Abschlussarbeiten

Bachelorarbeiten 2013

 

Vom Abhörmonitor zum Tonkabinett- Problematik der Retusche und Regenerierung holzsichtiger Cellulosenitratlack-Oberflächen

Bachelorarbeit von Laura Urban, 2013 1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Prof. Dr. Angelika Rauch

Die vorliegende Bachelorarbeit stellt die konservatorische und restauratorische Bearbeitung eines Tonkabinetts, zugehörig zu der Orgel EKI 1 von WF aus dem Industriesalon Schöneweide Berlin, vor. Als Grundlage dient eine Einführung in die Geschichte der Herstellungstechniken und Verwendung von Furnieren, darauf applizierter Überzüge und in der Holzverarbeitung verwendeter Klebstoffe. Aufbauend darauf wird der Schwerpunkt der Arbeit, die Problematik der Retusche, Regenerierung und Stabilisierung transparenter Cellulosenitratlacke thematisiert, um im weiteren Verlauf verschiedene Lösungsansätze in umfangreichen Probereihen zu evaluieren.

 

Bergungsobjekte des Berliner Schlosses – Teile der Niederdruckheizungsanlage. Eine Einführung in die Funktion, Geschichte und Konzeption

Bachelorarbeit von Jenny Wölk, 2013 1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dirk Maier

Inhalt dieser Bachelorarbeit ist eine Einführung in die Funktion, den Zustand und den historischen Kontext von Bergungsobjekten der Niederdruck-Heizungsanlage aus dem Berliner Schloss, die im Jahr 1894 dort verbaut wurden. Der Fokus wurde auf eines der Großobjekte, einen Ventilator, gelegt, der künftig in einem „archäologischen Fenster“ im derzeitig entstehenden Humboldt-Forum präsentiert werden wird. Ein Konzept wurde entwickelt, welches das methodische Spannungsfeld zwischen den sowohl dem technischen als auch archäologischen Kulturgut angehörigen Objekten behandelt und einen übertragbaren Umgang in der Konservierung, Restaurierung und Präsentation mit ihnen vorschlägt. Anhand eines Maßnahmenkonzeptes mit beinhalteter Probereihe werden konkrete Vorschläge für die praktische Durchführung des Konzeptes gegeben. Hinweise zur Vertiefung der Themenschwerpunkte ermöglichen eine sich direkt anschließende Fortführung der Arbeit.

 

Eine Musterwalze - Konsolidierungsmittel in Form von Aerosolen zur Stabilisierung von abgebautem Moosgummi

Bachelorarbeit von Charlotte Klahold, 2013 1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dipl. Rest. (FH)  Dietmar Linke

Inhalt dieser Bachelor-Arbeit ist der Erhalt einer Musterwalze mit Moosgummibestandteilen aus dem zweiten Drittel des 20 Jahrhunderts. Musterwalzen wurden im Malerhandwerk als Hilfsmittel zur mechanischen Wandbemusterung verwendet. Auf Grundlage des historischen Kontexts und von Materialuntersuchungen ist das Erhaltungskonzept erstellt, worin auf die unterschiedlichen Materialien sowie auf ästhetische Fragestellungen eingegangen wird. Die Musterwalze stellt ein Kompositobjekt dar, dass aus organischen und anorganischen Bestandteilen zusammengesetzt ist, wobei hier die Elastomere vorrangig behandelt werden. Der Schwerpunkt der Maßnahmenplanung liegt darauf, das stark abgebaute Moosgummi berührungsfrei mittels Aerosolen zu stabilisieren.

