirnplatte partiell vom aufliegenden Festigungsmittel Cyclododecan befreit. Die Arbeit befasst sich hauptsächlich mit der Beschreibung, materialkundlichen Untersuchung und Freilegung der Oberfläche und geht auf die zukünftige Konservierung und die Problematik beim Umgang mit Bleiobjekten ein.

Bachelorarbeiten 2009

Tränkung von niedrig gebrannter, poröser Keramik - Eine neolithische Großkeramik aus Selchow, Lkr. Dahme-Spreewald, Brandenburg 
Bachelorarbeit von Sabine Beck und Katrin Lück, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Priska Schilling

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Bergung, Konservierung und Restaurierung einer neolithischen Großkeramik. Sie wurde 2007 in Selchow, Lkr. LDS, Brandenburg, geborgen. Während der Blockausnahme zeigt sich, dass es sich nicht nur um ein Gefäß handelt, sondern um vier in einander gestellte Gefäße. Aufgrund des extrem schlechten Erhaltungszustandes, sind umfangreiche konservatorische Maßnahmen nötig. Die Restaurierung konzentriert sich auf die Großkeramik und das datierende Gefäß. Es wird Wert auf eine ansprechende Objektmontage gelegt. Abschließend erfolgt eine Diskussion über gängige Festigungsmittel für Keramik in der Restaurierung. Anhand einer Versuchsreihe soll ermittelt werden, welches Festigungsmittel in hoher Konzentration zu gutem konservatorischen Erfolg führt.

Ein slawischer Langsax aus Usadel, Kreis Neustrelitz - Fragen zum Umgang mit Altrestaurierungen 
Bachelorarbeit von Joana Denien, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Alexandra Jeberien M.A.

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Entergänzung, Freilegung und Konservierung eines slawischen Langsax aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Ausgrabung erfolgte vor ca. 30 Jahren, also im Zeitraum von 1980 bis 1989, auf einem Gräberfeld in Usadel, Mecklenburg-Vorpommern. Der Langsax wurde in dieser Zeit bereits freigelegt und zeigt Altrestaurierungen. Dennoch können einige Brüche festgestellt werden (optisch und mithilfe des Röntgenbildes). Sie sind auf eine unsaubere Ausführung der Maßnahmen zurückzuführen und müssen gelöst werden. Hierfür erfolgen Lösemitteltests und eine FTIR-Analyse des verwendeten Klebstoffs. Nachdem der alte Klebstoff vollständig entfernt wurde, muss in einigen Bereichen weiter freigelegt werden, um Sand und Korrosion zu entfernen. Da die Oberfläche, die aus organischen Schichten (Holz, Leder und Textil) besteht, mit einem Festigungsmittel überzogen ist, wird die Schicht angelöst und die Oberfläche so Schritt für Schritt freigelegt. Nach der Restaurierung erfolgt die Festigung und das erneute Zusammensetzen des Sax. Abschließend wird versucht, anhand von Rekonstruktionszeichnungen das ursprüngliche Aussehen des Langsax zu veranschaulichen.

Hochmittelalterliches Messer mit bronzenen Messerscheidenbeschlägen aus Grab 21, Basedow, Kreis DM, Mecklenburg Vorpommern
Bachelorarbeit von Ilona Hinneburg, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Konservierung und Restaurierung eines eisernen Messers und der zur Scheide gehörenden Bronzebeschläge. Diese slawischen Grabbeigaben des 11. bis 13. Jahrhunderts wurden 2005 in Basedow, Mecklenburg Vorpommern geborgen. Eigentümer ist das Archäologische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern, Schloss Wiligrad. Zunächst erfolgt die Beschreibung der Objekte in Aussehen und Zustand. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den mineralisierten, organischen Resten der Messerscheide. Anschließend werden die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Montage dieses Fundkomplexes erörtert. Des Weiteren versucht die Arbeit die zahlreichen Verzierungen der Bronzebeschläge zu katalogisieren und ihre Herstellung anhand von Fachliteratur und Selbstversuchen nachvollziehbar zu machen.

