Abschlussarbeiten
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- Masterarbeiten 2011/12
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- Bachelorbeiten 2010
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- Diplomarbeiten 2009
- Diplomarbeiten 2008
- Diplomarbeiten 2007
- Diplomarbeiten 2006
- Diplomarbeiten 2005
- Diplomarbeiten 2004
- Diplomarbeiten 2003
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- Diplomarbeiten 2001
- Diplomarbeiten 2000
- Diplomarbeiten 1999
- Diplomarbeiten 1998
- Diplomarbeiten 1997
Masterarbeiten 2011/12
Mogelpackung statt Kautschukballen. Stabilisieren der natürlichen elastomeren Verkleidung über einer Holzkonstruktion
Masterarbeit von Natalie Kesik, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Gegenstand dieser Master-Thesis ist die exemplarische Restaurierung eines Kautschukballens aus dem Hafenmuseum Hamburg. Dieser Ballen ist eine "Mogelpackung", ein Zeugnis über betrügerische Methoden im Sinne der Profitmaximierung. Neben der Darstellung des kulturgeschichtlichen Kontextes liegt der Schwerpunkt auf der Restaurierung dieses Kompositobjekts. Hier wurden konservatorische Methoden für den Umgang mit degradiertem Naturkautschuk aufgezeigt. Auf die Dokumentation und das Konzept zur Konservierung folgt die Beschreibung der durchgeführten Probereihen. Diese vergleichen Klebstoffe und HInterlegungsmaterialien zur Klebung. Anhand derer konnte ein System der Festigung entwickelt und auch erfolgreich an den Fellen des Ballens angewendet werden. Die Herausforderung bestand in der Festigung von zum Teil sehr stark klebrigem Material. Am Ende dieser konservatorischen Arbeiten steht die Drapierung der Felle um die Kiste und ihre Befestigung an derselben. Die Mogelpackung soll in ihrer ursprünglichen Funktion, vielleicht auch erst auf dem zweiten Blick, wieder erkennbar sein. Bezüglich der Ausstellung im Depot des Hafenmuseums werden Maßnahmen für die präventive Konservierung vorgeschlagen.
Gusseiserne Stützen der preußischen Industriearchitektur. Reversibler Korrosionsschutz für die Bewitterung im Freien
Masterarbeit von Julia Reschke, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Stefan Brüggerhoff
Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Thematik des transparenten und reversiblen Korrosionsschutzes und seiner Eignung für den Einsatz auf freibewittertem Gusseisen, am Beispiel dreier Stützen des ehemaligen Zentral Vieh- und Schlachthof Berlin, auseinander. Es entwickelte sich die Idee, diese Konstruktionselemente der Berliner Industriearchitektur auf dem Campus der HTW Berlin aufzustellen und unter der Obhut des Studiengangs Konservierung und Restaurierung zur Erforschung von transparenten und reversiblen Korrosionsschutzsystemen zu nutzen. Durch die Erfassung und Dokumentation des Zustandes, werden einleitend die einzelnen Stützen vorgestellt. Darauf folgt eine Aufarbeitung des kulturhistorischen Kontextes, mit dem Schwerpunkt auf das Material Gusseisen, dessen Verarbeitung und den Einsatz in der Architektur. Grundlagen und Bedingungen zur Beschichtung von Metall zum Schutz vor Korrosion werden dargelegt und mit in die Auswahl der Produkte einfließen gelassen. Des Weiteren wird sich mit der Korrosion des Metalls in der freibewitterten Umgebung auseinandergesetzt und die Möglichkeiten des Schutzes evaluiert. Ausgewählte Materialen werden durch künstliche Bewitterung auf ihre Eignung mittels optischer und instrumenteller Methoden bewertet. Aus den gewonnen Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für die Beschichtung der einzelnen Stützen und dem damit einhergehenden Monitoring ausgesprochen.
Biozidbelastete Schokoladenfiguren. Nachweis der Kontaminierung und Aufbewahrung als Kulturgut
Masterarbeit von Anja Wagenknecht, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann
Gegenstand dieser Masterarbeit sind weihnachtliche Schokoladenfiguren aus dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin, die den Verdacht hegen ausgehend von ihrer Anfälligkeit für Schädlinge mit bioziden Wirkstoffen in Berührung gekommen zu sein. Aufzeichnungen bzw. Informationen, ob, wann und mit welchen Wirkstoffen die Schokoladenfiguren behandelt wurden, gibt es allerdings nicht. Einzig optische Wahrnehmungen sprechen dafür. Insoweit wird im Rahmen dieser Arbeit die mögliche Exposition mithilfe naturwissenschaftlicher Analysemethoden untersucht. Darüber hinaus ist auch die Suche nach geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeiten und Aufbewahrungsbedingungen für die ephemeren, nunmehr musealen Schokoladenfiguren ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit.
Schadstoffbelastungen an einem Musikautomaten: Untersuchungen zur Stabilisierung der Bleielemente in einem Polyphon um 1900
Masterarbeit von Franziska Bergmann, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Thomas Lerch
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht eine Plattenspieluhr der Firma Polyphon aus der Zeit um 1900. Ausgangspunkt der Untersuchungen an diesem Musikinstrument ist der fragile Zustand mit starken Korrosionserscheinungen der Bleigewichte des Tonkamms. Durch die Einwirkung von Essigsäure, welche im Polyphon durch Eichenholz emittiert wird, kommt es dort zu einer interkristallinen Korrosion mit Materialverlust. Nach Untersuchungen des Zustands und der Ursachen wird anhand konzeptioneller Überlegungen diskutiert, wie mit dem Objekt und der Bleikorrosion umgegangen werden kann. Die Problematik liegt in der Evaluierung geeigneter Maßnahmen, um die Bleigewichte zu konservieren. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Beschichtung der korrodierten Bleioberfläche, bei der eine ausreichende Haftung zum Metall und ein Schutz der Beschichtungsstoffe vor chemischen Einwirkungen gewährleistet werden muss. Neue Ansätze werden in der Verwendung von Inhibitoren und Reaktionsklebstoffen entwickelt und in Versuchen getestet.
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Bachelorbeiten 2011/12
Ein Siebsichter, Erhaltung eines historischen Laborgerätes
Bachelorarbeit von Anke Pella, 2012
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling, 3. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Erhalt eines Siebsichters aus den 1930er Jahren. Historischen Recherchen zufolge, diente das Gerät dem Verbraucherschutz, indem es im Labor zur Lebensmitteluntersuchung eingesetzt wurde. Untersuchungen ergeben, dass sich die verwendeten Materialien als interessante Kombination klassischer und moderner Werkstoffe ihrer Zeit zeigen. Auf Grundlage des historischen Kontextes wird ein Erhaltungskonzept erarbeitet, in welchem die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Materialien Berücksichtigung finden. Der Schwerpunkt der Maßnahmenplanung liegt darauf, die Funktion des Siebsichters wahrnehmbar zu machen. Gummikittungen und das Fügen eines gerissenen Treibriemens aus Leder bilden den Kern der restauratorischen Maßnahmen.
Ein Projektorkopf der Firma Pathé Frères? Gerätetechnische Analyse und Erhaltung
Bachelorarbeit von Nathalie Grusdew, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Maxie Tafelski
Diese Arbeit thematisiert einen Projektorkopf für 35 mm Film aus der technischen Sammlung des Filmmuseums Potsdam. Über eine historische Recherche und den Vergleich mit zeitgenössischen Projektorköpfen, kann das Gerät, anders als zunächst angenommen, als Nachbau des von Pathé Frères produzierten Projektions-Apparat Modell III vom Entwicklungsstand 1911 identifiziert werden. Das Gerät wird in seinem Erhaltungszustand schriftlich, zeichnerisch und fotografisch erfasst und dargestellt. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen über historische Einordnung und Zustand des Apparats wird ein Konzept zur Erhaltung erstellt. Materialanalysen dienen der Findung von geeigneten Konservierungsmaßnahmen, die unter Berücksichtigung der zukünftigen Aufbewahrungsbedingungen, durchgeführt werden.
Ein Tonkabinett, Lautsprecherbox und Verstärker der elektronischen Orgel EK11 von WF
Bachelorarbeit von Satyananda Haas, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
In vorliegender Arbeit wird ein Tonkabinett des elektronischen Konzertinstruments EKI1 von WF näher betrachtet. Dies ist eine Kombination aus Lautsprecherbox und Verstärker, welches in den 1950er Jahren in der DDR hergestellt wurde. Zuerst werden eine umfangreiche Objektbeschreibung und eine Dokumentation des Zustandes ausgeführt. Der historische Kontext gibt einen Teil der Recherchen wieder, welche noch in einer Masterarbeit näher ausgeführt werden. Beim Konzept liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung zur Funktionswiederher-stellung, welches eine intensive Auseinandersetzung, wie mit dem Tonkabinett verfahren werden kann, erfordert. Hierbei darf das gesamte Objektensemble nicht außer Acht gelassen werden, da es sich bei dem Tonkabinett nur um einen Teil der elektronischen Orgel handelt. Exemplarische Materialanalysen und Probe-Restaurierungen runden diese Arbeit ab.
Restaurierung und Konservierung von Papier, vernickeltem Metall und Leder an einem Plattenspieler
Bachelorarbeit von Carolin Rößger, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
In dieser Bachelor-Arbeit wird die Restaurierung und Konservierung eines Plattenspielers thematisiert. Es handelt sich um einen tragbaren Plattenspieler aus den 20er oder 30er Jahren. In einem Holzkasten mit Tragegriff befindet sich die Mechanik eines Abspielgerätes. Es konnten nicht alle Informationen zu diesem Grammophon ermittelt werden. Die Angaben umfassen vielmehr die allgemeine Geschichte und Entwicklung, sowie die der Firma des vorliegenden Gerätes. Die Arbeit gibt vor allem Auskunft über Zustand, Funktion und Geschichte des Objekts und über verschiedene Untersuchungen der Bestandteile und deren Restaurierung. Aufgrund der Vielfalt der Materialien werden drei als Schwerpunkte ausgewählt. Es handelt sich hierbei um den Papierüberzug , der den Holzkasten umgibt und auf dem somit ein Hauptaugenmerk liegt, die Metallteile der sichtbaren und der nicht sichtbaren Mechanik sowie den ledernen Trageriemen. Alle drei Materialbereiche werden explizit behandelt und in der Arbeit dargestellt. Da das Objekt aus besonders vielen Metallteilen besteht, wird die Restaurierung dieser Teile anhand von Beispielen gezeigt.
Der Rüttler – Funktion, Konstruktion und Material eines Laborgerätes
Bachelorarbeit von Florian Szibor, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Die nachfolgende Arbeit behandelt die Restaurierungsarbeiten an einem Laborgerät, nachfolgend Rüttler genannt. Nach der fotografischen Dokumentation wird der Rüttler in seine materialspezifische Einzelteile zerlegt, um eine gute Erreichbarkeit während der Bearbeitung zu gewährleisten. Anschließend wird gereinigt und konserviert. Dabei wird so wenig Fremdmaterial wie möglich eingebracht. Dabei wird beurteilt, welche Teile eine Funktionswiederherstellung erlauben. Gefährdete Verschleißteile werden ausgetauscht, durch Neuteile ersetzt und die so wiederhergestellte Funktion filmisch dokumentiert. Im Anschluss werden die Neuteile entfernt und die originalen Teile eingebaut. Dies ermöglicht sowohl Substanzerhalt mit ausschließlich originalen Materialien als auch eine Präsentation der Funktion.
Flugzeugrumpf einer Heinkel He 162 – Überlegungen zum Umgang mit historischen Oberflächen, praktische Maßnahmen
Bachelorarbeit von Rüdiger Ulack, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom- Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einem Flugzeugrumpf einer Heinkel He 162 und deren Oberfläche. Es folgt eine Beschreibung über die Form, Funktion und Material vom Rumpf sowie der Oberfläche. Mit der Abhandlung des Flugzeugbaues werden die Materialien die auch bei der He 162 verwendet wurden, näher erläutert. Mit dem Übergang hin zu Fluglacken wird die Oberfläche anhand von Dokumenten verglichen. Der Kontext zeigt die Geschichte und wichtige Aspekte auf. Über das Konzept und der Untersuchung geht es hin zur Maßnahme bezüglich der Oberfläche. Die Diskussion und das Fazit zählen noch mal wichtige Sachen auf und zeigen Erkenntnisse auf.
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Bachelorbeiten 2010
Neues Licht für das "W"? Restaurierung eines Neonreklame-Buchstabens
Bachelorarbeit von Hildrun Dreyer, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Das "W" ist Teil einer Neonreklame. Diese wurde in den ausgehenden 1940er Jahren für einen Lederwarenladen in Berlin-Steglitz hergestellt. Der Leuchtbuchstabe besteht aus einem Zinkblech-Korpus, der mit Kunstharzlack beschichtet ist und Bruchteilen einer gläsernen Leuchtröhre. Die Hauptproblematik liegt in der Konzeptfindung für die Restaurierung eines Neonbuchstabens mit zerbrochener Leuchtröhre. Es wird entschieden, die Leuchtröhre zu rekonstruieren und die originalen Bruchteile dazu auszustallen. Die matte Oberfläche des gealterten Lackes wird erhalten und die losen Lackschollen mit einem Acrylatklebstoff gefestigt.
Elektrische Zeiten: Eine Nebenuhr von Friedrich Tiede auf der Archenhold Sternwarte
Bachelorarbeit von Caroline Otto, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Nebenuhr von Friedrich Tiede der Archenhold Sternwarte in Berlin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt und ist Thema dieser Arbeit. Neben einer umfangreichen Dokumentation der Uhr selbst und Untersuchungen der hierbei verwendeten Materialien wurde ein Konzept entwickelt, anhand dessen restauratorische Maßnahmen für die einzelnen Materialien Holz, Email und Metall geplant und sich mit diesen bei der Umsetzung auseinander gesetzt. Im Besonderen werden die Reinigung von Goldlack, die Festigung und Ergänzung von Email und die mit Schellack beschichteten Mahagonifurniere behandelt.
