HTW Berlin » Fachbereich Gestaltung

Studiengang Konservierung und Restaurierung / Grabungstechnik

2010

Diplomarbeit Matthias Farke

Titel: Glas, Holz, Metall, Keramik und Textilien - gegenständliche Geschichtsquellen zwischen Renaissance und Barock
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird die Konservierung und Restaurierung einzelner Fundobjekte unterschiedlicher Materialien aus einem geschlossenen Fundkomplex einer archäologischen Grabung in der Altstadt von Lübeck aus den Jahren 2001 bis 2002 beschrieben. Ziel ist dabei sowohl der Materialerhalt als auch die Einordnung der Objekte in den zeitlichen und örtlichen Kontext eines bürgerlichen Haushaltes in der bekannten norddeutschen Hansestadt im zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts.

2009

Diplomarbeit Heiko Breuer

Titel: Schuhe aus barocken Bestattungen der Klosterkirche Ilsenburg

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Christian-Heinrich Wunderlich

Zusammenfassung: Die Schuhe aus den barocken Gräbern der Klosterkirche Ilsenburg werden zunächst in ihr historisches Umfeld eingeordnet. Der Charakter der Schuhe als historische Zeugnisse wird betont und der aktuelle Forschungsstand zur Informationsgewinnung an archäologischem Leder beschrieben. Neben einer angemessenen Restaurierung/Konservierung des Leders werden aufgrund beobachteter Fertigungsspuren auch herstellungstechnologische Überlegungen angestellt.

Diplomarbeit Hans-Jürgen Schulz

Titel: Rokoko-Kommode aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - Untersuchung, Konzeption und Restaurierung

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchthold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Ziel der Arbeit ist die Restaurierung einer Kommode des französischen Rokoko, neben der historischen und kunsthistorischen Einordnung, finden die Pariser Ebenisten eine besondere Erwähnung. Die theoretische Begründung dieses Konzeptes ist Gegenstand der Erörterung im kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt, in der Auseinandersetzung über die Authentizitätsproblematik historischer Objekte. Nach der Verdeutlichung vorherrschender Positionen, die sich inhaltlich immer noch an die 1901 von Georg Dehio, veröffentlichten Position: "Konservieren nicht Restaurieren" anlehnt, soll hier über die Zuordnung von Authentizität reflektiert werden. Insbesondere die Auseinandersetzung über die Bedeutung der originalen Substanz soll unter dem Aspekt authentizitätsbildender Parameter erörtert werden. Die praktische Umsetzung des aus diesem Diskurs gewonnenen Erkenntnisse bildet dann die theoretische Grundlage für das gewählte Restaurierungskonzept.

Diplomarbeit Uwe Strömsdörfer

Titel: Ein Augsburger Kabinettschrank aus den Sammlungen des Residenzschlosses Altenburg - Technologische Untersuchungen sowie die Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Prof. Dr. Christian Stadelmann

Zusammenfassung: Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit einem Augsburger Kabinettschrank um ca. 1660, welcher sich in den Sammlungen des Residenzschlosses Altenburg befindet. Untersucht werden der konstruktive Aufbau, Material, Verarbeitung und Oberflächenaufbau. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen wurde ein Konzept zur Restaurierung bzw. Konservierung erstellt. Besonderes Augenmerk dieser Konzeption gilt dabei der Methode zur Lackschichtentrennung mittels Lösungsmittelgel.

2008

Diplomarbeit Sina Klausnitz

Titel: Die Löffelvotive aus der Wallfahrtskirche St. Corona in Altenkirchen/Niederbayern - Analyse und Präventive Konservierung

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Ziel der Diplomarbeit ist die Analyse und Präventive Konservierung von Löffelvotiven aus dem 16. Jahrhundert. Diese gehören zum umfangreichen und kulturgeschichtlich bedeutenden Fundkomplex aus der St. Corona Kirche in Altenkirchen/Niederbayern. Als theoretische Grundlage wird die Übernahme von Methoden der Kulturwissenschaften auf restauratorische Fragestellungen diskutiert. Die gewonnenen typologischen und konservatorischen Daten bilden, neben den gleichfalls erfassten Daten zum Raumklima in den beiden möglichen Depoträumen in Altenkirchen, die Grundlage eines Konzeptes für eine konservatorisch korrekte Lagerung der Objekte, welches teilweise umgesetzt werden konnte. Den Abschluss bildet eine Handlungsrichtlinie für alle Zugangsberechtigten.

Diplomarbeit Dagmar Kuhl

Titel: Erstellung eines Konservierungsplanes anhand von Interimseinbänden der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, mit einer Begriffseingrenzung "Interimseinband"

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Ziel der Diplomarbeit ist die Erstellung eines Konservierungsplanes am Beispiel der Interimseinbände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, dessen Verallgemeinerung zu einer Checkliste als Leitfaden bei der Planung der Konservierung einer größeren Anzahl von Objekten und die Eingrenzung des Begriffs "Interimseinband". Die durch den Brand im Jahr 2004 hitze- und wassergeschädigten Bücher wurden in Schadens - und Typenkategorien eingeteilt. Darauf basierend wurden Musterarbeiten an 10 Exemplaren durchgeführt (Schutzverpackung, Sicherung, Instandsetzung, Restaurierung, Konservierungseinbände ) und ein Konservierungsplan erstellt. Auf Basis dieses Konservierungs-planes wurde wiederum eine allgemeine Checkliste erstellt, die als Leitfaden bei der Bearbeitung ähnlicher Projekte dienen kann. Für die Begriffseingrenzung wurden 1074 Interimseinbände nach typischen Merkmalen untersucht und aufgrund dessen der Begriff "Interimseinband" in der Definition eingegrenzt.

