HTW Berlin » Fachbereich Gestaltung

Studiengang Konservierung und Restaurierung / Grabungstechnik

Dirk Förstner, 2009

Etikett der Schellackplatte -Rauschlied-, Hersteller: Grammophon G.m.b.H., Aufnahmedatum: November 1906, Herstellungsdatum der Platte: nach 1910, aus dem Bestand des Filmarchiv Austria, Foto: Dirk Förstner
6 Bilder
Rekonstruktion von Tonbildern in modernen Wiedergabesystemen - Theoretische Diskussion und praktische Anwendung
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber
2. Gutachterin: Diplom-Restauratorin (FH) Kerstin Bartels

Die zwischen 1903 und 1913 von Oskar Messter hergestellten Biophon-Tonbilder können heutzutage nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form aufgeführt werden. Die originalen Wiedergabeapparaturen sind nicht verfügbar und die wenigen überlieferten Biophon- Filmkopien und -Schellackplatten können nicht mehr für Aufführungszwecke verwendet werden. In dieser Arbeit wird ein Rekonstruktionskonzept entwickelt, um die ursprünglich getrennt vorliegenden Bild- und Toninformationen von Biophon-Tonbildern auf einem Träger zusammenzuführen. Ziel hierbei ist es, die Aufführung der Bild- und Toninhalte in modernen Wiedergabesystemen zu ermöglichen. Anhand einer exemplarischen Rekonstruktion eines Biophon Tonbilds wird ein Workflow erstellt, der bei zukünftigen Bearbeitungen von Biophon-Tonbildern angewendet werden kann.

Jessica Schreiber, 2009

Zustandskartierung der Bildseite mit aufliegender Stempelfarbe (rot). © Jessica Schreiber
3 Bilder
Die Entfernung von Stempelfarben aus Fotoschichten von Silbergelatinepapieren durch Kapillarwirkung und Adsorption
1. Gutachterin: Dipl. Rest. (FH) Kerstin Bartels
2. Gutachterin: Dipl. Rest. (FH) Gisela Harich-Hamburger

Die Arbeit setzt sich mit in Fotoschichten von Silbergelatinepapieren diffundierten Stempelfarben und deren Entfernung auseinander. Das Herauslösen dieser Stempelfarben findet über physikalische Vorgänge mit Hilfe von oberflächenaktiven Substanzen, die ein hohes Adsorptionsvermögen und starke Kapillarkräfte ausüben, statt. Diese oberflächenaktiven Substanzen werden in Form von Lösungsmittel-Kompressen, -Pasten oder -Gelen auf der Fotoschicht angewendet.

Nachdem ein Überblick über die allgemeine Zusammensetzung von Stempelfarben und dem Aufbau von Silbergelatinepapieren gegeben wird, wird das Diffusionsverhalten von Stempelfarben in Fotoschichten im Bezug zu den physikalischen Eigenschaften verschieden beschaffener Fotoschichten beschrieben. Anhand einer Versuchsreihe werden mögliche Behandlungstechniken zum Herauslösen der Stempelfarben vorgeschlagen und diskutiert. Abschließend wird eine ausgewählte Technik an einer historischen Silbergelatinefotografie mit aufliegender Stempelfarbe angewendet.

Lena Münzner, 2009

Historisches Silbergelatine- Barytpapier. Die Korrosionsprodukte sind durch eine Büroklammer verursacht und partiell, aber stark ausgeprägt in der Fotoschicht. Datierung der Fotografie unbekannt.
© Lena Münzner
3 Bilder
Entfernung von Korrosionsprodukten aus Silbergelatine - Fotopapieren
1. Gutachterin: Frau Dipl. Rest. (FH) Kerstin Bartels
2. Gutachterin: Frau Pof. Ruth Keller-Kempas

In dieser Arbeit werden Korrosionsprodukte in Fotoschichten von Silbergelatine- Barytpapieren optisch und in ihrer elementaren Zusammensetzung untersucht.

Die durch Korrosionsprodukte ausgelösten Abbaumechanismen werden erläutert. Diese Abbaumechanismen, die auf eine Fenton Reaktion zurückzuführen sind, bedingen eine Entfernung der Korrosionsprodukte aus dem Schichtaufbau der Silbergelatine- Barytpapier.

Der praktische Teil der Arbeit beinhaltet erste Versuche zur chemisch-pysikalischen Entfernung der Korrosionsprodukte aus der Fotoschicht.
Bei der angewendeten Methode handelt es sich um ein rein invasives Verfahren der Korrosionsentfernung.

Jessica Jantc, 2009

Bachelorobjekt.
Bildmotiv: Fotomontage mehrerer Gruppenaufnahmen des Regiments Prinz Carl v. Preußen No. 12.
Herkunft: Privatbesitz Michael Keckel,
Datierung: 1910
©Jessica Jantc
5 Bilder
Die Restaurierung einer auf Schmuckkarton montierten Gedenkfotografie auf mattem Kollodiumpapier (1910)
1. Gutachterin: Dipl. Rest. (FH) Kerstin Bartels
2. Gutachterin: Prof. Ruth Keller-Kempas, MA

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Restaurierung einer auf Karton montierten Gedenkfotografie aus dem Jahr 1910. Der besondere Fokus liegt dabei in der Fragestellung, in wieweit es sinnvoll und notwendig sein kann, die Einheit des Objektes in Bezug auf ein optimales Restaurierungsergebnis temporär oder auch langfristig aufzugeben.

Im Anschluss an Dokumentation, Zustandsbeschreibung und Materialanalysen folgt die Auseinandersetzung mit dem Restaurierungskonzept. Der Fokus der Restaurierung wird auf dem Umgang mit Fehlstellen und der Wiederherstellung der Stabilität gelegt, damit die Abbildung wieder unbeeinträchtigt wahrgenommen werden kann.

In der Durchführung der Maßnahmen werden Behandlungsmethoden aus zwei Restaurierungsbereichen, Foto- und Papierrestaurierung, verwendet.

Carsta Knaack, 2009

Übertragen der Laufzeit von der Startmarke bis
zum Toneinsatz © Carsta Knaack
2 Bilder
Konzept zur Konservierung und Aufführung von Schmalfilmen mit getrenntem Tonträger
1. Gutachter: Prof. Martin Koerber
2. Gutachterin: Dipl. Rest. (HF) Kerstin Bartels

Die Bachelorarbeit will eine Strategie zur Konservierung und zur Nutzung von Schmalfilmen mit separatem Magnetton erarbeiten. Es handelt sich um das Lebenswerk des Berliner Schmalfilmamateurs Günter Dubiel, dessen Nachlass nach seinem Tod durch die Deutsche Kinemathek Berlin übernommen wurde.
Es stellt sich nicht nur die Aufgabe der Konservierung der getrennt vorliegenden Elemente. Bild und Ton müssen auch zusammengeführt werden, um eine adäquate Aufführung von Nutzungskopien zu gewährleisten.
Ein Teil der Arbeit widmet sich dem Ausgangsmaterial, der Technik und den Arbeitsmethoden, mit denen Dubiel die Synchronität seiner im Zweibandverfahren präsentierten Filme erreichte.
Aus den Erfahrungen und Informationen von bearbeiteten Beispielfilmen wird ein mögliches Vorgehen entwickelt.
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