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Poster Englisch

 

 

Bachelorarbeiten 2012

 

Das Sandmännchen -  Erhalt zweier originaler Trickfilmpuppen
Bachelorarbeit von Theresa Hafemann, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Die vorliegende Arbeit stellt die restauratorische und konservatorische Bearbeitung zweier Trickfilmpuppen aus dem Sandmann-Abendgrus vor. Als Kompositobjekte aus organischen sowie anorganischen Materialien wird sich vorrangig mit den Kunststoffen auseinandergesetzt. Diese kommen in erster Linie in geschäumter Form als Körperteile sowie als Faserform in den Textilien vor. Der Schwerpunkt der Bearbeitung wurde hierbei auf die Konsolidierung abgebauter Schaume sowie die Rekonstruktion von komplett zerfallenen Körperteilen gelegt. Die Herausforderung bei der Erarbeitung der Maßnahmen stellte die Bedingung des Besitzers der „Wiederinbetriebnahme“ der Puppen zu Ausstellungszwecken dar.


Kabelisolierungen am Wittler-Brotwagen, Identifizierung und Konservierung
Bachelorarbeit von Georg Höfer, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dirk Voigtländer

Diese Arbeit entstand aus dem praktischen Problem der Konservierung von textilummantelten Gummi?Leitungen eines elektrisch angetriebenen Klein?LKWs aus den 1940er Jahren, dem Wittler? Brotwagen. Sie fasst nun einfache Untersuchungsmethoden und Unterscheidungsmerkmale für elektrische Leitungen an Kraftfahrzeugen zusammen und zeigt deren Anwendung bei der Identifizierung am erwähnten Fahrzeug. Die Erarbeitung eines Maßnahmeplans für acht, teilweise stark abgebaute textilummantelte Leitungen, entsprechend dem Gesamtkonzept des Fahrzeuges und dessen Umsetzung, stellen den praktischen Teil der Arbeit dar.

 

Gummierte Textilschläuche eines Rettungsapparats - Stabilisierung und Rückformung
Bachelorarbeit von Patrick Dettling, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Diese Bachelorarbeit behandelt die Erhaltung von gummierten Textilschläuchen als Teil eines Rettungsapparates aus den 1920er Jahren (Gastaucher Inhabad, Modell 1924). Der Schwerpunkt liegt auf der Bearbeitung der stark abgebauten Elastomere. Vorab werden der kulturhistorische Kontext beleuchtet und die komplexen Abbauvorgänge der vorhandenen Gummimaterialien beschrieben. Anschließend folgt ein Ausstellungskonzept, welches die in Frage kommenden konservatorisch-restauratorischen Maßnahmen diskutiert. Die Arbeit beschäftigt sich neben der Konservierung hauptsächlich mit der Rückformung der gummierten Textilschläuche. Aber auch die zu treffenden Maßnahmen an den ebenfalls vorliegenden Materialien Metall und Leder werden behandelt.

 

Ein Siebsichter, Erhaltung eines historischen Laborgerätes
Bachelorarbeit von Anke Pella, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling, 3. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH)  Dietmar Linke

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Erhalt eines Siebsichters aus den 1930er Jahren. Historischen Recherchen zufolge, diente das Gerät dem Verbraucherschutz, indem es im Labor zur Lebensmitteluntersuchung eingesetzt wurde. Untersuchungen ergeben, dass sich die verwendeten Materialien als interessante Kombination klassischer und moderner Werkstoffe ihrer Zeit zeigen. Auf Grundlage des historischen Kontextes wird ein Erhaltungskonzept erarbeitet, in welchem die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Materialien Berücksichtigung finden. Der Schwerpunkt der Maßnahmenplanung liegt darauf, die Funktion des Siebsichters wahrnehmbar zu machen. Gummikittungen und das Fügen eines gerissenen Treibriemens aus Leder bilden den Kern der restauratorischen Maßnahmen.