Die Konservierung eines Eisensax' aus Grab 270 des alamannischen Gräberfelds am Sandberg bei Bopfingen, Ostalbkreis 
Bachelorarbeit von Jamina Hirschberg, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Alexandra Jeberien M.A.    

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Konservierung eines eisernen Sax' aus dem alamannischen Gräberfeld "An der Steig" bei Bopfingen. Er wurde während der Grabungskampagne 1991/ 92 vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg entdeckt und geborgen. Der Sax soll zunächst in seinem Zustand erfasst und dokumentiert werden. Das Ziel der Bearbeitung besteht in der Konservierung der eisernen Elemente des Sax' und in der Festigung der mineralisierten organischen Reste an der Griffangel. Durch einen Vergleich gängiger Literatur werden verschiedene Bearbeitungsmethoden vorgestellt, erörtert und auf ihre Anwendung auf den Sax hin untersucht. Abschließend wird die ermittelte Methode auf den Sax angewandt und das Ergebnis ausgewertet.

Hallstattzeitliche Trensenbestandteile aus Grab 26 in Riedenburg-Untereggersberg, Lkr. Kehlheim, Niederbayern 
Bachelorarbeit von Lisa Kröning, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A.

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Restaurierung und Konservierung zweier Trensen aus Eisen und Knochen, die aufgrund ihrer starken Fragmentierung im Block geborgen wurden. Ein Schwerpunkt wird hierbei auf die Zustandsdokumentation und Bearbeitung des Eisens gelegt. Die Trensen stammen aus dem Grab eines hallstatt- und frühlatènezeitlichen Gräberfeldes bei Riedenburg-Untereggersberg, im Landkreis Kehlheim in Niederbayern. Die Ausgrabung fand in den Jahren von 1986 bis 1991 statt. Unter Zuhilfenahme von Vergleichsfunden werden die Fragmente im Anschluss an die Bearbeitung ausgewertet und die Trensen rekonstruiert.

Ein Gladius aus Pasewalk - Fragestellung zur Freilegung tauschierter Bereiche 
Bachelorarbeit von Natalie Lehnhardt, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Gegenstand der Bachelorarbeit ist ein römisches Kurzschwert - mit dem lateinischen Namen Gladius - aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Bearbeitungen und Ausdeutungen ist das Objekt unter verschiedenen Fragestellungen untersucht und anschließend restauriert und konserviert worden. Dabei wird das Schwert über das Röntgenbild, die Röntgenfloureszensanalyse und der Computertomografie ausgewertet. Die daraus resultierenden Erkenntnisse - die des Damaszenerstahls und der Verzierung in Form einer Tauschierung - werden im laufe der Arbeit vorgestellt. Mit Hilfe der Voruntersuchungen konnte die Restaurierung und Konservierung der Tauschierung und des gesamten Schwertes erstellt und mit verschiedenen Mitteln und Bearbeitungsmethoden durchgeführt werden. Die Arbeit schließt mit der Zusammenfassung der Ergebnisse und weiteren Hinweisen.

Möglichkeiten und Hilfsmittel der Rekonstruktion deformierter Objekte. Anwendung an einer Radnabe des Wagengrabes von Riedenburg Untereggersberg, Landkreis Kelheim, Niederbayern
Bachelorarbeit von Dominika Lewicka, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Kay Kohlmeyer

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Schaffung eines verbalen und bildlichen Rekonstruktionsmodells einer deformierten und fragmentierten eisernen Nabenverkleidung nach wissenschaftlichen Arbeitsmethoden. Zunächst wird das Objekt aus dem Grab 26 des keltischen Gräberfeldes in Untereggersberg aus der Blockbergung isoliert. Die Dokumentation der angelegten Plana und entnommenen Fragmente dient als Grundlage für die Rekonstruktion des Objektes in der vorliegenden Deformation. Von diesem Bild wird die Form des Objektes im intakten Zustand abgeleitet und mit der nahezu komplett erhaltenen Nabenverkleidung des Rades desselben Wagens verglichen. Im Anschluss folgt die Diskussion der Ergebnisse in der Potentiale und Grenzen dieser Herangehensweise herausgestellt werden.