Anfänge der drahtlosen Kommunikation - Der Detektor-Empfänger E5c von Telefunken
Bachelorarbeit von Anne-Katrin Kaminski, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Erhalt eines Detektorempfängers des Typs E5c von "Telefunken" aus dem Jahr 1918. Auf Grundlage von Materialuntersuchungen und Recherche zu Geschichte und Funktion des Empfängers wird ein Erhaltungskonzepts erstellt. Neben der Festlegung von geeigneten Konservierungsmaßnahmen für die verschiedenen Metalllegierungen, die beschichteten Oberflächen und das Bakelit werden auch die Klebung von Glas und Porzellan behandelt. Der Fokus der Arbeit liegt im Bereich der erneuten Verbindung von ausgebrochenem und gesprungenem Hartgummispulen sowie gebrochenen, vernickelten Messinggewinden. Schwierigkeiten ergeben sich im ersten Fall unter anderem aus der festen Verbindung von Litzenwindung und Spule, im Fall der Messinggewinde aus deren geringen Durchmesser.
Ein Fahrrad aus Holz „Fratelli Vianzone“ von 1944
Bachelorarbeit von Alice Guggemos, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einem aus gebogenem Holz konstruierten Fahrrad. Das Modell von der Firma Fratelli Vianzone in Turin, Italien, wurde während des 2. Weltkriegs auf Grund der allgemeinen Stahlknappheit gefertigt. Neben dem hauptsächlich verwendeten Material Holz, sind noch eine Vielzahl anderer metallischer und organischer Materialien verarbeitet worden. Im Laufe der Fahrradnutzung wurden außerdem verschiedene Bauteile ausgewechselt. Daraus ergibt sich eine komplexe Vielfalt von Materialien mit unterschiedlichen Alterungsspuren. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Beschreibung, der Zustandsdokumentation und der konzeptionellen Entwicklung der Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen. Probleme der Erhaltung ergeben sich unter anderem aus den im Bugholz auftretenden Spannungen, dem fortgeschrittenen Abbau der Gummimaterialien und der gealterten und teilweise nicht mehr vorhandenen Lackierung. Die Materialien werden untersucht und dokumentiert. Abschließend werden verschiedene Reinigungsmethoden erprobt.
Reinigung einer Filmentwicklungsmaschine von ca. 1940 der Firma Geyer
Bachelorarbeit von Siobhan Piekarek, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Maxie Tafelski
In dieser Bachelorarbeit wird die Reinigung von komplexen Materialien, von dicken Alkydharzschichten bis hin zu PVC der 1940er Jahre anhand der fahrbaren Filmentwicklungsmaschine U 40 thematisiert. Die Maschine wurde gegen 1943 in den Geyer-Werken Berlin SO 36 im Auftrag der Wehrmacht gebaut. Die Arbeit setzt sich mit dem kulturhistorischen Kontext der Maschine als Teil der deutschen und der Filmentwicklungsgeschichte im Allgemeinen auseinander. Das Konzept hinterfragt den Grad der Reinigung zwischen Konservierung, Ethik und Ästhetik. Nach der Diskussion um das Reinigen bis zu einem gewissen Punkt schließt sich die spannende Frage nach der Umsetzung des Ziels an. Nach dem Evaluieren geeigneter Reinigungsmethoden erfolgte die Durchführung am Objekt.
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Diplomarbeiten 2010/11
Die ungeklärte Urheberschaft eines Sekretärs um 1800. Die Mechanik des Lese- und Schreibpultes
Diplomarbeit von Daniela Meyer, 2011
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Dipl.-Ing. Hans Werner Pape
Das Objekt dieser Diplomarbeit ist die Mechanik des Lese- und Schreibpultes
eines Sekretärs um 1800 aus dem Bestand des Kunstgewerbemuseums in Berlin.
Diese Arbeit umfasst eine ausführliche Dokumentation und historische Einordnung
der Mechanik und die zeichnerische Rekonstruktion ihres Bewegungsflusses
in 3D. Die Kernproblematiken der Restaurierung sind: die Stabilisierung von schweren Ausbrüchen im Holz mit einer Armierung aus Kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), die Reinigung der Messingbauteile mit der Technologie des Mikrostrahlens und das Schweißen von Brüchen und Rissen mit der Technologie des Mikroschweißens. Umfangreiche Forschungen in Bezug auf die
ungeklärte Urheberschaft führten zu neuen Erkenntnissen über die Zuordnung
des Möbels und die Bedeutung Johann Christian Harders für die Röntgennachfolge.
Die Recherche über die Provenienzgeschichte des Sekretärs eröffnete
neue Erkenntnisse über seinen bisher unbekannten Verbleib im Bruckner-Stift in
St. Florian.
Die Signal-Nebenuhr des Zeitsignalgebers der Deutschen Seewarte von 1932. Historische Bedeutung, technische Funktion und Konzeptfindung mit anschließender Teilrestaurierung
Diplomarbeit von Franka Görike, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Gegenstand der Diplomarbeit ist die Signal-Nebenuhr des Zeitsignalgebers der Deutschen Seewarte Hamburg von 1932. Die Signal-Nebenuhr diente nicht nur zur Formung eines Zeitsignals, das funktelegrafisch an die Schifffahrt gesendet wurde, sondern auch zur Sendung eines Kurzzeitzeichens an die Radiosender und gestaltete so das tägliche zivile Leben mit. Die Arbeit beschreibt den Geber, erfasst seinen Zustand, erläutert seine Funktion, analysiert die vorhandenen Materialien und beleuchtet seinen historischen Kontext. Anhand der erarbeiteten Erkenntnisse und der allgemeinen Restaurierungsethik wird ein Erhaltungskonzept, das den Betrieb des Uhrwerkes nicht ausschließt, erarbeitet. Daraufhin werden die zur Erhaltung notwendigen Maßnahmen geplant und teilweise umgesetzt. Praktisch restauriert und konserviert wurde der Innenraum der Signal-Nebenuhr, was alle elektrotechnischen Komponenten betrifft.
Bewegung erhalten, Methoden und Möglichkeiten zur Restaurierung der kinetischen Skulptur "Eos IX" von Jean Tinguely
Diplomarbeit von Nahid Matin Pour, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Folgende Arbeit behandelt die Dokumentation und Restaurierung der Kinetischen Skulptur Eos IX von Jean Tinguely aus den Jahren 1966 - 1971. Eigner des Kunstwerkes ist das Kröller-Müller Museum, Otterlo (NL), das die Skulptur gerne wieder als Bespiel der Kinetischen Kunst des 20. Jahrhunderts, in seiner Sammlung präsentieren möchte. Vor allem die Problematik der aneinander reibenden Bauteile, erfordert Maßnahmen, die den abrasiven Verschleiß vermindern. Im Zuge der Restaurierung werden alte Reparaturen, die nicht im Sinne der europäischen Restaurierungsethik ausgeführt wurden identifiziert. Durch die Rückführung in die ursprüngliche Geometrie stellte sich ein harmonisiertes Zusammenspiel der Bewegung ein.
"Victoria Areal" – Ein Ensemble aus Architekturmodellen aus den 1950er Jahren. Konservatorische Betrachtung des Modellabschnittes Café Kranzler
Diplomarbeit von Marilyn Meerschiff, 2010
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Gegenstand der Diplomarbeit ist ein Ensemble aus fünf Architekturmodellen, welches die Planung und Bebauung des Victoria Areals in den 1950er und 1960er Jahren dokumentiert. Der Auftraggeber des Westberliner Großbauprojekts, die Victoria Versicherung AG, stellte das farbig gestaltete Präsentationsmodell bis in die 1980er Jahre dauerhaft im Foyer der Berliner Hauptfiliale am Kurfürstendamm 24 aus. Im Anschluss wurde es mehrere Jahre
bewahrt und ist 2008 als Schenkung an die Berlinische Galerie gegangen. Diese plant jetzt eine Integration des Ensembles in ihre Präsentation. Hierfür soll eine Konservierung und Substanzerhaltung sowie das Herausarbeiten der Ästhetik erreicht werden. Bei der Konstruktion des Ensembles sind verschiedene moderne Materialien, wie Acryldispersion auf Basis von Styrol-Butadien und Polyvinylacetat, Acrylglas und moderne Klebstoffe verwendet worden. Diese wurden mit anderen organischen Materialien wie Papier, Holz und getrocknete Pflanzen, sowie Metallen in Kombination verarbeitet. Aus Komposition der verschiedenen Materialien, gepaart mit Folgen der jahrzehntelangen Ausstellungssituation und Aufbewahrung ergeben sich aus restauratorischer Sicht einige Fragestellungen. In der folgenden Arbeit werden der historische Hintergrund des Ensembles, seine Bedeutung und ein allgemeines Konzept zur Erhaltung erläutert. Konservatorische Fragestellungen werden anhand des Modellabschnitts Café Kranzler erörtert, mögliche Methoden zu dessen Konservierung und Restaurierung diskutiert und ausgewählt. Das Hauptaugenmerk der Bearbeitung liegt hierbei auf der der modernen Beschichtung auf Basis wässriger Polymerdispersion.
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Bachelorbeiten 2009
Ein AEG-Ventilator Model VEA 25. Ästhetische Problematik der Restaurierung von Elastomeren
Bachelorarbeit von Franziska Bergmann, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Im Mittelpunkt dieser Bachelorarbeit steht ein AEG-Tischventilator Modell VEA 25 aus den 50er Jahren. Die Problematik liegt in der Restaurierung farbigen Gummis, der großflächig als Konstruktionsmaterial eingesetzt wurde. Er ist durch starken Abbau optisch beeinträchtigt und von Materialverlust bedroht. Der Ventilator soll seiner ursprünglichen Form und Wirkung wieder angenähert werden. Somit werden eine eingehende Untersuchung des Zustands und die Entwicklung von Maßnahmen wie Reinigung, Stabilisierung, Rissschließung und Ergänzung notwendig. Als Lösung kommen hauptsächlich wässrige Methoden zum Einsatz. Die Stabilisierung und Rissschließung erfolgt auf Basis einer Acryldispersion. Abschließend werden Möglichkeiten zur Konservierung diskutiert.
Kaiserliches Posthausschild 1871 - 1889
Bachelorarbeit von Kirsten Emperle, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Inhalt dieser Bachelor-Arbeit ist die Restaurierung eines Kaiserlichen Posthausschildes aus der Sammlung des Museums Neukölln, datiert auf die Jahre 1871 bis 1889. Es ist für die neue Dauerausstellung des Museums '99 x Neukölln' vorgesehen. In diesem Zusammenhang wird das Schild in der vorliegenden Arbeit kultur- und herstellungsgeschichtlich eingeordnet und eine Analyse der Materialien durchgeführt. Diese Untersuchungen dienen vor allem als Grundlage für die Erarbeitung der notwendigen Erhaltungsmaßnahmen. Die Grundproblematik besteht in der instabilen Fassungsschicht, die durch freie Bewitterung während der Nutzungszeit stark beansprucht wurde und nicht mehr vollständig am Bildträger haftet. Es werden geeignete Methoden zur Erweichung und Festlegung ermittelt und durchgeführt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Reinigung der kraquelierten Bildoberfläche, deren Erscheinung vor allem durch einen partiell aufliegenden, verbräunten Harz-Öl-Firnis verunreinigt ist. Dabei sollen schonende Reinigungsmethoden gefunden und verglichen werden, um den unruhig wirkenden hellen Bildhintergrund zu beruhigen.
Das Rettungsgerät Audos MR3 1919
Bachelorarbeit von Michaek Koepff, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Bachelorarbeit behandelt und dokumentiert die theoretische Planung und die praktische Umsetzung der Restaurierung eines Rettungsgerätes des Typs Audos MR3 1919 aus den Beständen des Deutschen Bergbau-Museums. Als Kompositobjekt beinhaltet die Konstruktion des Gerätes eine Vielzahl verschiedener Materialien, wie Stahl, Kupferlegierungen, Leder, Textilien sowie Elastomere und Glas. All diese Werkstoffe fordern ihrer Eigenschaften gemäß eine spezifische Beurteilung und eine entsprechende Auswahl an Methoden zu deren Erhaltung. Der historischen Einordnung des Gerätes und dessen Umfeldes nachfolgend, sollen diese, unter Zuhilfenahme geeigneter Fachliteratur, erarbeitet und deren Anwendung dokumentiert werden.
Die akustische Anlage eines dänischen Tafelklaviers
Bachelorarbeit von Ludwig Meckel, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Dr. Thomas Lerch
Die vorliegende Bachelorarbeit hat die Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzepts für das Tafelklavier von John Z. Flor aus dem 19. Jahrhundert und die Durchführung von Proberestaurierungen zum Thema. Nach einer kurzen Darstellung des kulturhistorischen Kontexts erfolgt die Beschreibung des Tafelklaviers und der Vergleich mit anderen zeitgenössischen Instrumenten. Die anschließende Diskussion zur Wiederherstellung der Spielbarkeit kommt zu dem Schluss, dass im gegebenen Fall die angestrebten klanglichen Ziele einem derartigen Eingriff aus konservatorischer Sicht nicht gerecht werden. Das Restaurierungskonzept strebt darum die Konservierung des Instruments an. Schließlich erfolgt die exemplarische Durchführung der konservatorischen Maßnahmen an der akustischen Anlage des Instruments.
Vampyr Duplex - Gummierhaltung an einem Staubsauger der 30er Jahre
Bachelorarbeit von Julia Reschke, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
In dieser Bachelorarbeit wird die Gummierhaltung anhand eines Kompositobjektes, dem Staubsauger Vampyr Duplex, aus den 1930er Jahren thematisiert. Vorab wird hier auf den kulturhistorische Kontext sowie die Produktionsgeschichte des Gerätes eingegangen. Ausgehend hiervon wurden ein Restaurierungskonzept sowie die Überlegungen zu den folgenden restauratorischen und konservatorischen Maßnahmen erstellt. Die Arbeit beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit der Reinigung, Erweichung, Klebung, Kittung und Konservierung der Gummikomponenten. Aber auch die Maßnahmen der am Staubsauger vorliegenden Metalle, des textilen Gewebes sowie der im Objekt befindlichen Kunststoffe werden hier behandelt. Nach der Diskussion der unterschiedlichen Erhaltungsmöglichkeiten erfolgte die praktische Durchführung am Objekt.
