Diplomarbeit Sina Klausnitz
Titel: Die Löffelvotive aus der Wallfahrtskirche St. Corona in Altenkirchen/Niederbayern - Analyse und Präventive Konservierung
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck
Zusammenfassung: Ziel der Diplomarbeit ist die Analyse und Präventive Konservierung von Löffelvotiven aus dem 16. Jahrhundert. Diese gehören zum umfangreichen und kulturgeschichtlich bedeutenden Fundkomplex aus der St. Corona Kirche in Altenkirchen/Niederbayern. Als theoretische Grundlage wird die Übernahme von Methoden der Kulturwissenschaften auf restauratorische Fragestellungen diskutiert. Die gewonnenen typologischen und konservatorischen Daten bilden, neben den gleichfalls erfassten Daten zum Raumklima in den beiden möglichen Depoträumen in Altenkirchen, die Grundlage eines Konzeptes für eine konservatorisch korrekte Lagerung der Objekte, welches teilweise umgesetzt werden konnte. Den Abschluss bildet eine Handlungsrichtlinie für alle Zugangsberechtigten.
Diplomarbeit Dagmar Kuhl
Titel: Erstellung eines Konservierungsplanes anhand von Interimseinbänden der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, mit einer Begriffseingrenzung "Interimseinband"
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck
Zusammenfassung: Ziel der Diplomarbeit ist die Erstellung eines Konservierungsplanes am Beispiel der Interimseinbände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, dessen Verallgemeinerung zu einer Checkliste als Leitfaden bei der Planung der Konservierung einer größeren Anzahl von Objekten und die Eingrenzung des Begriffs "Interimseinband". Die durch den Brand im Jahr 2004 hitze- und wassergeschädigten Bücher wurden in Schadens - und Typenkategorien eingeteilt. Darauf basierend wurden Musterarbeiten an 10 Exemplaren durchgeführt (Schutzverpackung, Sicherung, Instandsetzung, Restaurierung, Konservierungseinbände ) und ein Konservierungsplan erstellt. Auf Basis dieses Konservierungs-planes wurde wiederum eine allgemeine Checkliste erstellt, die als Leitfaden bei der Bearbeitung ähnlicher Projekte dienen kann. Für die Begriffseingrenzung wurden 1074 Interimseinbände nach typischen Merkmalen untersucht und aufgrund dessen der Begriff "Interimseinband" in der Definition eingegrenzt.
Diplomarbeit Nadja Kuschel
Titel: Die Crepinen aus dem Tressenzimmer des Neuen Palais in Potsdam. Metallposamente der 18. Jahrhunderts in Preußen
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Prof. Jörg Freitag
Zusammenfassung: Im Tressenzimmer im Neuen Palais in Potsdam befindet sich eine von zwei original erhaltenen textilen Wandbespannungen aus dem 18. Jahrhundert der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Arbeit befasst sich mit Metallposamenten, die zur Gestaltung der seidenen Wandbespannung verwendet wurden. Es sind zirka 1 Kilometer vergoldete Tressen und 58 große und 70 kleine Crepinen, die als materialkombinierte Objekte genaue Untersuchungen erfordern. Ziel ist es, ein Restaurierungskonzept zu entwickeln, das allen Materialien gerecht wird. Genaue Analysen der Metallfäden, der historischen Herstellungstechnik, der Techniken der Posamentierer, Überlegungen zur Korrosion, Abnahme von Korrosionsprodukten und restaurierungsethische Überlegungen haben zu einem Konzept geführt, was mit schonender Vorgehensweise den überkommenden Zustand der Objekte erhält und alle Posamente in einem konservierten, ansprechenden Zustand präsentiert.
Diplomarbeit Reinhold Müller
Titel: Zur Problematik der Konservierung und Restaurierung von gefassten Skulpturen aus Gipsguss im Außenbereich
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik der Konservierung und Restaurierung von gefassten Gipsguss-Skulpturen im Außenbereich. Diese gefassten Skulpturen sind um 1900 entstanden und im Außenbereich aufgestellt. Das Konservierungs- und Restaurierungskonzept leitet sich von dem Gebrauchswert, seiner Entstehung, Bedeutung, Funktion, Geschichte, seinen Materialeigenschaften und dem Aufstellungsort dieser Gebilde ab. Es werden experimentell organische und anorganisch-organische Mittel getestet, wie sie für Steinbildwerke verwendet werden. Für die anschließende Restaurierung werden für die Imprägnierung lösemittelfreier Steinfestiger auf Basis Kieselsäureester mit Haftvermittler oder Lösungen von Acrylharzen benutzt. Für die farbige Fassung werden Acrylharzdispersionen oder Siliconharzemulsionen verwendet.
Diplomarbeit Markus Pescoller
Titel: Restaurierung und Erzählung - Zum restauratorischen Umgang mit der Fassade der Liebfrauenkirche in Kitzbühel
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Dr. Maike Berchtold-Rettenbeck
Zusammenfassung: Die Arbeit versucht eine Applikation aus anderen Wissenschaftsbereichen auf den Ablauf der Restaurierung der Liebfrauenkirche in Kitzbühel. Untersuchungen und Analysen werden zunächst als Sprechakte (Austin) beschrieben. Darin verbleiben sie nicht in einem objektiven Raum, sondern werden als Handlungen in einen interaktiven Zusammenhang eingeführt. Doch erst im Einbinden der Sprechakte in Erzählungen (Straub), sind Sinn- und Bedeutungszuschreibungen möglich. Dann können sie in einen idealen Diskurs (Habermas) eingebracht werden, wo neue Erzählungen dazu kommen können. Und nur im idealen Diskurs ist ein Entscheid möglich, der sich von autoritären Imperativen löst. Dennoch bleibt letztlich eine neue Präsenz des Objektes, die sich dem Intentionswillen des Restaurators entzieht.
Diplomarbeit Ute Rönnecke
Titel: Der große kaiserliche Teppich im Konferenzsaal des Schlosses Cecilienhof in Potsdam. Die veränderte Wertschätzung eines "ungeliebten" Großformates
1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Knaut
2. Gutachter: Diplom-Restauratorin (FH) Christa Zitzmann
Zusammenfassung: Der heute im Konferenzraum des Schlosses Cecilienhof liegende große handgeknüpfte Smyrna-Teppich ist als Zeugnis deutscher Handwerkskunst ein Beispiel für die Einrichtungskultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Jh.). Die Ursachen seiner vielfältigen Schäden lassen sich auf den Zeitgeist des 20. Jh. mit seiner geringen Wertschätzung für Einrichtungsgegenstände des ausgehenden 19. Jh. zurückführen. Ein Anliegen der Restaurierung ist es, neben der Reinigung und Sicherung der materiellen Substanz, den Wert dieses Teppichs bewusst zu machen. Mit der Erarbeitung unterschiedlicher Präventivmaßnahmen sollen im Umfeld des Teppichs Bedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, der Nachwelt die Authentizität des Originals zu erhalten.