Berufsbild

Berufsfeld 1: Kultur bewahren

Die Absolventen und Absolventinnen der drei Schwerpunkte Archäologisches-Historisches Kulturgut, Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut sowie Moderne Materialien und Technisches Kulturgut erwerben im Studium das Fachwissen und die Fähigkeiten für eine erfolgreiche Laufbahn in unterschiedlichen restauratorisch und konservierend tätigen Berufen. Als Restauratoren widmen sie sich Schutz und Erhalt von Kulturgütern. Dabei geht es nicht nur um Jahrtausende alte Grabbeigaben oder vergilbende Pressefotografien – auch die jüngere Vergangenheit bietet zahlreiche Kulturerrungenschaften, deren Erhalt für künftige Generationen eine gesellschaftlich bedeutungsvolle Aufgabe ist. Die drei Vertiefungsrichtungen des Studiums spiegeln die unterschiedlichen Arten des Kulturguts wider, von antiken Vasen über alte Tonaufnahmen bis zu modernen Materialien.

Berufsfeld 2: Kultur finden

Absolventinnen und Absolventen der Grabungstechnik arbeiten in der Denkmalpflege und der archäologischen Forschung – das heißt, sie finden und bergen mitunter jene Relikte vergangener Kulturen, die ihre ehemaligen Kommilitonen später restaurieren. Dabei gehen sie mit hochmoderner Technik um und benötigen wissenschaftliche Kenntnisse für die Analyse der Fundstücke. Außerdem haben Grabungstechniker oft die technische Leitung von Grabungen inne, arbeiten also als Manager und Projektleiter.

Berufsaussichten

Der Stellenmarkt für Restauratoren ist nicht riesig, denn die Zahl der Arbeitgeber – Archive, Museen, Forschungsinstitute und Privatfirmen – ist begrenzt. Die Berufe in diesem Bereich sind aber anspruchsvoll, sodass wirkliche Expertinnen und Experten gefragt sind. Deshalb spezialisieren sich an der HTW Berlin bereits die Bachelor-Studierenden und erwerben zudem umfangreiche praktische Erfahrungen und haben so gute Aussichten auf einen raschen Berufseinstieg nach dem Abschluss. Einen starken Trend stellt außerdem die Freiberuflichkeit dar; auch Museen und Galerien greifen zunehmen auf Selbstständige zurück.

Auch für Ausgrabungsingenieure sind die Stellen eher begrenzt. Aber die Aussicht, in der Archäologie eine Arbeit zu finden, dürfte für sie wegen ihrer komplementären Kompetenzen in modernen feldarchäologischen Techniken wesentlich höher sein, als für die Masse von Absolventen der universitären archäologischen Disziplinen.

Die Bandbreite der Gehälter in der Branche ist sehr groß, ebenso die Zahl der Beschäftigungsformen. Von der Beamtenstelle bis zur selbstständigen Beratertätigkeit kann daher jeder, dessen Herz für alte und neue Kulturgüter schlägt und der den Erfolg seiner Arbeit gerne mit Händen greifen will, in diesem Berufsfeld glücklich werden.

Der direkt anschließende Master-Studiengang Konservierung und Restaurierung vertieft die wissenschaftlich-methodische Forschung und eröffnet den Weg zur Promotion.

Die Möglichkeit der Promotion an der HTW Berlin mit einer kooperierenden Universität befähigt zur Übernahme von Führungsverantwortung ebenso wie von Dozententätigkeiten in der Fortbildung und in der Hochschullehre.

Noch Fragen?

Weitere Informationen halten die Studienfachberatung und der Career Service bereit.