Ein Kombinations-Kinderwagen aus den 50er Jahren - Restaurierungsdokumentation mit Konzentrationsschwerpunkt auf ein wichtiges Material der 50er Jahre. Kunststoffe in der Alltagskultur
Bachelorarbeit von Nina Seitz, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich mit dem bisher wenig erforschten Thema der Konservierung und Restaurierung von Gegenständen aus der Alltagskultur des 20. Jahrhunderts auseinander und legt den Schwerpunkt auf die Erhaltung der Kunststoffe. Die Problematik der Konservierung und Restaurierung wird im Rahmen dieser Arbeit an einem Kombinations-Kinderwagen der Firma Popper aus der Zeit um Ende der 50iger Jahre des 19. Jahrhunderts aufgezeigt. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Materialien Polyvinylchlorid, Polyurethan-Schaumstoff, Gummi und Schaumgummi gelegt.
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Diplomarbeiten 2009
Cylinderlyre - Konservierungsmaßnahmen an einem transportablen Walzenklavier aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
Diplomarbeit von Julia Garve, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Dr. Thomas Lerch
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung einer Cylinderlyre - einem kleinen, transportablen Walzenklavier. Es wurde zwischen 1836 und 1859 von H. P. Möller in Kopenhagen hergestellt und befindet sich jetzt im Besitz des Norwegischen Technik Museums in Oslo. Nach der allgemeinen Objektbeschreibung, der Funktionsbeschreibung und dem historischen Kontext folgt die Betrachtung des Zustands mit Auflistung der fehlenden Bauteile. Im Konzept werden die größtenteils konservatorischen Maßnahmen und die Entscheidung gegen eine Wiederherstellung der Spielbarkeit begründet, um danach die geplanten Maßnahmen an den verschiedenen Materialien (Holz, Seide, Papier, Stahl, Wolle) durch naturwissenschaftliche Untersuchungen zu stützen. Neben verschiedenen Rekonstruktionsproblematiken wird ein Augenmerk auf erschwerte Seide und ihre Konsolidierung gelegt.
"Richtungsweisend, Arbeitssparend, Unerreicht" Eine Kartoffellegemaschine der Landmaschinenfabrik Rau der 1960er Jahre
Diplomarbeit von Stefanie Gehrmann, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dirk Voigtländer
Gegenstand der Diplomarbeit ist die Restaurierung und Konservierung der zweireihigen, halbautomatischen Kartoffellegemaschine Nr. 5 mit der Gerätenummer 706182, die um 1960 von der Landmaschinenfabrik Rau oHG produziert und bis 1997 genutzt wurde. Einführend erfolgt eine detaillierte Beschreibung und Zustandsaufnahme. Im historischen Kontext wird, auch mit Blick auf die Entwicklung der Landtechnik in Deutschland, die Bedeutung der Kartoffellegemaschine für den Kartoffelanbau herausgearbeitet. Sie steht als halbautomatisches Legegerät zwischen den Stufen der Handarbeit und der vollständigen Mechanisierung durch Automaten. Nach Erarbeitung des Erhaltungskonzeptes werden die Möglichkeiten der Restaurierung und Konservierung erörtert. Abschließend werden die zur Erhaltung durchgeführten Maßnahmen beschrieben.
Die amtliche Zeit für Dresden. Ein Sekundenzähler zur Ermittlung der astronomischen Zeit im Observatorium des Mathematisch-Physikalischen Salons zu Dresden um 1790. Konzept der Erhaltung und Restaurierung.
Diplomarbeit von Michael Jaroschewski, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Andreas Holfert
Das Ziel der Diplomarbeit ist die Restaurierung und Konservierung eines Sekundenzählers aus dem späten 18. Jh. und die Entwicklung eines Erhaltungskonzepts. Dieser Sekundenzähler ist ein chronometrisches Hilfsinstrument, das ursprünglich im Observatorium und später in der Zeitdienststelle des Mathematisch-Physikalischen Salons in Dresden zum Einsatz kam. Zunächst wird das Objekt historisch und im Kontext der Zeitbestimmung untersucht, mit entsprechenden Referenzobjekten verglichen und naturwissenschaftlich analysiert. Schließlich folgen eine Bewertung der zusammengetragenen Ergebnisse und die Entwicklung eines Erhaltungskonzepts, welches die Wiederherstellung eines funktionsfähigen Zustands vorsieht. Schwerpunkt der Arbeit bilden die dafür notwendigen restauratorischen Maßnahmen, Überlegungen zu Teilrekonstruktionen fehlender Bauteile sowie deren Umsetzung.
Aiglonne - Développeuse Rapide. Eine Filmentwicklungsmaschine der 1950er Jahre aus der Technischen Sammlung der Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin
Diplomarbeit von Heike Schlasse, 2009
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Eine Filmentwicklungsmaschine der Établissements André Debrie, Paris mit Namen "Aiglonne" ist der Gegenstand dieser Diplomarbeit. Sie wurde von der Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin zum Zweck der Untersuchung und Restaurierung zur Verfügung gestellt. Die Maschine wurde zwischen 1958 und 1962 hergestellt und verfügt über einen komplexen Friktionsantrieb. Die "Aiglonne" wurde als mobil einsetzbare, tageslichttaugliche Schnellentwicklungsmaschine für Schwarzweiß-Filmmaterial konstruiert, mit der erstmals Filme für die zeitnahe Projektion auf Großleinwänden entwickelt werden konnten. Mit dieser Arbeit werden der historische Hintergrund und die Herkunft, die Funktionsweise und die funktionserhaltenden Reparaturen der Maschine untersucht. Die verwendeten Materialien - dabei handelt es sich überwiegend um Kunststoffe und Gummi - werden analysiert und den materialspezifischen Anforderungen gemäß restauriert und konserviert. Die Restaurierung ist ausführlich fotografisch dokumentiert und mit umfangreichen Kartierungen untersetzt.
"Haus" von Martin Honert - Ein dreidimensionales Erinnerungsbild von 1988. Erhaltung einer Skulptur aus Kunststoffen, Klebebändern und lackiertem Metall
Diplomarbeit von Nina Gehrmann, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke, 3. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Ulrich Lang
Gegenstand der Diplomarbeit ist die Restaurierung des zeitgenössischen Kunstwerks "Haus" von Martin Honert, welches ein dreidimensionales Erinnerungsbild darstellt und vom Künstler im Jahr 1988 geschaffen wurde. Bei der Konstruktion des Werks hat Martin Honert verschiedene moderne Materialien (Kunststoffe wie ungesättigte Polyesterharze, Polystyrol, Celluloseacetat, Styrol-Isopren-Styrol, Polymethylmetacrylat kombiniert mit lackiertem Metall) verwendet, die aus restauratorischer Sicht eigene Fragestellungen aufwerfen. Hierzu wurden umfangreiche Probereihen angefertigt und ausgewertet. Daneben wird in der Arbeit die der eigentlichen Restaurierung vorangestellte Frage erörtert wie aus restauratorischer Sicht mit moderner Kunst umzugehen ist. Denn anders als bei technischen Kulturgütern erfordert der Umgang mit moderner Kunst eine andere Herangehensweise, da die Ästhetik des Kunstwerks entscheidende Bedeutung hat.
Die Sammlung der Kupfermatrizen von Phonographenwalzen des Berliner Phonogramm Archivs - Möglichkeiten der Erhaltung und Restaurierung
Diplomarbeit von Dana Freyberg, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der Erhaltung und Restaurierung der Kupfermatrizen von Phonographenwalzen des Berliner Phonogramm-Archivs. Sie bildet somit das Pendant zu der Arbeit "Phonographenwalzen" von Nikolai Exner im Jahr 1997. Die galvanisch produzierten Matrizen wurden für die Sicherung und Vervielfältigung von Phonographenwachs-walzen hergestellt und dienen aktuell noch als historische Arbeitsgeräte. Nach einer tabellarischen Erfassung des Erhaltungszustandes der Matrizensammlung wird in der Arbeit untersucht, welche Einflüsse bei der weiteren Beanspruchung der Kupfermatrizen beim Walzengießen vorliegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Restaurierung von Kupfermatrizen mit Eisendrahtumwicklung, welche schwer zugängliche Korrosionsstellen aufweisen. Dabei wird unter Anwendung von Ultraschallbädern die Reinigung der Kupfermatrizen erprobt. Die Kupfermatrizen stammen aus dem Berliner Phonogramm-Archiv ("Abteilung Musikethnologie, Medien-Technik und Berliner Phonogramm-Archiv", Ethnologisches Museum Berlin), welches eine der bedeutendsten Institutionen dieser Art weltweit ist.
Ein blau, rot, gelber Wachstuch-Hampelmann aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges - Konservierung und Restaurierung unter besonderer Berücksichtigung der Rissschließung und Fehlstellenergänzung bei Wachstuch & Gewebekunstleder.
Diplomarbeit von Anja Wagenknecht, 2009
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Gegenstand der Diplomarbeit ist die Konservierung und Restaurierung eines blau, rot, gelben Hampelmannes, der in den 40er Jahren aus vorhandenen Wachstuchresten von einer Mutter als Spielzeug für die Tochter gefertigt wurde. Die Arbeit enthält einen historischen Abriss zur Spielzeuggeschichte im Allgemeinen und speziell zu Hampelmännern. Nachdem die verwendeten Materialien untersucht und bestimmt worden sind, wurde ein entsprechendes Erhaltungskonzept erstellt. Aufgrund der vorhandenen Risse und Fehlstellen im Wachstuch war es erforderlich, nach Möglichkeiten der Rissschließung und Fehlstellenergänzung zu suchen. Es wurden Vor- und Nachteile einzelner Maßnahmen und deren mögliche Anwendung in Bezug auf den Hampelmann geprüft. Im konkreten Fall wurden die Risse durch Gewebehinterlegungen und die Fehlstellen durch den direkten Auftrag einer Acrylharzdispersion geschlossen.
Restaurierung einer Turmuhr - Überlegungen zur Erhaltung von Funktionalität und historischer Substanz
Diplomarbeit von Andreas Kreil, 2009
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Konservierung und Restaurierung einer Turmuhr aus der kleinen Kirchengemeinde Uetz nördlich von Potsdam. Die Uhr stammt aus der bedeutenden Turmuhrfabrik C. F. Rochlitz in Berlin. Zeitlich kann die Uhr zwischen 1897 und 1906 eingeordnet werden. Sie ist ein Beispiel für die industrielle Fertigung in Kleinserien mit Dreh- und Fräsmaschinen. Nach ausführlicher Dokumentation der Bauteile und der Funktionsweise anhand von Zeichnungen wird diskutiert, inwieweit die Erhaltung der Funktion, ohne zu große Eingriffe auf die Originalsubstanz möglich ist. Es wird eine eingeschränkte Erhaltung der Funktionalität nur für den kurzzeitigen Vorführbetrieb angestrebt. Abschließend werden die Restaurierungsmaßnahmen theoretisch erörtert und die praktische Durchführung beschrieben, die zum größten Teil eine partielle Entfernung der Korrosionsprodukte mit einem Niederdruckstrahlgerät vorsieht.
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Diplomarbeiten 2008
Das Parascop – ein Durchleuchtungsgerät der 1940er Jahre. Materialvielfalt im technischen Kulturgut
von Juliane Halm
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Tino Zagermann
In der Diplomarbeit wird die Restaurierung eines Durchleuchtungsgerätes vom Bernischen Historischen Museum auf der Grundlage historischer Zusammenhänge, detaillierter Analysen und konzeptioneller Überlegungen abgehandelt.
Es werden die Problematiken der vielfältigen Materialien des Parascops, wie Buchenholz, Kunststoff, Gummi, beschichtete und unbeschichtete Metalle, Isoliermaterial mit PCB erläutert. Mögliche Methoden zu deren Konservierung und Restaurierung werden diskutiert und geeignete begründet angewendet.
Eine besondere Herausforderung stellte neben der Behandlung einer Sperrholzplatte, der aus einem Metallsalz und einem Papierträger bestehende Leuchtschirm dar, welcher seine Stabilität durch ein Hochwasser verlor. Die Arbeit gibt einen Einblick in die Kompexität der wissenschaftlichen Arbeit eines Restaurators, die bei der Thematik der Materialvielfalt sehr deutlich wird. In einer erstellten Restaurierungsdatenbank werden die Erkenntnisse der Arbeit elektronisch aufgearbeitet.
Ein Drahttonplattenspieler der Firma Schaub-Lorenz – Historische Einordnung, Konzept der Präsentation, Planung und Umsetzung konservatorischer Maßnahmen
von Thomas Maerten
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Andreas Kahlow
Die vorliegende Diplomarbeit hat die Restaurierung eines Drahttonplattenspielers des Herstellers Schaub-Lorenz aus der Zeit der 50er Jahre zum Thema. Das Objekt befindet sich im Besitz des Filmmuseums Potsdam und soll dort nach erfolgten restauratorischen Maßnahmen eine Möglichkeit der Repräsentation erfahren. Im Rahmen der Diplomarbeit wird anfangs auf die historischen Zusammenhänge bezüglich der allgemeinen technischen Entwicklung der Elektroindustrie, später besonders der Nachrichtentechnik, eingegangen. Diese Aussagen werden eng mit der Entwicklung der Herstellerfirma dargestellt. Das besondere Eingehen auf den zeitlichen Höhepunkt der Drahttontechnik lässt auch deren gesellschaftliche Bedeutung deutlich werden, Im weiteren Verlauf nimmt die umfassende Darstellung der Apparatur und seiner technischen Details einen bedeutenden Anteil ein. Im Mittelpunkt der Diplomarbeit steht das Erstellen eines Konzepts, aus dem sich die konzeptionellen Herangehensweisen der Objektpräsentation ergeben. Hieraus folgen die restauratorischen und konservatorischen Maßnahmen. Zum Abschluss wird über die Möglichkeit gesprochen, die hier aufgezeigten Präsentationsmodelle und Erhaltungs- maßnahmen auf andere Objekte der Unterhaltungstechnik zu übertragen.