                                                                                                                

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Bachelorarbeiten 2011

 

Ein Projektorkopf der Firma Pathé Frères? Gerätetechnische Analyse und Erhaltung
Bachelorarbeit von Nathalie Grusdew, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Maxie Tafelski

Diese Arbeit thematisiert einen Projektorkopf für 35 mm Film aus der technischen Sammlung des Filmmuseums Potsdam. Über eine historische Recherche und den Vergleich mit zeitgenössischen Projektorköpfen, kann das Gerät, anders als zunächst angenommen, als Nachbau des von Pathé Frères produzierten Projektions-Apparat Modell III vom Entwicklungsstand 1911 identifiziert werden. Das Gerät wird in seinem Erhaltungszustand schriftlich, zeichnerisch und fotografisch erfasst und dargestellt. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen über historische Einordnung und Zustand des Apparats wird ein Konzept zur Erhaltung erstellt. Materialanalysen dienen der Findung von geeigneten Konservierungsmaßnahmen, die unter Berücksichtigung der zukünftigen Aufbewahrungsbedingungen, durchgeführt werden.

Ein Tonkabinett, Lautsprecherbox und Verstärker der elektronischen Orgel EK11 von WF
Bachelorarbeit von Satyananda Haas, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

In vorliegender Arbeit wird ein Tonkabinett des elektronischen Konzertinstruments EKI1 von WF näher betrachtet. Dies ist eine Kombination aus Lautsprecherbox und Verstärker, welches in den 1950er Jahren in der DDR hergestellt wurde. Zuerst werden eine umfangreiche Objektbeschreibung und eine Dokumentation des Zustandes ausgeführt. Der historische Kontext gibt einen Teil der Recherchen wieder, welche noch in einer Masterarbeit näher ausgeführt werden. Beim Konzept liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung zur Funktionswiederher-stellung, welches eine intensive Auseinandersetzung, wie mit dem Tonkabinett verfahren werden kann, erfordert. Hierbei darf das gesamte Objektensemble nicht außer Acht gelassen werden, da es sich bei dem Tonkabinett nur um einen Teil der elektronischen Orgel handelt. Exemplarische Materialanalysen und Probe-Restaurierungen runden diese Arbeit ab.

Restaurierung und Konservierung von Papier, vernickeltem Metall und Leder an einem Plattenspieler
Bachelorarbeit von Carolin Rößger, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

In dieser Bachelor-Arbeit wird die Restaurierung und Konservierung eines Plattenspielers thematisiert. Es handelt sich um einen tragbaren Plattenspieler aus den 20er oder 30er Jahren. In einem Holzkasten mit Tragegriff befindet sich die Mechanik eines Abspielgerätes. Es konnten nicht alle Informationen zu diesem Grammophon ermittelt werden. Die Angaben umfassen vielmehr die allgemeine Geschichte und Entwicklung, sowie die der Firma des vorliegenden Gerätes. Die Arbeit gibt vor allem Auskunft über Zustand, Funktion und Geschichte des Objekts und über verschiedene Untersuchungen der Bestandteile und deren Restaurierung. Aufgrund der Vielfalt der Materialien werden drei als Schwerpunkte ausgewählt. Es handelt sich hierbei um den Papierüberzug , der den Holzkasten umgibt und auf dem somit ein Hauptaugenmerk liegt, die Metallteile der sichtbaren und der nicht sichtbaren Mechanik sowie den ledernen Trageriemen. Alle drei Materialbereiche werden explizit behandelt und in der Arbeit dargestellt. Da das Objekt aus besonders vielen Metallteilen besteht, wird die Restaurierung dieser Teile anhand von Beispielen gezeigt.

Der Rüttler – Funktion, Konstruktion und Material eines Laborgerätes
Bachelorarbeit von Florian Szibor, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling

Die nachfolgende Arbeit behandelt die Restaurierungsarbeiten an einem Laborgerät, nachfolgend Rüttler genannt. Nach der fotografischen Dokumentation wird der Rüttler in seine materialspezifische Einzelteile zerlegt, um eine gute Erreichbarkeit während der Bearbeitung zu gewährleisten. Anschließend wird gereinigt und konserviert. Dabei wird so wenig Fremdmaterial wie möglich eingebracht. Dabei wird beurteilt, welche Teile eine Funktionswiederherstellung erlauben. Gefährdete Verschleißteile werden ausgetauscht, durch Neuteile ersetzt und die so wiederhergestellte Funktion filmisch dokumentiert. Im Anschluss werden die Neuteile entfernt und die originalen Teile eingebaut. Dies ermöglicht sowohl Substanzerhalt mit ausschließlich originalen Materialien als auch eine Präsentation der Funktion.