Diplomarbeit Nadja Kuschel

Titel: Die Crepinen aus dem Tressenzimmer des Neuen Palais in Potsdam. Metallposamente der 18. Jahrhunderts in Preußen

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Prof. Jörg Freitag

Zusammenfassung: Im Tressenzimmer im Neuen Palais in Potsdam befindet sich eine von zwei original erhaltenen textilen Wandbespannungen aus dem 18. Jahrhundert der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Arbeit befasst sich mit Metallposamenten, die zur Gestaltung der seidenen Wandbespannung verwendet wurden. Es sind zirka 1 Kilometer vergoldete Tressen und 58 große und 70 kleine Crepinen, die als materialkombinierte Objekte genaue Untersuchungen erfordern. Ziel ist es, ein Restaurierungskonzept zu entwickeln, das allen Materialien gerecht wird. Genaue Analysen der Metallfäden, der historischen Herstellungstechnik, der Techniken der Posamentierer, Überlegungen zur Korrosion, Abnahme von Korrosionsprodukten und restaurierungsethische Überlegungen haben zu einem Konzept geführt, was mit schonender Vorgehensweise den überkommenden Zustand der Objekte erhält und alle Posamente in einem konservierten, ansprechenden Zustand präsentiert.

Diplomarbeit Reinhold Müller

Titel: Zur Problematik der Konservierung und Restaurierung von gefassten Skulpturen aus Gipsguss im Außenbereich

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik der Konservierung und Restaurierung von gefassten Gipsguss-Skulpturen im Außenbereich. Diese gefassten Skulpturen sind um 1900 entstanden und im Außenbereich aufgestellt. Das Konservierungs- und Restaurierungskonzept leitet sich von dem Gebrauchswert, seiner Entstehung, Bedeutung, Funktion, Geschichte, seinen Materialeigenschaften und dem Aufstellungsort dieser Gebilde ab. Es werden experimentell organische und anorganisch-organische Mittel getestet, wie sie für Steinbildwerke verwendet werden. Für die anschließende Restaurierung werden für die Imprägnierung lösemittelfreier Steinfestiger auf Basis Kieselsäureester mit Haftvermittler oder Lösungen von Acrylharzen benutzt. Für die farbige Fassung werden Acrylharzdispersionen oder Siliconharzemulsionen verwendet.

Diplomarbeit Markus Pescoller

Titel: Restaurierung und Erzählung - Zum restauratorischen Umgang mit der Fassade der Liebfrauenkirche in Kitzbühel

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck

Zusammenfassung: Die Arbeit versucht eine Applikation aus anderen Wissenschaftsbereichen auf den Ablauf der Restaurierung der Liebfrauenkirche in Kitzbühel. Untersuchungen und Analysen werden zunächst als Sprechakte (Austin) beschrieben. Darin verbleiben sie nicht in einem objektiven Raum, sondern werden als Handlungen in einen interaktiven Zusammenhang eingeführt. Doch erst im Einbinden der Sprechakte in Erzählungen (Straub), sind Sinn- und Bedeutungszuschreibungen möglich. Dann können sie in einen idealen Diskurs (Habermas) eingebracht werden, wo neue Erzählungen dazu kommen können. Und nur im idealen Diskurs ist ein Entscheid möglich, der sich von autoritären Imperativen löst. Dennoch bleibt letztlich eine neue Präsenz des Objektes, die sich dem Intentionswillen des Restaurators entzieht.

Diplomarbeit Ute Rönnecke

Titel: Der große kaiserliche Teppich im Konferenzsaal des Schlosses Cecilienhof in Potsdam. Die veränderte Wertschätzung eines "ungeliebten" Großformates

1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Diplom-Restauratorin (FH) Christa Zitzmann

Zusammenfassung: Der heute im Konferenzraum des Schlosses Cecilienhof liegende große handgeknüpfte Smyrna-Teppich ist als Zeugnis deutscher Handwerkskunst ein Beispiel für die Einrichtungskultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Jh.). Die Ursachen seiner vielfältigen Schäden lassen sich auf den Zeitgeist des 20. Jh. mit seiner geringen Wertschätzung für Einrichtungsgegenstände des ausgehenden 19. Jh. zurückführen. Ein Anliegen der Restaurierung ist es, neben der Reinigung und Sicherung der materiellen Substanz, den Wert dieses Teppichs bewusst zu machen. Mit der Erarbeitung unterschiedlicher Präventivmaßnahmen sollen im Umfeld des Teppichs Bedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, der Nachwelt die Authentizität des Originals zu erhalten.
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