Halbportalkran Nr. 14 im Westhafen Berlin
von Sibylle Beck
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Christian Bode
In der einzigartigen Kulisse des Berliner Westhafens sind als Zeugen einer Epoche der Krangeschichte vier Halbportalkrane erhalten. Über fast 80 Jahre schlugen sie verschiedenste Waren von Kohle bis zum Kupferbarren für die Berliner Hafen- und Lagerhaus-Gesellschaft um. Die Erbauung des Hafens bot Berlin die Möglichkeit im landesweit wachsenden Binnenschiffverkehr mitzuhalten. Der Hafen war so gut ausgelastet, dass er schon einige Jahre nach der Eröffnung erweitert wurde. Im Mittelpunkt standen als Bindeglied zwischen Wasser und Land immer die Förder- und Umschlageinrichtungen. Auch wenn die Krane bedingt durch einen technischen Wandel heute nicht mehr arbeiten, so befinden sie sich nach wie vor an angestammter Stelle im Zentrum des Westhafens. Diese Arbeit stellt neben der genauen schriftlichen, zeichnerischen und fotografischen Dokumentation ein Konzept für die dauerhafte Erhaltung dieser geschichtsträchtigen Anlagen vor.
Halbportalkran Nr. 16 im Westhafen Berlin
von Ulrich Stahn
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller- Kempas M. A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Christian Bode
In der einzigartigen Kulisse des Berliner Westhafens sind als Zeugen einer Epoche der Krangeschichte vier Halbportalkrane erhalten. Über fast 80 Jahre schlugen sie verschiedenste Waren von Kohle bis zum Kupferbarren für die Berliner Hafen- und Lagerhaus-Gesellschaft um. Die Erbauung des Hafens bot Berlin die Möglichkeit im landesweit wachsenden Binnenschiffverkehr mitzuhalten. Der Hafen war so gut ausgelastet, dass er schon einige Jahre nach der Eröffnung erweitert wurde. Im Mittelpunkt standen als Bindeglied zwischen Wasser und Land immer die Förder- und Umschlageinrichtungen. Auch wenn die Krane bedingt durch einen technischen Wandel heute nicht mehr arbeiten, so befinden sie sich nach wie vor an angestammter Stelle im Zentrum des Westhafens. Diese Arbeit stellt neben der genauen schriftlichen, zeichnerischen und fotografischen Dokumentation ein Konzept für die dauerhafte Erhaltung dieser geschichtsträchtigen Anlagen vor.
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Diplomarbeiten 2007
Die Toranlage eines Flugzeughangars des Fliegerhorstes Werneuchen
von Philipp Hann
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Frank Reichert
Das Ziel der Diplomarbeit ist das Finden einer Methode zur Restaurierung und Konservierung einer Toranlage in Stahlskelettrahmenbauweise. Das Tor wurde im Rahmen der Errichtung des Fliegerhorstes Werneuchen in der Zeit zwischen Frühjahr 1936 und 31. Oktober 1937 hergestellt und im Hangar 6 montiert. Das Gelände wurde bis in das Jahr 1993 militärisch genutzt. Zunächst wird die Konstruktion mit denen anderer Hangar- Toranlagen verglichen. Anschließend erfolgt eine Diskussion über unterschiedliche Fügemethoden. Besondere Bedeutung kommt der Rückführung von Verletzungen der Konstruktion zu. Abschließend erfolgt die Restaurierung exemplarisch an Teilabschnitten mit den entsprechenden Problemstellungen.
Der Automobilaufzug und die Verschiebeeinrichtung einer Großgarage in Halle/Saale – Bestandsaufnahme eines Denkmals der Verkehrsgeschichte von 1929 - Konzept zur Erhaltung
von Mario Jehle
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Diplom-Restaurator (FH) Jörg Freitag
Mit ihrer historischen Transporteinrichtung, bestehend aus einem elektrisch betriebenen Seiltrommelaufzug und drei halbautomatischen Verschiebebühnen, ist die „Großgarage Süd“ in Halle/Saale einmalig in Deutschland. Die Kombination eines vertikalen und horizontalen Beförderungssystems für Automobile wurde 1928 von der Firma „Carl Flohr AG Berlin“ gebaut und überdauerte in ihrer Vollständigkeit fast 80 Jahre. Diese Arbeit liefert ergänzend zu den Bemühungen des Eigentümers, das Technikdenkmal zu sanieren und erneut als Parkhaus zu nutzen, Vorschläge für den Erhalt sowie einer möglichen Präsentation der technischen Einrichtung. Eine detaillierte Dokumentation und Bestandsaufnahme wird vervollständigt mit Ausarbeitungen zur Technik- und Sozialgeschichte. Untersuchungen, insbesondere der Beschichtungen, und eine Bewertung der Klimaverhältnisse bilden die Grundlage für vorgestellte Restaurierungsmaßnahmen, die exemplarisch an ausgewählten Flächen durchgeführt wurden.
Der Pilotsitz aus einem britischen Rosinenbomber – Konsolidierung und Ergänzung von Polsterung und Bezug
von Sebastian Karp
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator ( FH ) Dietmar Linke
In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Restaurierung des Pilotsitzes aus einem britischen Transportflugzeug von 1947 beschrieben. Dabei werden Methoden zum Zurückformen der Leder- und Kunstlederbezüge und Ergänzen der Fehlstellen entwickelt, angewendet und vorgestellt. Es werden die entscheidenen Kriterien erörtert, die notwendig sind, den Zustand von Leder zu ermitteln und welche Konsequenzen daraus für Reinigung und Klebung folgen. Die Konsolidierung und Ergänzung von Polsterungen werden beschrieben und das Nähen verschiedener Ledernähte erläutert. Gleichzeitig wird auf die Reinigung und Konservierung der Unterkonstruktion aus Leichtmetalllegierungen eingegangen. Weiterhin werden Pilotsitze aus verschiedenen Flugzeugen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrachtet und deren historische Entwicklung aufgezeigt.
Formaler und funktionaler Vergleich einer Imperatrix-Kopiermaschine aus dem Filmmuseum in Amsterdam mit einem fast vollständig erhaltenen Exemplar
von Holger Mittmann
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Martin Koerber M.A.
Im Fokus dieser Diplomarbeit steht die geschichtliche Aufarbeitung und Konservierung einer „Imperatrix“ Kopiermaschine der Firma ERNEMANN, die in den frühen Jahren der Filmtechnik bei der Herstellung von Stummfilmpostiven Verwendung fand. Im Laufe ihrer Geschichte sind wichtige Umbauten vorgenommen worden, so dass die Funktionsweise und das äußere Erscheinungsbild maßgeblich vom ursprünglichen Modell abweichen. Nach einer eingehenden Beschreibung der auffälligsten Merkmale folgen Vergleiche mit einer "Imperatrix", die noch fast vollständig erhalten ist. Zugleich werden die Gegebenheiten in der Filmtechnik um 1920 näher beleuchtet. Im praktischen Teil der Arbeit steht der Erhalt von Spuren des Gebrauchs, der Überarbeitung un denen des beginnenden Verfalls im Mittelpunkt.
Ein hydroelektrischer Lastenaufzug der Firma Unruh und Liebig, Leipzig, von 1906 in Berlin-Kreuzberg
von Oliver Schach
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Andreas Kahlow
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit einem hydroelektrischen Lastenaufzug von 1906, welcher sich in einem Berliner Wohnhaus befindet. Als eines der wenigen erhaltenen Exemplare beförderte er Fahrzeuge zwischen Erdgeschoss und Gewerbekeller. Die verwendete Druckwasserhydraulik war am Ende des 19. Jahrhunderts eine viel genutzte Technologie. Für den vertikalen Transport war der Höhepunkt dieser Anwendung bereits überschritten. Sie wurde durch andere Antriebsmittel ersetzt. Im Folgenden werden die erhaltenen Bauteile und deren Funktionsweise dargestellt. Die Druckwassersysteme für Aufzüge werden vorgestellt und eine Einordnung in deren regionale Entwicklung vorgenommen. Für die Konservierung der Anlage wurde ein Konzept entwickelt und an einer Musterachse exemplarisch umgesetzt.
Der Automobilaufzug und die Verschiebeeinrichtung einer Großgarage in Halle/Saale – Bestandsaufnahme eines Denkmals der Verkehrsgeschichte von 1929 - Konzept zur Erhaltung
von Kerstin Schulz
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Diplom-Restaurator (FH) Jörg Freitag
Mit ihrer historischen Transporteinrichtung, bestehend aus einem elektrisch betriebenen Seiltrommelaufzug und drei halbautomatischen Verschiebebühnen, ist die „Großgarage Süd“ in Halle/Saale einmalig in Deutschland. Die Kombination eines vertikalen und horizontalen Beförderungssystems für Automobile wurde 1928 von der Firma „Carl Flohr AG Berlin“ gebaut und überdauerte in ihrer Vollständigkeit fast 80 Jahre. Diese Arbeit liefert ergänzend zu den Bemühungen des Eigentümers, das Technikdenkmal zu sanieren und erneut als Parkhaus zu nutzen, Vorschläge für den Erhalt sowie einer möglichen Präsentation der technischen Einrichtung. Eine detaillierte Dokumentation und Bestandsaufnahme wird vervollständigt mit Ausarbeitungen zur Technik- und Sozialgeschichte. Untersuchungen, insbesondere der Beschichtungen, und eine Bewertung der Klimaverhältnisse bilden die Grundlage für vorgestellte Restaurierungsmaßnahmen, die exemplarisch an ausgewählten Flächen durchgeführt wurden.
Inlaidlinoleum – Restaurierung und Konservierung
von Jessica Stockhorst
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachterin: Sigrid Schulze
Das Ziel der Diplomarbeit ist die Restaurierung und Konservierung eines Inlaidlinoleum-Läufers der "Germania Linoleum AG". Dieser Fußbodenbelag aus der ersten Hälfte der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde 1995 an das regionalgeschichtliche Mitte Museum am Gesundbrunnen übergeben. Zunächst werden die Entwicklung der nicht-textilen Bodenbeläge sowie die Geschichte, Herstellung und Gestaltung von Linoleum dargestellt. Die Restaurierung umfasst eine Reinigung, Ergänzung der Fehlstellen aus Stabilitäts-gründen und Retusche derselben, sowie eine abschließende Konservierung. Besondere Bedeutung kommt der Reinigung mittels Trockeneisstrahlen zu.
Die Wahrnehmbarkeit von technischen Bodenfunden
von Alexander Löwe
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Diese Arbeit stellt die technischen Bodenfunde als prägnante Sachzeugnisse der Geschichte dar und sucht nach Wegen, durch gezielte Reduktion korrosiver Überlagerungen die historische Aussagekraft zu verdeutlichen. Ein gezieltes Sammlungs- und Restaurierungskonzept wird erstellt, die historischen Zusammenhänge werden dargestellt und die entsprechenden restauratorischen Eingriffe durchgeführt. Durch die Einbettung in den archäologischen Kontext gewinnen die Objekte eine weitere Ebene der Wahrnehmbarkeit. Die Suche nach der originalen Oberfläche hat in diesem Konzept eine spezielle Ausprägung erfahren. Die Originalität liegt in der Einheit der an einem Objekt von seiner Planung oder Erschaffung bis zum Zeitpunkt der Konzepterstellung gewachsenen Informationen. Eine in diesem Fall entwickelte Idee ist der Erhalt der Bodenlagerungsspuren mit einer Fokussierung des Blickes auf technische und feinmechanische Details sowie Hinweise auf Herstellung oder Design.
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Diplomarbeiten 2006
Restaurierung einer Mitterhofer-Schreibmaschine
von Aick Hermann
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Dr.-Ing. Klaus Mauersberger
Gegenstand dieser Diplomarbeit ist eine hölzerne Typenhebelkorb-Schreibmaschine von Peter Mitterhofer aus dem 19.Jh.. Sie ist ein technikgeschichtlich wertvolles Objekt aus der Frühphase der Schreibmaschinen-entwicklung und weist bereits die meisten technischen Merkmale späterer, serienmäßig gefertigter Schreibmaschinen auf. Ziel dieser Diplomarbeit ist die Erarbeitung eines Restaurierungskonzepts unter Berücksichtigung der kulturgeschichtlichen Einordnung des Objekts. Dabei stehen zwei Aspekte im Mittelpunkt dieser Arbeit: Dem ersten Schwerpunkt, der historischen Einordnung, dient ein umfangreiches Quellenstudium sowie Materialanalysen und typologische Vergleiche mit bereits vorhandenen Mitterhofer-Schreibmaschinen.
Der zweite Schwerpunkt - die Restaurierung - hat eine Präsentation der technischen Besonderheiten dieser Mitterhofer Schreibmaschine, Modell TU Dresden, unter Wahrung der historischen Authentizität und der Objektgeschichte zum Ziel.
Eine Gleichstrommaschine Modell LH 4 der Firma Siemens & Halske aus dem 19. Jahrhundert
von Alexander Schieck
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Dr.-Ing. Klaus Mauersberger
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Erarbeitung von Restaurierungs- und Konservierungsmöglichkeiten für ein elektrotechnisches Serienprodukt der Firma Siemens & Halske, eine Gleichstrommaschine Modell LH 4 aus den 1890er Jahren. Die historische Entwicklung der Elektrotechnik wird erörtert, speziell die Entwicklung elektrischer Maschinen im 19.Jh.; die Gleichstrommaschine Modell LH 4 verkörpert dabei den Höhepunkt einer empirisch entwickelten Maschinengeneration. Das Diplomobjekt wurde offensichtlich im Verlauf der Betriebsjahre dem Zweck entsprechend konstruktiv verändert, die Erarbeitung des Konzeptes beleuchtet verschiedene Restaurierungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Analysen. Den Schwerpunkt der Diplomarbeit bildet die Entfernung der Schmierstoffe von beschichteten Oberflächen (Öl-Harz-Lacke), einige Flächen werden exemplarisch umgesetzt.