Bachelorarbeiten 2010

 

Elektrische Zeiten: Eine Nebenuhr von Friedrich Tiede auf der Archenhold Sternwarte 
Bachelorarbeit von Caroline Otto, 2010 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Die Nebenuhr von Friedrich Tiede der Archenhold Sternwarte in Berlin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt und ist Thema dieser Arbeit. Neben einer umfangreichen Dokumentation der Uhr selbst und Untersuchungen der hierbei verwendeten Materialien wurde ein Konzept entwickelt, anhand dessen restauratorische Maßnahmen für die einzelnen Materialien Holz, Email und Metall geplant und sich mit diesen bei der Umsetzung auseinander gesetzt. Im Besonderen werden die Reinigung von Goldlack, die Festigung und Ergänzung von Email und die mit Schellack beschichteten Mahagonifurniere behandelt.

Anfänge der drahtlosen Kommunikation - Der Detektor-Empfänger E5c von Telefunken 
Bachelorarbeit von Anne-Katrin Kaminski, 2010 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke 

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Erhalt eines Detektorempfängers des Typs E5c von "Telefunken" aus dem Jahr 1918. Auf Grundlage von Materialuntersuchungen und Recherche zu Geschichte und Funktion des Empfängers wird ein Erhaltungskonzepts erstellt. Neben der Festlegung von geeigneten Konservierungsmaßnahmen für die verschiedenen Metalllegierungen, die beschichteten Oberflächen und das Bakelit werden auch die Klebung von Glas und Porzellan behandelt. Der Fokus der Arbeit liegt im Bereich der erneuten Verbindung von ausgebrochenem und gesprungenem Hartgummispulen sowie gebrochenen, vernickelten Messinggewinden. Schwierigkeiten ergeben sich im ersten Fall unter anderem aus der festen Verbindung von Litzenwindung und Spule, im Fall der Messinggewinde aus deren geringen Durchmesser.

Ein Fahrrad aus Holz „Fratelli Vianzone“ von 1944 
Bachelorarbeit von Alice Guggemos, 2010 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einem aus gebogenem Holz konstruierten Fahrrad. Das Modell von der Firma Fratelli Vianzone in Turin, Italien, wurde während des 2. Weltkriegs auf Grund der allgemeinen Stahlknappheit gefertigt. Neben dem hauptsächlich verwendeten Material Holz, sind noch eine Vielzahl anderer metallischer und organischer Materialien verarbeitet worden. Im Laufe der Fahrradnutzung wurden außerdem verschiedene Bauteile ausgewechselt. Daraus ergibt sich eine komplexe Vielfalt von Materialien mit unterschiedlichen Alterungsspuren. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Beschreibung, der Zustandsdokumentation und der konzeptionellen Entwicklung der Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen. Probleme der Erhaltung ergeben sich unter anderem aus den im Bugholz auftretenden Spannungen, dem fortgeschrittenen Abbau der Gummimaterialien und der gealterten und teilweise nicht mehr vorhandenen Lackierung. Die Materialien werden untersucht und dokumentiert. Abschließend werden verschiedene Reinigungsmethoden erprobt.