Frühmittelalterliche Grabbeigaben aus Süddeutschland 
Bachelorarbeit von Jens Mahrdt, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Alexandra Jeberien M.A.

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Frage der Herstellung und die Rekonstruktion der Grabbeigaben, der aus den Befunden 272/285 des Gräberfeldes von Bopfingen/Ostalbkreis in Baden Württemberg, zu klären. Die eisernen und kupferlegierten Metallobjekten stammen aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts und wurden 1992 bei Ausgrabungen in Bopfingen/Ostalbkreis in Baden-Württemberg entdeckt. Zuerst soll anhand von Fertigungsspuren die Technik der Herstellung geklärt werden. Darauf folgend ist durch Vergleichsfunde zu klären, wie das Saxgehänge anhand der vorhandenen Befunde ausgesehen hat. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse zu den Trachtbestandteilen aus den Gräbern 272/285 in einer Rekonstruktionszeichnung dargestellt.

Trensenbestandteile aus dem hallstattzeitlichen Grab 26 von Riedenburg-Untereggersberg, Landkreis Kehlheim in Bayern
Bachelorarbeit von Christopher Röber, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Kay Kohlmeyer

Das Ziel der Bachelorarbeit ist die Restaurierung und Konservierung von in Blöcken geborgenen Teilen einer Eisentrense mit organischen Knebeln. Sie stammen aus dem Grab 26 eines hallstatt- und frühlatènezeitlichen Gräberfeldes bei Riedenburg-Untereggersberg, im Landkreis Kelheim in Niederbayern. Das Gräberfeld wurde in den Jahren von 1986 bis 1991 am Ufer der Altmühl ausgegraben. Es wird ein erstes Konzept für die Bergung der Funde aus den Blöcken erstellt. Nach der Dokumentation der Objektlage in den Blöcken und der Entnahme der Funde wird ein zweites Konzept zur weiteren Bearbeitung der Funde und der Konservierung erarbeitet. Nach der Restaurierung und Konservierung erfolgt ein Abgleich mit Rekonstruktionsmodellen und weiteren Trensenfunden gleicher Zeitstellung. Ebenso wird eine zweite Trense desselben Grabes zur Auswertung mit herangezogen.

Kaiserzeitliche Eisenfunde aus Brandschichtgräbern von Jänschwalde, Landkreis Spree-Neiße 
Bachelorarbeit von Verena Schöfer, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Restaurierung und Konservierung ausgewählter spät kaiserzeitlicher Eisenfunde aus Brandschichtgräbern. Die Funde weisen einen sehr unterschiedlichen Erhaltungszustand auf. Anfangs steht eine mit den gegebenen Mitteln ausführliche Betrachtung und Untersuchung der Objekte an. Aus diesen Informationen können Rückschlüsse auf die Herkunft und Zustandsursachen der Objekte hergeleitet werden. Außerdem ist mit diesen Informationen eine geeignete Auswahl an Bearbeitungsmethoden und Materialien für die konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen zu treffen, um diese an den Objekten anzuwenden. Die Bearbeitungsmethoden werden abschließend ausgewertet.

Bronzene Grabbeigaben zweier alamannischer Frauengräber aus einem Reihengräberfeld in Bopfingen/Ostalbkreis - Beschichtungssysteme für Bronze aus Kunstharzen und mikrokristallinen Wachsen 
Bachelorarbeit von Anna Solod, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Alexandra Jeberien M.A.

Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung der Effizienz von organischen Schutzbeschichtungen in der Bronzekonservierung. Ausgangspunkt ist das Hinterfragen gängiger Verfahren, die an Semesterobjekten angewandt wurden. In Anlehnung an eine Umfrage zur Praxis der Bronzekonservierung archäologischer Objekte wird die Wirkung unterschiedlicher Beschichtungen anhand von Probekörpern untersucht und an den restaurierten Objekten angewandt.

Getriebener Kupfereimer römischer Zeitstellung aus den Gruben von Mazzarón, Reg. Murcia Spanien 
Bachelorarbeit von Laura Steinmüller, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A.

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Konservierung und Restaurierung eines Eimers römischer Zeitstellung aus einer Kupferlegierung, der um die vorletzte Jahrhundertwende in einem Silber-Bergwerk in Mazzarón Spanien geborgen wurde. Das Gefäß diente zum Wasserschöpfen und ist Bestandteil der historischen Sammlung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Ziel dieser Arbeit ist es das Objekt zu stabilisieren und die korrosiven Angriffe der "Bronzekrankheit" weitestgehend zu verlangsamen. Die Restaurierung beinhaltet eine Entfernung der Korrosionskrusten und der durch die Lagerung in dem Bergwerk entstandenen Sedimentschichten. Es erfolgen materialkundliche Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, mikrochemische Analysen und eine Röntgenfluoreszensanalyse. Ein besonderer Schwerpunkt besteht im Bau einer neuen statisch verbesserten Präsentationshilfe aus Acrylglas.

Bestandteile einer eisernen Gürtelgarnitur und einer Saxscheide des Grabes 279 aus Bopfingen (Ostalbkreis) um 600 n. Chr.
Bachelorarbeit von Frieda Wolf, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Ulrike Uhlig

Die Zielsetzung der Bachelor-Arbeit ist die Restaurierung und Konservierung von Bestandteilen einer eisernen Gürtelgarnitur und Bestandteilen einer Saxscheide des alamannischen Grabes Nr. 279 aus Bopfingen. Geborgen wurden die um 600 n. Chr. zu datierenden Funde 1992 während einer Ausgrabungskampagne des Baden-Württembergischen Landesdenkmalamtes, ehemals Stuttgart. Die Objekte werden zunächst freigelegt und konserviert, um anschließend eine kulturhistorische Einordnung zu ermöglichen. Ein Fokus liegt hierbei auf der Freilegung, Behandlung, Dokumentation und Einordnung der anhaftenden organischen Textilreste. Im Anschluss an die Arbeiten ist eine Rekonstruktion aller Bestandteile in deren historischen Kontext angestrebt, um die ursprüngliche Tragweise nachzuvollziehen.

Beigaben von Brandgräbern des 3./4. Jahrhunderts bei Jänschwalde Fundplatz 9
Bachelorarbeit von Maria Zienau, 2009 
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut, 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Ziel der Bachelorarbeit ist die Konservierung und Restaurierung von sechs Fragmenten aus Blei, mit zum Teil Resten von Eisen und Messing. Die Beigaben von Brandgräbern des 3./4. Jahrhunderts wurden 2007 in der Nähe eines Tagebaus bei Jänschwalde, im Land Brandenburg geborgen. Zunächst werden die Funde hinsichtlich ihres Zustandes und der Materialzusammensetzung untersucht. Theoretisch werden Analysemethoden zur Herkunfts- und Altersbestimmung behandelt. Anschließend folgt eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Freilegung der Objekte und die unterschiedlichen Freilegungsmethoden bei Bleiobjekten. Die darauf folgende Restaurierung und Konservierung beschränkt sich auf eine mechanische Freilegung und die Erwägung eines Schutzüberzuges. Abschließend wird versucht die besondere Kombination der Materialien und die Form zu rekonstruieren und herstellungstechnisch auszuwerten.