Das 1m-Spiegelteleskop der Hamburger Sternwarte, Konzept der Erhaltung
von Beatrix Alscher
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachterin: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Erhaltungskonzeptes für das 1m-Spiegelteleskop der Hamburger Sternwarte. Neben einer detaillierten Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands von Instrument und Gebäude erfolgte eine eingehende Analyse von technischer Vorgeschichte und historisch-soziologischem Kontext sowie der Herstellung und Forschungsgeschichte dieses Spiegelteleskops mit Entlastungsmontierung, die mit Untersuchungen zur Beschichtung, zum Raumklima und mikrobiellen Befall begleitet wurden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird das Konzept einer Erhaltung in Funktion unter besonderer Berücksichtigung vorhandener Gebrauchsspuren und individuell gealterten Beschichtungselementen vorgeschlagen, welches auch eine strukturelle Modifikation des Gebäudes umfasst.
Die Erhaltung von Gebrauchsspuren am Beispiel eines Herrenrades mit Anbaumotor, der Baureihe 940
von Steffen Hilsky
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die Konservierung und Restaurierung eines Herrenrades mit dem Schwerpunkt der Erhaltung von Gebrauchsspuren als Zeugnisse individueller Objektgeschichte. Das umgebaute und durch Zubehörteile ergänzte Fahrrad wurde für Wanderfahrten benutzt. Es gehört dem Deutschen Technikmuseum Berlin. Die Arbeit konzentriert sich auf die Erfassung und Einordnung der unterschiedlichen Veränderungen und Gebrauchsspuren am Fahrzeug, sowie der Entwicklung eines Restaurierungskonzeptes und dessen Ausführung.
Der Dieselmotor eines Klein-U-Boots vom Typ Seehund
von Florian Schweinsteiger
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Volkmar Stimpel
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit einer Oberflächenentsalzung bei Seefunden. Im ersten Teil der Arbeit wird der technische Aufbau von dem U-Boot und Dieselmotor wiedergegeben. Darüber hinaus wird das Objekt geschichtlich eingeordnet. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Korrosionsvorgänge im Meerwasser und die Korrosionsvorgänge nach der Bergung beleuchtet. Im abschließenden Teil der Arbeit wird eine Probenreihe mit dem Anionenaustauscher IRA-67 von Merck durchgeführt. Die Probenreihen sollen darüber Aufschluss geben, ob eine oberflächliche Entsalzung bei Seefunden möglich ist.
Ein Dräger-Rettungsapparat Modell 1904/09 aus der Sammlung des Deutschen Bergbaumuseum Bochum - Historische Bedeutung und technische Funktion mit den Schwerpunkten Leder- und Gummirestaurierung
von Maxie Berlin
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Inhalt dieser Diplomarbeit ist die exemplarische Restaurierung eines repräsentativen Grubenrettungsapparates von 1904 - 1910 aus der Sammlung des Deutschen Bergbaumuseum Bochum. Neben der historischen Einordnung wird zunächst auf Funktion und Gerätetechnik eingegangen. Ein Schwerpunkt ist dann die Untersuchung und Dekontamination Schimmel befallener Leder. Weiter-hin wird die Bestimmung des Abbaugrades von Leder und die Schließung von Rissen an Riemen anhand einer Probereihe diskutiert und durchgeführt. Danach sind Festigung und Stabilisierung unterschiedlich abgebauter Gummibauteile thematisiert. Bezüglich der Sammlung wird außerdem die Klimasituation im Depot untersucht. Abschließend nimmt die Diskussion der Übertragbarkeit der Restaurierungsmethoden am Dräger-Rettungsapparat Modell 1904/09 auf die Sammlung eine wichtige Stellung ein.
"Es werde Licht" Eine Petroleum-Starklichtlampe der Marke Petromax
von Oliver Brandt
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A. 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Die Diplomarbeit setzt sich mit der Geschichte und Funktionsweise einer Petroleum-Starklichtlampe auseinander, die aus einem musealen Sammlungsbestand von Lampen gleicher Bauart aus der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin entnommen wurde. Weiterhin wird in meiner Diplomarbeit ein Konzept zur Erhaltung der Starklichtlampe erarbeitet. Anhand dieses Erhaltungszustandes der Lampe mit ihren unterschiedlichen Materialgruppen wurden restauratorische Maßnahmen erarbeitet und so umgesetzt wie sie für das gesamte Konvolut vorzusehen sind. Hierzu war es notwendig die Staubauflagerung auf der Lackbeschichtung auf Abbauprodukte des Bindemittels zu untersuchen, um eine geeignete Reinigungsmethode zur schonenden Beseitigung der Staubauflagerung zu gewährleisten. Darüber hinaus wurden die betroffenen Lackbeschichtungen einer mikrochemischen- und einer spektroskopischen Analyse auf das beinhaltende Bindemittel unterzogen. Die abschließende Konservierung erfolgte über ein optisches angleichen der Fehlstellen an das originale Material, mittels Wachskittung und einer Farbretusche der Email- und Lackfehlstellen.
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Diplomarbeiten 2005
Flugzeuglacke von 1945 bis heute - ihre Restaurierung und Konservierung am Beispiel eines Erdkampfflugzeuges
von Thilo Bürgel
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Lutz Strobach
Die Fiat G.91 T.3 mit der Werknummer 91-2-0015 ist Anfang der 1960er Jahre als zweisitzige Trainervariante eines Erdkampfflugzeuges gebaut und an die Bundesluftwaffe ausgeliefert worden. Bis zu seiner Ausmusterung 1982 verblieb das Luftfahrzeug beim Jagdbombergeschwader 41 in Husum. Im Laufe der Einsatzzeit wurden an dem Luftfahrzeug technische und teilweise daraus resultierende äußerliche Veränderungen vorgenommen. Nach der Ausmusterung wurde lediglich der Rumpfbug erhalten. Dieser wird mit seinen in der Beschichtung erhaltenen Gebrauchsspuren detailliert beschrieben und mit naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden analysiert. Basierend auf dem Restaurierungskonzept werden u.a. durch eine Testreihe zur Lackfestigung Methoden zur Erhaltung der Beschichtung eruiert und exemplarisch umgesetzt.
Blau oder Gelb? Eine vor und nach dem Krieg von zwei unterschiedlichen Mineralölgesellschaften betriebene Zapfsäule – Sicherung und Konzept der Erhaltung
von Hendrik Naumann
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Arbeit hat die restauratorische Bearbeitung einer Zapfsäule, die von zwei verschiedenen Mineralölgesellschaften betrieben wurde, zum Inhalt.
Zu Beginn wurde eine Transportsicherung mit einer Cyclododekanlösung vorgenommen. Nach Beschreibung und Zustandserfassung konnten im historischen Kontext der Aufbau des Tankstellennetzes in Deutschland, die Funktion und ausführlich die Geschichte der beiden Gesellschaften, OLEX und DERUNAPHT, erarbeitet werden. Eine Röntgenuntersuchung, die tiefer liegende Farbschichten sichtbar machen sollte, brachte keine Ergebnisse. Aus Aktenmaterial und vergleichenden Untersuchungen konnte über die Zugehörigkeit der Einzelteile zur Zapfsäule befunden werden. In Tests wurde Plexigum PQ 610 als geeignete Substanz zur Festigung der Farbschichten ermittelt. Die Farben konnten gesichert werden, verschiedene Flächen und Teile wurden exemplarisch gereinigt.
Restaurierung und Konservierung von Beton anhand eines technischen Kulturdenkmals
von Suleika Behan
1. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann, 2. Gutachter: Prof. Gottfried Hauff
Das Ziel der Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes für einen Beobachtungsturm des ehemaligen Wachregimentes des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR „Feliks Dzierzynski“. Hierzu sollen Überlegungen getroffen werden, die den Erhalt des authentischen Zustandes des Turmes ermöglichen. Bei diesem Turm handelt es sich um einen Stahlbetonbau. Für die Restaurierung des Wachturmes wird sich intensiv mit dem Material Stahlbeton auseinander gesetzt. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Ergänzungsmörtels für die freiliegenden Bewehrungen des Stahlbetons. Hierfür werden kunststoffmodifizierte Mörtel erprobt und der Einfluss von w/z-Wert und Kunststoffgehalt auf den Mörtel hin untersucht.
Die Säulenbohrmaschine von 1916 aus einer mechanischen Werkstatt der 50er Jahre - ihre Restaurierung und das Problem des Fügens von Gusseisen
von Dirk Voigtländer
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Detmar Schlottke
In dieser Arbeit wird die Restaurierung einer Säulenbohr-maschine dokumentiert. Während des unsachgemäßen Abbaus der Maschine, um sie vor der Verschrottung zu retten, brach ein wichtiges Bauteil, die gusseiserne Säule. Das zentrale Thema der Arbeit beschäftigt sich mit dem Fügen dieses Bauteils. Einer umfassenden zeichnerischen, fotografischen, und schriftlichen Dokumentation folgt die geschichtliche Einordnung des Objektes. Das Konzept zeigt Wege der Erhaltung und Präsentation und stellt die Frage nach einer Wieder-inbetriebnahme. Im praktischen Teil wird die Säule gefügt, die Maschine wieder zusammengebaut und die verschiedenen Oberflächen exemplarischen Reinigungs-tests unterzogen. Begleitend erfolgten verschiedenste Analysen an den vorhandenen Materialien, wie zum Beispiel Untersuchungen der Bindemittel, der Pigmente, des Leders und vor allem des Gusseisens.
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Diplomarbeiten 2004
Die Zentrale von Massarelos – Maßnahmen und Fahrplan zur Erhaltung der Gesamtanlage.
von Götz Michael Bormuth
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Ing. Heinz Plaetrich
Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die Maschinenhalle und das Untergeschoss der Zentrale von Massarelos in Porto/Portugal (Baujahr 1915). Die technikhistorisch einzigartigen Stromversorgungsanlagen zum Betrieb elektrischer Straßenbahnen sollen erhalten und zukünftig Teil der Ausstellung des dort ansässigen Straßenbahnmuseums (Museu do Carro Eléctrico – MCE) werden. Im Rahmen der Diplomarbeit erfolgte eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Zentrale, den Funktionen der elektrotechnischen Anlagen sowie deren Erfassung und allgemeine Zustandsbeschreibung. Ein Teil der Arbeit behandelt die vorhandene Gefahrstoffproblematik. Im konzeptionellen Teil wurde ein Fahrplan zur Umsetzung des Projektes erstellt. Dieser beinhaltet grundlegende, organisatorische und restauratorische Maßnahmen, sowie Maßnahmen zum Umgang mit den vorhandenen Gefahrstoffen Asbest, PCB und Quecksilber. Die Umsetzung restauratorischer und konservatorischer Arbeiten ist am Beispiel einer Maschine und daran angelegter Probeflächen dargestellt.
Der Wustermarker Diesel-Motor. Bestandsaufnahme, Restaurierungsplan und Erhaltungskonzept
von Thomas Dempwolf
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr.-Ing. Klaus Mollenhauer
Der Wustermarker Diesel-Motor der Maschinen-Bau-Anstalt Breslau ist ein Zweizylinder-Tauchkolbenmotor in stehender Bauart. Er ist der älteste am ursprünglichen Standort erhaltene Diesel-Motor in Deutschland. Der Motor ist Teil eines heute noch bestehenden Ensembles zur Erzeugung und Verteilung elektrischer Energie aus dem Jahr 1909. Eine dicke Ölschicht war in der Lage die Bauteile weitgehend zu konservieren. Doch heute ist die ölgebundene Farbschicht fragil und platzt stellenweise ab. Im Zentrum der Untersuchungen steht das Alterungsverhalten ölgebundener Anstriche. Methoden zur Sicherung der Beschichtung werden vorgestellt. Erprobt wurde der Einsatz von Acrylaten in monomerer Form.
Ein Wasserturm der Bahn in Halle/Saale - Erhaltung eines Hochbehälters der Bauart Klönne.
von Tino Zagermann
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Bernhard Mai
Der hallesche Wasserturm ist ein den Bahnhofsbereich überragender, die Silhouette prägender Zweckbau. Der Schaft wurde aus Ziegelmauerwerk errichtet und in neoromanischen Formen verklinkert. Die darauf ruhende stählerne Stütz- und Behälterkonstruktion der Bauart Klönne trägt mit dem geschwungenen Geländer Merkmale des Jugendstils. Gebaut um 1910 wurde er bis in die 80er Jahre in erster Linie zur Erhöhung des Drucks im bahninternen Wassernetz genutzt. Aus dem 200 m³ fassenden kugelförmigen Behälter wurden Dampfloks mit Kesselspeisewasser befüllt. Wesentlicher Teil der Diplomarbeit ist das Dokumentieren des vorgefundenen Bestandes. Um Aussagen über den Zustand des technischen Denkmals treffen zu können, wurden sowohl das Ziegelmauerwerk als auch die Stahlkonstruktion eingehend untersucht und vermessen. Außerdem wurden Lack- und Stahlproben analysiert sowie Restwandstärken ermittelt. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurde ein den Bestand schonendes Restaurierungskonzept mit Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet, das den Sicherheitsanforderungen der Deutschen Bahn genügt.Um mögliche Technologien zur Steinreinigung zu testen, wurde eine dem Bahnhof zugewandte Fläche der Klinkerfassade exemplarisch gesäubert und der Turm dadurch in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.
Erhaltung des Wasserflugzeuges Supermarine S6B S1595 im Science Museum London. Konzept und restaurierungstechnische Umsetzung an textiler Bespannung sowie exemplarisch an der Beschichtung
von Anne-Kathrin Klatz
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Das im Science Museum London ausgestellte Wasserflugzeug Supermarine S6B S1595 wurde 1931 für den Schneider Wettbewerb konstruiert. Die Beschichtung auf dem Leichtmetall basiert auf Cellulosenitrat und ist fragil und blättert ab. Die textile Bespannung des Seitenruders wurde mit einem auf Cellulosenitrat basierenden Spannlack imprägniert und hat mehrere Risse. Im Rahmen dieser Arbeit werden die inhaltlichen Zielsetzungen, wie das Flugzeug in Zukunft erhalten werden kann, erarbeitet. Es werden die Ausstellungsbedingungen untersucht und basierend darauf präventive Maßnahmen zu seiner Erhaltung empfohlen. Das Konzept wird in Form einer Konservierung und Restaurierung der textilen Bespannung (u.a. Rissschließung) sowie exemplarisch an der Beschichtung (u.a. Festigung) umgesetzt.