Reinigung einer Filmentwicklungsmaschine von ca. 1940 der Firma Geyer 
Bachelorarbeit von Siobhan Piekarek, 2010 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Maxie Tafelski

In dieser Bachelorarbeit wird die Reinigung von komplexen Materialien, von dicken Alkydharzschichten bis hin zu PVC der 1940er Jahre anhand der fahrbaren Filmentwicklungsmaschine U 40 thematisiert. Die Maschine wurde gegen 1943 in den Geyer-Werken Berlin SO 36 im Auftrag der Wehrmacht gebaut. Die Arbeit setzt sich mit dem kulturhistorischen Kontext der Maschine als Teil der deutschen und der Filmentwicklungsgeschichte im Allgemeinen auseinander. Das Konzept hinterfragt den Grad der Reinigung zwischen Konservierung, Ethik und Ästhetik. Nach der Diskussion um das Reinigen bis zu einem gewissen Punkt schließt sich die spannende Frage nach der Umsetzung des Ziels an. Nach dem Evaluieren geeigneter Reinigungsmethoden erfolgte die Durchführung am Objekt.

                                                                                                                

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Bachelorarbeiten 2009

 

Neues Licht für das "W"? Restaurierung eines Neonreklame-Buchstabens  
Bachelorarbeit von Hildrun Dreyer, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Das "W" ist Teil einer Neonreklame. Diese wurde in den ausgehenden 1940er Jahren für einen Lederwarenladen in Berlin-Steglitz hergestellt. Der Leuchtbuchstabe besteht aus einem Zinkblech-Korpus, der mit Kunstharzlack beschichtet ist und Bruchteilen einer gläsernen Leuchtröhre. Die Hauptproblematik liegt in der Konzeptfindung für die Restaurierung eines Neonbuchstabens mit zerbrochener Leuchtröhre. Es wird entschieden, die Leuchtröhre zu rekonstruieren und die originalen Bruchteile dazu auszustallen. Die matte Oberfläche des gealterten Lackes wird erhalten und die losen Lackschollen mit einem Acrylatklebstoff gefestigt.

Ein AEG-Ventilator Model VEA 25. Ästhetische Problematik der Restaurierung von Elastomeren  
Bachelorarbeit von Franziska Bergmann, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Im Mittelpunkt dieser Bachelorarbeit steht ein AEG-Tischventilator Modell VEA 25 aus den 50er Jahren. Die Problematik liegt in der Restaurierung farbigen Gummis, der großflächig als Konstruktionsmaterial eingesetzt wurde. Er ist durch starken Abbau optisch beeinträchtigt und von Materialverlust bedroht. Der Ventilator soll seiner ursprünglichen Form und Wirkung wieder angenähert werden. Somit werden eine eingehende Untersuchung des Zustands und die Entwicklung von Maßnahmen wie Reinigung, Stabilisierung, Rissschließung und Ergänzung notwendig. Als Lösung kommen hauptsächlich wässrige Methoden zum Einsatz. Die Stabilisierung und Rissschließung erfolgt auf Basis einer Acryldispersion. Abschließend werden Möglichkeiten zur Konservierung diskutiert.

Kaiserliches Posthausschild 1871 - 1889
Bachelorarbeit von Kirsten Emperle, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Inhalt dieser Bachelor-Arbeit ist die Restaurierung eines Kaiserlichen Posthausschildes aus der Sammlung des Museums Neukölln, datiert auf die Jahre 1871 bis 1889. Es ist für die neue Dauerausstellung des Museums '99 x Neukölln' vorgesehen. In diesem Zusammenhang wird das Schild in der vorliegenden Arbeit kultur- und herstellungsgeschichtlich eingeordnet und eine Analyse der Materialien durchgeführt. Diese Untersuchungen dienen vor allem als Grundlage für die Erarbeitung  der notwendigen Erhaltungsmaßnahmen. Die Grundproblematik besteht in der instabilen Fassungsschicht, die durch freie Bewitterung während der Nutzungszeit stark beansprucht wurde und nicht mehr vollständig am Bildträger haftet. Es werden geeignete Methoden zur Erweichung und Festlegung ermittelt und durchgeführt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Reinigung der kraquelierten Bildoberfläche, deren Erscheinung vor allem durch einen partiell aufliegenden, verbräunten Harz-Öl-Firnis verunreinigt ist. Dabei sollen schonende Reinigungsmethoden gefunden und verglichen werden, um den unruhig wirkenden hellen Bildhintergrund zu beruhigen.

