Instrumentelle Analytik

Instrumentelle Analytik am Kunst- und Kulturgut

Der Forderung nach weitgehend zerstörungsfreien Untersuchungen an Kunst- und Kulturgut wird im Studiengang durch moderne instrumentelle Analysenverfahren entsprochen. Zu diesen Methoden zählt zunächst die Fourier Transformations-Infrarot-Spektroskopie (FTIR) in ATR-Technik (erstes Bild). Hier können Materialien für Klebstoffe, Bindemittel, Filmmaterialien usw. durch Abgleich mit umfassenden Datenbanken analysiert werden. Zur zerstörungsfreien Elementanalyse an Metallobjekten, Keramiken, Gläsern, Pigmenten und zahlreichen weiteren Materialien dienen die transportablen Röntgenfluoreszenzspektrometer ARTAX 400 und TRACER (Bilder in der Mitte). Diesbezügliche Untersuchungen finden im Untersuchungslabor, bei schwer transportablen Objekten auch direkt vor Ort statt.

  • FTIR-Spektrometer  PU9800 von PHILLIPS mit Diamant ATR-Einheit von THERMO ELECTRON (Foto:Stadelmann)
  • Untersuchung der Legierungszusammensetzung mittels TRACER III-V
  • TRACER III-V
  • Untersuchung von Geigenlacken mittels ARTAX 400 (Fotos:Stadelmann)
  • Thermoanalysator TGA/DSC1 von METTLER-TOLEDO GmbH (Foto ©Stadelmann)

Moderne Materialien wie Kunststoffe und Gummimaterialien sind, besonders wenn diese abgebaut oder gealtert sind, analytisch und in ihrem Abbaugrad schwer zu erfassen. Hier kann die Thermoanalyse wichtige Beiträge leisten. Mit Hilfe der Thermogravimetrie (TG) sowie der Differentialthermoanalyse (DTA) können derartige und weitere Materialien durch Aufheizen bis 1100°C untersucht werden (letztes Bild). Zukünftig ist geplant, die Thermoanalyse mit der Infrarotspektroskopie zu koppeln, um wichtige Informationen über die Inhaltstoffe der untersuchten Proben zu erhalten.