Ein Motorrad im Wandel der Zeit – Die Maschine des Radrennsportlers Arthur Tetzlaff
von Martina Glossat
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Fast ein halbes Jahrhundert wurde das um 1908 gebaute Motorrad der Brennabor-Werke genutzt. Der ehemalige Besitzer, Arthur Tetzlaff, paßte die Maschine durch vielfache Umbauten seinen individuellen Bedürfnissen, als Familienfahrzeug mit Beiwagen oder als Schrittmachermaschine bei Radrennen, an. In den folgenden Jahrzehnten überdeckten die Spuren des Zerfalls das Erscheinungsbild. Die einzelnen Bauteile und deren Zustand belegen eine wechselvolle Geschichte und werden detailliert beschrieben. Im Vergleich mit der technischen Entwicklung im Motorradbau, findet eine historische Einordnung der Baugruppen statt. Naturwissenschaftliche Untersuchungen unterstützen die Aussagen. Aus der Darstellung des Sozial- und technikhistorischen Kontextes, folgt die im Konzept geforderte weitgehende Bewahrung der überlieferten Substanz. Abschließend werden die zur Erhaltung durchzuführenden Maßnahmen erläutert.
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Diplomarbeiten 2003
Die Hammerschmiede des Næs Jernverksmuseums in Südnorwegen. Erhaltung des Großhammers – Fragen der Klimatisierung.
von Christian Bode
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Achim Unger
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist eines der drei mechanischen Hammerwerke aus der Hammerschmiede des Næs Jernverksmuseums in Südnorwegen. Das Museum bewahrt das einige, nahezu vollständig erhaltene Eisenwerk Norwegens und repräsentiert heute drei Jahrhunderte der norwegischen Eisenproduktion. Es verfügt über eine einzigartige, durch das Werk geprägte und seit 150 Jahren nicht nennenswert veränderte, Kulturlandschaft. Die seit dem Stillstand des Eisenwerkes, im Jahr 1959, einem fortgeschrittenen Abbauprozess unterliegenden Hammerkonstruktionen werden am Beispiel eines Aufwerfhammers beschrieben und dokumentiert. Die Wahl eines geeigneten Diagnoseverfahrens für alte Holzkonstruktionen, die bereits durch Holz zerstörende Organismen abgebaut worden sind, ist hierbei ein wesentlicher Bestandteil. Unter Berücksichtigung des Aufbaus, der Funktion und des Zustands der Hammerkonstruktion und des historischen Hintergrundes werden die Möglichkeiten für eine Erhaltung der Anlage und deren Durchführung entwickelt.
Die Grammophon-Puppe des Heimatmuseums Schloß Tenneberg, Konzept und Restaurierung.
von Christina Siegert
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
In der vorliegenden Arbeit wird eine Puppe mit integriertem Grammophon als Sprechmechanismus aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert kultur- und technikhistorisch eingeordnet. Weiterhin werden die Möglichkeiten des Erhalts und der Präsentation der Puppe erörtert. Die vorgesehenen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen werden nach detaillierter Zustandsdokumentation und Materialanalysen erarbeitet und umgesetzt. Das Konzept beinhaltet eine schonende Konservierung und eine Präsentation, die sowohl die Besonderheit des technischen Objektes, als auch die Puppe als Spielzeug hervorhebt. Diese Umsetzung stellt die sprechende Puppe als historisch wichtiges Zeugnis dar.
Die Dampfpumpenanlage des Heizkraftwerkes Beelitz-Heilstätten. Konzept der Erhaltung und Präsentation.
von Ingo Eggert
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Jochim Varchmin
Wichtiger Bestandteil der 1902 eröffneten Beelitzer Heilstätten sind die Pumpanlagen des Heizkraftwerkes. Jahrzehntelang versorgten diese die gesamten Heilstätten mit großen Mengen von Trink- und Brauchwasser. In den letzten Jahren waren die Pumpenhäuser, mitsamt ihren technisch hoch interessanten Einrichtungen, Vandalismus und Verfall ausgesetzt. In der vorliegenden Arbeit werden der technische Aufbau und die Bedeutung einer dieser Pumpanlagen, für die ehemaligen Heilstätten, vorgestellt. Die Anlage wird zeichnerisch, fotografisch und schriftlich dokumentiert. Für die Erhaltung und spätere Präsentation werden verschiedene Varianten diskutiert und ein denkmalgerechtes Erhaltungskonzept entwickelt. Praktischer Bestandteil der Arbeit ist die exemplarische Bearbeitung einiger Bereiche.
Eine Abteil-Deckengasleuchte der Kaiserlichen Staatsbahn, ihre Restaurierung und Konservierung
von Alexander Seifert
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Jochim Varchmin
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Entwicklung eines Konzeptes für die Restaurierung und Konservierung einer Deckengasleuchte aus dem Abteil des Bromberger Schlafwagens des Deutschen Technikmuseums Berlin (DTM). Das im Konzept herausgearbeitete Restaurierungsziel wird anschließend praktisch umgesetzt. Die Bedeutung des Bromberger Schlafwagens besteht im wesentlichen darin, daß dieser der älteste im Deutschen Reich gefertigte Schlafwagen ist, und das Abteil nahezu im originalen Zustand erhalten ist. Das Schlafwagenabteil wurde in den 1980er Jahren restauriert, mit Ausnahme der Deckengasleuchte, die seiner Zeit nach der Demontage aus logistischen Gründen nicht restauratorisch bearbeitet wurde. Für die vollständige Wiederherstellung des Abteils wird die Deckengasleuchte nach ihrer Restaurierung und Konservierung in das Gesamtensemble reintegriert. In der vorliegenden Arbeit wird neben der, für die Restaurierung und Konservierung relevanten, Aspekte auch eine historische Einordnung der Deckengasleuchte erarbeitet.
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Diplomarbeiten 2002
Das Windrad Libbenichen - Konzept zum Erhalt.
von Reinhard Bek
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Jochim Varchmin, 3. Gutachter: Prof. Dr. Ralf-Peter Voß
Das 1926 erbaute Windrad Libbenichen ist eines der letzten Windräder aus der Frühzeit der Stromgewinnung aus Windkraft. Mit dessen Hilfe konnte der Besitzer eines Einzelgehöfts bei Frankfurt/Oder seinen Strom selbst produzieren und so an den Neuerungen, die die Elektrizität ermöglichte, teilhaben. Dies war zu einer Zeit, als auf dem Land der Aufbau der zentralen Stromversorgung der Dörfer vorangetrieben wurde. Nach über 50 Jahren Stillstand und Verfall soll das Windrad nun dauerhaft erhalten werden. Zu diesem Zweck wird die Windkraftanlage in ihrem heutigen sowie in ihrem historischen Bestand in Wort und Bild beschrieben. Ferner wird das Windrad in seinen historischen Zusammenhang eingegliedert. Der Vorstellung eines dem Denkmal gerechten zukünftigen Erscheinungsbildes folgen Möglichkeiten zu dessen Realisierung.
Die Großgasmaschine Nr. XIII der ehemaligen Maschinenzentrale III auf der ehemaligen Halbergerhütte in Saarbrücken-Brebach. Erarbeitung eines Konzeptes für die Restaurierung und Konservierung eines technischen Denkmals.
von Kai Draber
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Kornelius Goetz
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Planung eines Konzeptes für die Restaurierung und Konservierung der Großgasmaschine Nr. XIII ( Baujahr 1927, Ehrhardt & Sehmer ) der ehemaligen Halbergerhütte in Saarbrücken. Nach dem Abriß der Maschinenhalle, in der die Maschine ursprünglich untergebracht war, wird die Maschine nun durch eine Dachkonstruktion gegen Niederschlag und UV-Bestrahlung weitgehend geschützt. Neben der historischen Einordnung dieses technischen Denkmals – einer der wenigen in der BRD erhaltenen Großgasmaschinen – wurde der Bestand und der Zustand dokumentiert und sich der Aufgabenstellung der notwendigen Maßnahmen für die Restaurierung und Konservierung gewidmet. Nach der Ausarbeitung des Konzeptes wurden verschiedene Maßnahmen praktisch umgesetzt, um diese auf deren praktikable Umsetzung zu überprüfen.
Restaurierung einer Europa Junior "Klarton" Lautsprecherkombination der Klangfilm GmbH.
von Lars König
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Lautsprecherkombination, die der vorliegenden Arbeit zugrunde liegt, ist der erhalten gebliebene Teil einer Tonanlage der "Klangfilm GmbH". Diese Tonanlagen wurden ab 1938 gebaut und in Lichtspieltheatern installiert. Die Besonderheit des Lautsprechersystems liegt in der Kombination von zwei unterschiedlichen Lautsprechertypen in einem Gerät. Neben der Darstellung der Entwicklungsgeschichte finden vergleichende Betrachtungen mit anderen Lautsprechern und deren Systemen statt. Der Zustand der elektroakustischen Bauteile und ihrer Oberflächen ist geprägt durch eine unsachgemäße Aufbewahrung nach ihrer Stilllegung. Auf der Grundlage von Zustandsdokumentation, Schadensprovenienz sowie material-technischer Analysen erfolgt die Erstellung des Restaurierungskonzeptes und dessen praktischer Umsetzung. Einen Schwerpunkt bilden dabei die strukturierten Lackoberflächen. Es werden Möglichkeiten der Reinigung, Stabilisierung, Ergänzungen und Konservierung aufgezeigt und durch vergleichende Untersuchungen belegt.
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Diplomarbeiten 2001
Bewegung an der Skulptur "Pershing" von Ferdinand Büttgen, sprachliche und bildliche Dokumentation, Erhaltung im musealen Kontext.
von Christian H. Lindhorst
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Neben der großen Gruppe der statischen Exponate gibt es in den Museen solche, die sich in ihrer Gestalt oder Lage selbständig verändern. Diese bewegten Objekte finden sich überwiegend in den Sammlungen der modernen Kunst und in den Technikmuseen. Für den restauratorischen/konservatorischen Umgang mit solchen Objekten bedeutet das ergänzend zum Anspruch des Materialerhalts die Auseinandersetzung mit der immateriellen Größe der Bewegung. Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit wird der Versuch einer Rekonstruktion der Bewegungen an dem kinetischen Kunstwerk Pershing von Ferdinand Büttgen unternommen. Dabei zeigt sich, daß für die Wiederherstellung der ursprünglichen Bewegung wesentliche Informationen fehlen. Aus der Überlegung, wie dieses zu-künftig vermieden werden kann, ergibt sich das Bedürfnis für eine besondere dokumentarische Form. In der Arbeit wird eine mögliche Bewegungsdokumentation entwickelt und angewendet.
Bewegung erhalten?! Die kinetische Kunst von Gerhard v. Graevenitz
von Ulrich Lang
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restauratorin Friederike Waentig
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Fragen der Konservierung, Restaurierung und Ausstellung von Kinetischer Kunst. Im Zentrum steht die Frage nach der Erhaltung der Bewegungsstruktur als entscheidendes Element für die reale Bewegung. Welche Form der Dokumentation, Bewahrung und Restaurierung ist möglich und sinnvoll? Wie kann die ›Idee‹ der Bewegung trotz des ›natürlichen‹ Verschleißes konserviert und damit erhalten werden? Verfolgt werden diese Fragen am Beispiel der Restaurierung eines kinetischen Objektes von Gerhard v. Graevenitz, der mit seinem Werk in konstruktivistischer Tradition steht.
Möglichkeiten für den Erhalt von elektrischen Kleinantrieben : Die Restaurierung eines Haushaltsgerätes mit Universalmotor.
von Karsten Seyfert
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Erhalt einer elektrischen Küchenmaschine mit ihren verschiedenen Anbaugeräten. Die Küchenmaschine HM/KA1/220, auch unter dem Namen "Neuzeit I" bekannt, wurde von der Robert Bosch GmbH Stuttgart zwischen 1951 und 1968 gefertigt. Während dieser Zeit wurde die Konstruktion mehrmals verändert. Bei dem vorliegenden Modell HM/KA1 /220D aus dem Jahre 1957 liegen viele Teile erstmalig in Kunststoffausführung vor. Eine technische Dokumentation und Untersuchungen der zahlreichen Materialien liefern die Grundlage für die darauffolgende Restaurierung. Bei dem Elektromotor der Maschine handelt es sich um einen sogenannten Universalmotor. Diese Motorenart gehört zu den wichtigsten Kleinantrieben überhaupt. Die Beschreibung der allgemeinen Erkennungsmerkmale und Funktionsweisen versucht, einen technischen Einblick aus dem Blickwinkel der Restaurierung zu vermitteln. Probleme des Erhalts werden erörtert und Lösungswege diskutiert.
Das Pumpwerk des Schlosses Ellwangen. Konzept der Erhaltung und Wiederherstellung, Planung der durchzuführenden Arbeiten
von Olaf Ruprecht
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Hans-Peter Münzenmayer
Gegenstand der Diplomarbeit ist das Pumpwerk des Schlosses Ellwangen (Baden-Württemberg), dessen Wurzel im 16. Jahrhundert liegt. Große Teile der wasserkraftbetriebenen Pumpe sind in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ersetzt worden. Im Rahmen der Diplomarbeit wurde die Anlage verbal, fotografisch und zeichnerisch in einer Bestands- und Zustandsanalyse dokumentiert. Als Grundlage für später zu ergreifende Klimatisierungsmaßnahmen des Maschinenraumes wurde das Raumklima durch eine Langzeitmessung ermittelt. Nach der Erarbeitung eines Restaurierungs- und Konservierungskonzeptes wurde die Korrosionsentfernung an ehemals blanken Bauteilen aus Eisen exemplarisch durchgeführt.