Das Rettungsgerät Audos MR3 1919 
Bachelorarbeit von Michaek Koepff, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Die vorliegende Bachelorarbeit behandelt und dokumentiert die theoretische Planung und die praktische Umsetzung der Restaurierung eines Rettungsgerätes des Typs Audos MR3 1919 aus den Beständen des Deutschen Bergbau-Museums. Als Kompositobjekt beinhaltet die Konstruktion des Gerätes eine Vielzahl verschiedener Materialien, wie Stahl, Kupferlegierungen, Leder, Textilien sowie Elastomere und Glas. All diese Werkstoffe fordern ihrer Eigenschaften gemäß eine spezifische Beurteilung und eine entsprechende Auswahl an Methoden zu deren Erhaltung. Der historischen Einordnung des Gerätes und dessen Umfeldes nachfolgend, sollen diese, unter Zuhilfenahme geeigneter Fachliteratur, erarbeitet und deren Anwendung dokumentiert werden.

Die akustische Anlage eines dänischen Tafelklaviers 
Bachelorarbeit von Ludwig Meckel, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Thomas Lerch

Die vorliegende Bachelorarbeit hat die Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzepts für das Tafelklavier von John Z. Flor aus dem 19. Jahrhundert und die Durchführung von Proberestaurierungen zum Thema. Nach einer kurzen Darstellung des kulturhistorischen Kontexts erfolgt die Beschreibung des Tafelklaviers und der Vergleich mit anderen zeitgenössischen Instrumenten. Die anschließende Diskussion zur Wiederherstellung der Spielbarkeit kommt zu dem Schluss, dass im gegebenen Fall die angestrebten klanglichen Ziele einem derartigen Eingriff aus konservatorischer Sicht nicht gerecht werden. Das Restaurierungskonzept strebt darum die Konservierung des Instruments an. Schließlich erfolgt die exemplarische Durchführung der konservatorischen Maßnahmen an der akustischen Anlage des Instruments.

Vampyr Duplex - Gummierhaltung an einem Staubsauger der 30er Jahre
Bachelorarbeit von Julia Reschke, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

In dieser Bachelorarbeit wird die Gummierhaltung anhand eines Kompositobjektes, dem Staubsauger Vampyr Duplex, aus den 1930er Jahren thematisiert. Vorab wird hier auf den kulturhistorische Kontext sowie die Produktionsgeschichte des Gerätes eingegangen. Ausgehend hiervon wurden ein Restaurierungskonzept sowie die Überlegungen zu den folgenden restauratorischen und konservatorischen Maßnahmen erstellt. Die Arbeit beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit der Reinigung, Erweichung, Klebung, Kittung und Konservierung der Gummikomponenten. Aber auch die Maßnahmen der am Staubsauger vorliegenden Metalle, des textilen Gewebes sowie der im Objekt befindlichen Kunststoffe werden hier behandelt. Nach der Diskussion der unterschiedlichen Erhaltungsmöglichkeiten erfolgte die praktische Durchführung am Objekt.

Ein Kombinations-Kinderwagen aus den 50er Jahren - Restaurierungsdokumentation mit Konzentrationsschwerpunkt auf ein wichtiges Material der 50er Jahre. Kunststoffe in der Alltagskultur 
Bachelorarbeit von Nina Seitz, 2009 
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke

Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich mit dem bisher wenig erforschten Thema der Konservierung und Restaurierung von Gegenständen aus der Alltagskultur des 20. Jahrhunderts auseinander und legt den Schwerpunkt auf die Erhaltung der Kunststoffe. Die Problematik der Konservierung und Restaurierung wird im Rahmen dieser Arbeit an einem Kombinations-Kinderwagen der Firma Popper aus der Zeit um Ende der 50iger Jahre des 19. Jahrhunderts aufgezeigt. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Materialien Polyvinylchlorid, Polyurethan-Schaumstoff, Gummi und Schaumgummi gelegt.

                                                                                                                

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