Eine frühe Typenhebelkorbschreib-maschine der Berliner Firma Frister & Rossmann
von Elke Kiffe
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Die vorliegende Diplomarbeit befaßt sich mit der konservatorischen und restauratorischen Bearbeitung eines feinwerktechnischen Gerätes der Bürotechnik, genauer einer Typenhebelkorbschreibmaschine von 1896 aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin, die zu damaliger Zeit vornehmlich bei Behörden und Rechtsanwälten Einsatz fand. Dieser Schreibmaschinentyp wurde ab 1892 in der Berliner Nähmaschinenfabrik Frister & Rossmann nach Vorbild der amerikanischen CALIGRAPH nachgebaut und galt zu jener Zeit als die erste in Deutschland hergestellte Typenhebelschreibmaschine. Das macht die Maschine in technischer und historischer Hinsicht gleichermaßen interessant. Schwerpunkt dieser Arbeit sind Materialanalysen und die daraus entwickelten Erhaltungsmaßnahmen.
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Diplomarbeiten 2000
Eine Bronzeglocke aus der Glockengießerei K. Hamm in Regensburg. Klanganalyse im Zusammenhang mit der Restaurierung und der dafür notwendigen Demontage
von Renate Caesar
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Eine Glocke besteht aus einem Klangkörper der an einem Joch hängt. Beim Herstellungsprozeß legt der Glockengießermeister durch Form, Größe und Gewicht des Glockenkörpers den spezifischen Ton fest. Veränderungen am Tonspektrum können sekundär durch Stimmen der Glocke erfolgen. Dem Klang der Glocke kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Dieser Aspekt ist bei der Restaurierung der einzelnen Komponenten mit zu berücksichtigen.
Textilien – eine Herausforderung im Umgang mit Technischem Kulturgut. Polster und Stoffbespannungen in einem Automobil von 1928
von Christine Daniel
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Christian Stadelmann
Der Wanderer W10/II Baujahr 1926 und seine Konservierung und Restaurierung - ein Gemeinschaftsprojekt des Studienganges Restaurierung/ Grabungstechnik der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Auto Union GmbH Ingolstadt. Im Rahmen dieses Projektes setzt sich die vorliegende Arbeit mit der Konservierung der textilen Objekte im Innenraum des Automobils auseinander. Im Vordergrund stehen die Reinigung der textilen Oberflächen sowie die Bekämpfung des vorliegenden Schädlingsbefalls. Nach naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Identifikation der Fasern und Recherchen im Umgang mit Textilien in Sammlungen wurden die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen festgelegt. In Abstimmung mit anderen Materialbereichen wird ein gepflegter Erhaltungszustand des Automobils angestrebt. Der Wanderer soll nach Abschluss der Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten in den Ausstellungsräumen der historischen Fahrzeugsammlung der Auto Union GmbH präsentiert werden.
Schmierstoffe in der Restaurierung von technischem Kulturgut – am Beispiel eines Personenkraftwagens des Typs Wanderer W10/II von 1928
von Steffen Seidel
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller–Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach dem Umgang mit Schmierstoffen an technischen Objekten im musealen Kontext. Den Schwerpunkt bildet dabei der eingeschränkte Betriebszustand. Ausgehend von der Erhaltungswürdigkeit von Schmierstoffen als konstruktiver Bestandteil werden Aussagen zum Aufbau, der Alterungsbeständigkeit und der Verträglichkeit mit angrenzenden Materialien getroffen. Mit Hilfe der aufgeführten Kriterien und Analyseverfahren ist es möglich, den Zustand von Schmierstoffen zu beurteilen. Es wird weiterhin verdeutlicht, daß eine Entscheidung, für den Erhalt, die Entfernung oder den Austausch eines Schmierstoffes die Betrachtung des gesamten tribologischen Systems erfordert. Die praktische Umsetzung erfolgte an den schmierungstechnisch relevanten Baugruppen eines Personenkraftwagens des Typs Wanderer W10/II von 1928.
Szenographische Modelle im neuen Kontext
von Martin Engel
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Diplomarbeit befaßt sich mit der Konservierung und Restaurierung eines szenographischen Modells in Form einer Rakete, die 1976 für den Science Fiction-Film „Im Staub der Sterne“ bei der DEFA gefertigt wurde. Für die Trickaufnahmen im Film wurden Teile der Rakete motorisch in Bewegung versetzt. Zusätzlich hinterließen die verwendeten pyrotechnischen Effekte ihre Spuren. Nach der detaillierten Beschreibung der Bauteile und ihrer Veränderungen wird ein Konzept für die Restaurierung und deren Durchführung entwickelt, das die Erhaltung der Betriebsspuren und die Wiederherstellung der Bewegungsfunktionen vorsieht. Für das Fügen gebrochener Lötstellen an der Rakete werden Reaktionsharze auf der Basis von Methacrylsäureestern untersucht und eingesetzt.
Die Restaurierung elektrischer Ausrüstungen am Beispiel eines Kraftfahrzeuges vom Typ Wanderer W 10/II.
von Ike Mettke
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Am Beispiel eines Automobils der Marke Wanderer W 10/II, Baujahr 1928 beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit Erhaltungsmöglichkeiten gealterter elektrischer Aggregate und Zuleitungen. Insbesondere werden Kabel-Isolierwerkstoffe auf der Basis von Naturkautschukvulkanisaten wie sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert weite Verbreitung fanden auf Materialzusammensetzung und Erhaltungszustand untersucht. Zur Stabilisierung von schadhaften Kabelisolierungen werden Verbundtechniken sowie Ergänzungsmaterialien auf der Basis von Kautschuklösungen, Wachsmassen und Papierbandagen vorgestellt. Ergänzend werden Funktionsproben durchgeführt und Möglichkeiten einer Wiederinbetriebnahme von gealterten elektrischen Aggregaten und Zuleitungen ausgewertet.
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Diplomarbeiten 1999
Probleme bei der Erhaltung von Wildschweinzahnapplikationen am Beispiel zweier Brustschilde von Lederpanzern der Bergbewohner der Insel Alor, Indonesien.
von Stefanie Scheerer
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Das Ziel der Diplomarbeit ist die Restaurierung und Konservierung der Brustschilde zweier Lederpanzer von Kriegern der Bergbewohner von der indonesischen Insel Alor. Die Brustschilde bestehen aus einer Vielzahl anorganischer Materialien und sind reich verziert mit Wildschweinzahnapplikationen in unterschiedlichem Erhaltungszustand. Der kulturelle Hintergrund der Brustschilde sowie Aufbau, Zusammensetzung und Struktur der Zähne werden beschrieben. Dem schließt sich eine Erläuterung möglicher Ursachen für Schäden an Wildschweinzähnen an. Verschiedene Methoden, diesen Schäden entgegenzuwirken und ihnen vorzubeugen, werden anhand von Klimakammertests untersucht. Die Restaurierung umfaßt unter anderem die Reinigung der Brustschilde, die Rückformung von Pflanzenfasern und der Wasserbüffelhaut sowie die Festigung loser Teile des Zahnschmelzes und die Rückformung und Klebung der Wildschweinzähne.
Wanderer W 10/II des Auto Union Museums - Konzeptionelle Überlegung zu einer Fahrzeugrestaurierung und deren teilweise Umsetzung.
von John-Ernst Ludwig
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Ein Automobil der Wanderer - Werke wird für das Werksmuseum der Audi AG restauriert. Der Kraftwagen vom Typ W 10/II, Baujahr 1928, ist nach 67 Jahren außer Dienst gestellt worden. Durch die lange Nutzung sind deutliche Spuren des Gebrauches zu erkennen. In der vorliegenden Arbeit wird auf die Bedeutung der Wanderer - Kraftwagen und die technikhistorischen Besonderheiten des Objektes eingegangen. Es werden umfangreiche Voruntersuchungen durchgeführt, interpretiert und zu einer grundsätzlichen Arbeitskonzeption zusammengefaßt. An Beispielen werden erhaltende Maßnahmen diskutiert und umgesetzt.
Die Ragower Mühle und ihre Erhaltung als technisches Denkmal
von Christoph Schröter
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Jochim Varchmin
Gegenstand der Diplomarbeit, die Ragower Mühle, ist die letzte Wassermühlenanlage mit komplett erhaltener Mühlentechnik im Schlaubetal (Bundesland Brandenburg). Sie spiegelt die Arbeitsweise einer bäuerlichen Handwerksmühle aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts wieder. Im Rahmen der Diplomarbeit wurde der gesamte Baukörper und die Maschinenanlage verbal, fotografisch und zeichnerisch erfaßt. Ein weiterer Schwerpunkt war neben dieser Bestands- und Zustandsanalyse die baugeschichtliche Erforschung der Mühle sowie die technikhistorische Einordnung. Der angetroffene Zustand machte eine Konservierung zur Substanzerhaltung notwendig. Nach der Erarbeitung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes für die gesamte Mühle, wurde am Mahlgang die Konservierung exemplarisch durchgeführt.
Ergänzung metallischer Überzüge - Nickel und Chrom
von Sebastian Anastasow
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Problematik um geschädigte Nickel- und Chromüberzüge ist im Bereich der Restaurierung bekannt. Aufgrund des oft unterschätzten Stellenwertes sind Erhaltungsmöglichkeiten dieser Überzugsmaterialien noch nicht ausreichend erschöpft worden. Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit vernickelten und verchromten Bauteilen an einem historischen Automobil, einem "Wanderer W 10/II" vom Baujahr 1928. An diesem Automobil sind rund 40 vernickelte und verchromte Baugruppen zu finden, die zerlegt viele Einzelteile umfassen. Über naturwissenschaftliche Untersuchungen wurden Überzugs- und Trägermaterialien identifiziert, sowie versucht die Herstellungsverfahren zu ermitteln. Aus Zustandssituation, Untersuchung und konzeptioneller Betrachtung wurden Restaurierungsmaßnahmen, insbesondere Ergänzungsmöglichkeiten festgelegt. Vorzugsweise sollen Ergänzungen auf Blattmetallisierungen basieren, die eine gute Alternative zum bisher häufig angewandten "Neugalvanisieren" darstellt. Das Automobil soll eventuell in Ausstellungsräumen der historischen Fahrzeugsammlung der "Auto-Union GmbH" präsentiert werden. Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen an vernickelten und verchromten Bauteilen stehen in engem Zusammenhang mit dem hier angestrebten Restaurierungsziel des Automobils.
Pigmentierte Lacke auf technischen Objekten - Automobil-lackierungen
von Andrea Grund
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Christian Stadelmann
In der Arbeit wird die geschichtliche Entwicklung der Fahrzeuglackierungen und der praktische Umgang mit einer Lackierung eines Kraftfahrzeugs der Marke Wanderer W 10/II von 1928 vorgestellt. Um einen Überblick zu erhalten, wie Fahrzeuglackierungen üblicherweise restauriert werden und in welchem Zustand diese Lackierungen derzeit sind, wurden Vergleiche mit anderen älteren Fahrzeugen angestellt. Da in den meisten Fällen eine umfangreiche handwerkliche Überarbeitung zu finden war, wurde im restauratorischen Teil der Arbeit bewußt versucht, andere Möglichkeiten für den Erhalt von lebendig aussehenden, historisch gewachsenen Lackschichten zu finden. Zu Beginn der Restaurierung werden einfache Identifizierungsmöglichkeiten der Lackbestandteile dargestellt. Darauf basierend wurden für die Lackfestigung, die Kittung und die Retusche des Lackes jeweils Testreihen durchgeführt und anschließend ausgewertet. Die Methoden zur Bearbeitung wurden aus der Gemälde- und Skulpturenrestaurierung übernommen und leicht modifiziert auf die veränderten Bedingungen des empfindlichen monochromen Cellulosenitratlackes übertragen.
Kunstlederbespannungen im frühen Automobilbau - Der Wanderer W 10/II
von Ingo Carow
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
Automobile wurden bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts vielfach mit unterschiedlichen Kunstledersorten bespannt. Zwei spezielle Arten verwendete man beim Wanderer W 10/II - "Kunstleder" auf Cellulosenitrat-Basis und "Ledertuch" auf Basis von Leinölfirnissen. Typische Schäden an diesen Materialien und ihre Entstehungsursache werden in dieser Arbeit untersucht. Der schichtweise Aufbau, die Produktion von Kunstleder und die Zerfallsprozesse von Cellulosenitrat werden erörtert. Weiterhin werden Möglichkeiten zur Restaurierung und Konservierung entwickelt und über deren Ausführung berichtet.
Massenprodukt Galvanoplastik - Die Restaurierung einer Grabfigur des Kaufbeurener Stadtfriedhofs
von Andjelka Dropulja
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Diplomarbeit mit dem Titel "Massenprodukt Galvanoplastik" beschäftigt sich mit der Restaurierungsproblematik von freibewitterten galvanoplastisch hergestellten Figuren. Am Beispiel einer Grabfigur aus Kaufbeuren wurde ein Restaurierungskonzept entwickelt, das die Wiederaufstellung der Figur an ihrem ursprünglichen Standort erlaubt und dennoch den Restaurierungsrichtlinien folgt, die einen größtmöglichen Erhalt der Originalsubstanz fordern. Das bedeutet im vorliegenden Fall, dass eine Alternative zu der häufig durchgeführten Entfernung der gesamten Kernmasse gefunden werden mußte. In diesem Fall wurde die Kernmasse im Inneren der Figur belassen. Um die korrosionsbedingte Ausdehnung der im Inneren der Figur verlaufenden Armierungseisen zu verlangsamen, wurde die Kernmasse mit mikrokristallinem Wachs hydrophobiert. Mit dieser reversiblen Maßnahme soll die korrosionsbedingte Ausdehnung der im Inneren verlaufenden Armierungseisen verlangsamt werden, die ursächlich für den Zerstörungsprozeß ist.
Behandlung korrodierter Oberflächen von Objekten aus Aluminium- und Magnesiumlegierungen
von Jens Dornheim
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Es werden die Herstellungsgeschichte und Eigenschaften einschließlich des Korrosionsverhaltens von Aluminium und Magnesium sowie deren Legierungen beschrieben. Unter dem Gesichtspunkt der Eignung für die Restaurierung von Objekten aus Aluminium- und Magnesiumwerkstoffen wurden Untersuchungsserien mit ausgewählten Lösungsmitteln, Chemikalien und industriellen Reinigungsmitteln durchgeführt. Neben diesen Behandlungen fanden Tests zur Trockenreinigung einschließlich dem Abtragen von Korrosions- und Schmutzschichten mittels Laserstrahl statt. Die Untersuchungen zeigen Wege für eine schonende Oberflächenreinigung auf und regen zur weiteren Beschäftigung mit dieser Problematik an. Umgesetzt wurden die während der Testserien gewonnenen Erkenntnisse bei der Restaurierung einer, aus sowjetischer Produktion von 1965 stammenden, 70 mm-Handkamera, die Leichtmetallkorrosion aufwies.
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Diplomarbeiten 1998
Über Möglichkeiten, Lincrusta-Wandbespannungen zu restaurieren
von Eva Laabs
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Dr. Volker Koesling
1877 schuf Frederik Walton die Lincrusta-Tapete. Die Wände einiger Räume im Eisenbahn-Salonwagen des letzten deutschen Kaisers waren mit Lincrusta verkleidet, die im Verlauf von mehr als hundert Jahren beschädigt wurde. In der vorliegenden Arbeit werden historische, künstlerische und technische Fragen erörtert. Weiterhin werden Berichte zur Restaurierungsarbeit gegeben und Vorschläge zu ihrer Fortsetzung unterbreitet.
Das Taufbecken der St. Marien-Kirche Prenzlau
von Olaf Ignaszewski
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Das Bronzetaufbecken aus dem Ende des 14. Jh. bis Anfang des 15. Jh., hat eine pokalähnliche Form und steht auf drei liegenden Tieren. Drei Trägerfiguren befinden sich zwischen Pokalfuß und Becken. Das Objekt weist historisch enrworbene Schäden auf: Risse und Bruchstellen in Zusammenhang mit einem teilweise vorhandenen Sandkern sowie Brandspuren, Bronze- und Eisenkorrosion. Die Arbeit befaßt sich mit materialtechnischen Untersuchungen in Bezug auf den Herstellungsprozeß und der Zusammengehörigkeit der einzelnen Teile sowie mit der Reinigung durch Mikropartikelstrahlen, der Wachskonservierung und der Rekonstruktion des Objektes.
Kinemacolor, eine Filmkamera der Marke Urban, ihre Konservierung und Restaurierung
von Tim Lücke
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Inhalt dieser Diplomarbeit ist die Konservierung und Restaurierung einer "Kinemacolor-Kamera". Durch Literaturrecherche wird versucht, ihren film- und technikhistorischen Wert zu ermitteln und ihre Bedeutung für die Colorkinematographie zu belegen. Ausgangspunkt der Arbeit ist der massive Pilzbefall und deren Identifizierung. Fortgesetzt wird mit der Untersuchung von Zerfallserscheinungen an unterschiedlichen Materialien. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Metalle, insbesondere das Aluminium und seine Legierungen. Das Korrosionsverhalten, verschiedene Schadensbilder, insbesondere die Filigrankorrosion, werden dabei näher betrachtet. Unter Berücksichtigung der spärlichen Quellenlage erfolgen erste konservatorische Behandlungsansätze. Neben substanzerhaltenden Maßnahmen an geschädigten organischen Materialien waren Ergänzungen zur Stabilisierung und auch zur Erfassung des Objektes notwendig.
Restaurierung und Erhalt filmhistorischer Konstruktionen – der "Kurbelkasten I" des Filmpioniers Max Skladanowsky
von Albrecht Gumlich
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Am 1. November 1895 gelingt den Gebrüdern Skladanowsky die erste öffentliche Filmprojektion in Deutschland. Die dafür entwickelte Aufnahmekamera, der sogenannte "Kurbelkasten I", gehört zu filmtechnischen Geräten von Max Skladanowsky, mit deren Erhalt sich die vorliegende Arbeit befaßt. Dieser Aufnahmeapparat nimmt eine chronologische Sonderstellung in der deutschen Filmgeschichte ein, stellt aber keinen Durchbruch für die Filmtechnik dar. Die historische Entwicklung einschließlich des "Erfinderstreits" wird betrachtet. Eine Zielvorstellung und die Konzeption der Restaurierung werden entwickelt. Dabei werden die Einzelschritte der Restaurierung des Aufnahmegeräts diskutiert sowie die daraus resultierenden Maßnahmen konkretisiert.
Ein Elektrisiergerät als Münzautomat
von Sebastian Neubert
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Gerhard Wasserscheidt
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem Elektrisiergerät in Form eines Münzautomaten aus den 20 - er Jahren. Das Gerät sollte in Vorbereitung einer Ausstellung in den Technischen Sammlungen wissenschaftlich bearbeitet und restauriert werden. Es wird versucht, den Automaten anhand der allgemeinen Geschichte von Münzautomaten und der Entwicklung der medizinischen Elektrisiergeräte historisch einzuordnen. Die Gerätekomponenten werden beschrieben und die einzelnen Funktionsabläufe erklärt. Nach der Analyse der Schäden erfolgt die Restaurierung des Gerätes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reinigung, Sicherung, Konservierung und Ergänzung der vernickelten Oberflächen. Abschließend erfolgt ein Versuch der Rekonstruktion der Fehlteile.
Polyhymat 80 C - ein klingendes Museumsobjekt?
von Lutz Strobach
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Gerhard Wasserscheidt
Die Musikbox Polyhymat 80 C wurde 1963 in der DDR produziert. Viele der an der Musikbox eingesetzten Kunststoffe zeigen nach wenigen Jahrzehnten bereits starke Abbauerscheinungen. Zur Konservierung und Restaurierung dieser Werkstoffe wurde die sauerstoffarme Lagerung sowie ein Verbundsystem aus Japanpapier und mikrokristallinem Wachs zur Festigung eingesetzt. Zur Reduktion der thermischen Schäden beim Wiederbefestigen PVC-isolierter Kabel wurden verschiedene Verfahren getestet. Am Objekt wurde das Löten mit einem Zinn-Indium-Lot eingesetzt.
Außendeponierung von Objekten im Rheinischen Industriemuseum
von Stefan Mai
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Kornelius Goetz
Diese Arbeit befaßt sich mit der Konservierung frei bewittert deponierter Objekte des Rheinischen Industriemuseums (RIM). Die Entstehung des RIM und das dort auftretende Problem der Deponierung im freien gelagerter Objekte werden kurz skizziert. Nach einer Betrachtung historischer Lösungswege im Korrosionsschutz, einer Museumsbefragung zum Umgang mit dieser Problematik und einer Literaturrecherche wurden, in Zusammenarbeit mit dem Zollern-lnstitut, Bochum, transparente Beschichtungsmaterialien untersucht. Mit den hierbei gewonnenen Erkenntnissen werden an Fallbeispielen des RIM mögliche Lösungswege zur Deponierung aufgezeigt. Hier zeigt sich, das eine Deponierung bei freier Bewitterung nur bei einfach aufgebauten Objekten zu bewältigen ist, für komplex aufgebaute Objekte wie Fahrzeuge und Maschinen wird dringend eine Lagerung in Innenbereichen empfohlen.
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Diplomarbeiten 1997
Die Restaurierung einer "Kinobox B"unter besonderer Berücksichtigung der vorliegenden Asbestproblematik
von Torsten Lange
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Diplom-Restaurator (FH) Dietmar Linke
Die Diplomarbeit behandelt die Untersuchung und Restaurierung eines Stummfilmprojektors. Zu Beginn werden die Geschichte, Bedeutung, Funktionsweise und das Schadensbild dieser "Kinobox B" dargestellt. Durch hohe Feuchtigkeit und Klimaschwankungen korrodierten die vielfältigen Materialien, und die Festigkeit des Korpus und der Materialverbindungen ging verloren. Der lederbezogene Holzkoffer wurden erheblich von Fraßschädlingen angegriffen, so daß Festigungs- und Ergänzungsmaßnahmen notwendig wurden. Aus Gründen des Feuergefährlichkeit der verwendeten Cellulosenitratfilme, ist der Koffer mit Asbestpappe ausgekleidet, deren starke Schäden untersucht wurden. Im Anschluß konnte durch weitere umfangreiche Untersuchungen und Verarbeitungsversuche ein sicheres Tränkungs- und Beschichtungssystem für die Restaurierung der Kinobox gefunden werden. Damit können praktische Erfahrungen vermittelt werden, die Anregungen für zukünftige Untersuchungen bieten.
Phonographenwalzen:Probleme bei der Restaurierung, Informationssicherung und Übertragung von Tonträgern aus Wachs
von Nikolai Exner
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Der 1877 von Edison erfundene Phonograph war lange Zeit das einzige Gerät, mit dem Völkerkundler Musikaufnahmen von Kulturen aus aller Welt anfertigen konnten. Der Bestand des Völkerkundemuseums Berlin an Phonographenwalzen, stammt aus den Jahren 1893 - 1943, zählt zu den bedeutendsten Schallarchiven der Welt und ist durch Kriegseinwirkung und Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen worden. Versprödung der Wachswalzen, damit einhergehender Riß und Bruch, Ausblühungen und Schimmel sind die häufigsten Schäden. Die Arbeit befaßt sich mit der Frage, wie man sie restaurieren kann, wie man die Information "herunterbekommt" und welche Lösungsansätze moderne (digitale) Datenverarbeitungsmethoden bieten.
Passive Restaurierung eines Unterwasserfundes Teil 1 – Konzeptentwicklung und Durchführung
von Ulrich Feldhaus
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Bei dem von uns bearbeiteten Objekt handelt es sich um die Turbopumpe eines A4, besser bekannt unter dem Namen V2. Die Pumpe diente zur Förderung der Flüssigtreibstoffe aus den Tanks in die Brennkammer des Raketenantriebs. Kriegsbedingt erfolgte 1943 die Verlagerung der Waffenproduktion in unterirdische, bombensichere Räumlichkeiten. Entsprechend ihrer Lage im Reich entstanden so die Fertigungsstätten Südwerk, Ostwerk und Mittelwerk. Die im Rahmen dieser Diplomarbeit geborgene und in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ausgestellte Pumpe stammt aus dem, bei Nordhausen gelegenen, ehemaligen Mittelwerk. Unsere Aufgabe bestand nun darin, neben dem Erhalt der Pumpe eine gedenkstättengerechte Art der Präsentation zu finden. Im Folgenden soll der Entscheidungsfindungs-Prozeß für die Erstellung dieses Restaurierungskonzeptes und dessen Durchführung vorgestellt werden. Zunächst sollte man sich darüber klar werden, welche Konsequenzen Eingriffe in Objekt und Objektumfeld nach sich ziehen. Zum einen verfälscht das Aufbringen von Konservierungsstoffen den optischen Eindruck einer Oberfläche. Zum anderen ändert sich die Objektaussage durch Hinzugabe beziehungsweise Wegnahme von An- oder Umbauten, durch Hervorhebung oder Zurücknahme von Gebrauchsspuren und durch die Art der Präsentation. Es werden also Maßnahmen durchgeführt, die dem Betrachter verschiedene Aspekte eines Objektes erschließen können. Vorrangiges Ziel jeder Restaurierung bleibt es jedoch, den Verfall eines Objektes weitestgehend zu bremsen. Wir wagen die Benutzung des Begriffes "Passive Restaurierung" für den Versuch, ein Objekt ohne Eingriffe, nur durch Schaffung von den Verfall hemmenden Umfeldbedingungen, zu erhalten und so im Fundzustand präsentieren zu können.
Passive Restaurierung eines Unterwasserfundes TeiI 2 – Entwicklung von Prüfmethoden und Diskussion des Erhaltungskonzeptes
von Martin Kaufmann
1. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas M.A., 2. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
Gegenstand der mit Herrn Ulrich Feldhaus gemeinsam bearbeiteten Diplomarbeit ist die Bergung und Präsentation einer Turbopumpe des A4 in Nordhausen (Harz). Dort wurde diese Waffe unter menschenverachtenden Bedingungen und mit dem Tod von über 20 000 KZ-Häftlingen verbunden, hergestellt. Aufgabe dieses zweiten Teils soll die Überprufting und Diskussion des von uns entwickelten und realisierten Restaurierungskonzeptes mittels Langzeitmessungen sein. Nachdem im Jahre 1945 die Wasserhaltung in den unterirdischen Produktionsanlagen des Mittelwerkes abgeschaltet worden war, füllten sich die unter dem Grundwasserspiegel liegenden Teile des Stollensystems allmählich mit Wasser. Daher ist davon auszugehen, daß höher gelegene Objekte unbestimmt längere Zeit der Atmosphäre ausgesetzt waren, als diejenigen, welche in den tiefer gelegenen Teilen der Hallen zu finden sind. Anhand verschiedener geborgener und inventarisierter Maschinenteile zeigte sich, daß die Metalloberflächen der ihrer Lage nach schneller von Wasser bedeckten Teile unter den Anhydrid-Konkretionen sehr gut erhalten sind. Kommen sie während der Bergung mit Luft in Berührung, setzt der Korrosionsprozeß gut sichtbar innerhalb weniger Minuten ein. Diese extrem niedrige Ionisierungsschwelle ließ uns folgern, daß zunächst jeglicher Kontakt mit der Luft zu vermeiden sei. Der ausgezeichnete Erhaltungszustand brachte uns auf den Gedanken, nicht das Objekt den Umgebungsparametern anzupassen, sondern diese dem Objekt. Die Arbeit am Objekt sollte auf ein Minimum reduziert werden. Eine Präsentation im Fundzustand erschien uns adäquat . Aufgrund dieser Vorgaben war nun eine geschlossene Vitrine zu konstruieren, mit Stollenwasser zu befüllen und die Pumpe ohne Kontakt zu Luftsauerstoff dort einzubringen.Das Objekt befindet sich somit in einem Medium, das einen freien Ionenübertritt aus der festen in die flüssige Phase ermöglicht. Sollten nun Korrosionsprozesse ablaufen, müßte sich dies in den Ionenkonzentrationen der einzelnen Elemente innerhalb der Lösung niederschlagen und mit analytischen Methoden meßbar sein. Die im Verwaltungsgebäude der Gedenkstätte ausgestellte Vitrine wurde während des Zeitraumes eines halben Jahres wöchentlich beprobt und jede wahrnehmbare Zustandsänderung protokolliert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen, werden diese fortgesetzt, zur Entwicklung weiterführender Konzepte dienen.
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